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DSL vom Nachbarn über LWL Freileitung Gehen Sie zu Seite 1, 2  Weiter  
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Autor Nachricht
Rolf
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 06.10.2013
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: So Okt 06, 2013 4:25 am    Titel: DSL vom Nachbarn über LWL Freileitung

Hallo zusammen,

vielen Dank schon jetzt für Eure Antworten. Kurz zur Ausgangssituation: Wir bekommen in unserem Haus auf dem Land in einer dünnbesiedelten Gegend leider kein DSL, da laut Telekom kein Port mehr frei ist. LTE ist keine Option, da die Volumenbegrenzung für uns nicht sinnvoll ist. Das Haus befindet mitten im Wald, der nächste Nachbar mit DSL ist etwa 250m entfernt. Zwischen den beiden Häusern verläuft ein altes Telefonkabel (Freileitung) welches nicht mehr in Betrieb ist. Alle Masten befinden sich auf unserem Grundstück welches an das Nachbargrundstück direkt anschließt. Freie Sicht für eine Funkverbindung wäre nicht gegeben (Wald).

Ich habe mich nun die letzten Tage durch dieses interessante Forum gelesen und auf dieser Basis die folgende Lösung gesponnen, die mir v.a. finanziell am sinnvollsten erscheint:

- 200m vorkonfektioniertes Universalkabel U-DQ(ZN)BH 4 Fasern 9/125µm 2x4 SC -Stecker (ca. 200€)
- Befestigung mit witterungs- und UV-beständigen Kabelbindern am vorhandenen Telefonkabel

In beiden Häusern jeweils:
- BTR LWL Anschlussdose 2xSC-SC duplex AP (ca. 2*15€)
- Patchkabel SC-SC duplex 9/125µm (ca. 2*10€)
- TP-Link MC210CS Medienkonverter, 1Gbit, RJ45-SC Singlemode (ca. 2*50€ hier im Shop)

Gesamtkosten 350€

Nun die Fragen:

- Was haltet ihr von der vorgeschlagenen Verlegeart? Hält das Universalkabel der Belastung dauerhaft stand? Reine Erdkabel finde ich in dieser Länge und vorkonfektioniert leider nur ab 400€ (z.B. hier im Shop). Habt ihr andere Ideen, insbesondere zur Befestigung des Kabels?

- Die Entscheidung für Gigabit habe ich mit Blick auf die Zukunft getroffen, falls die Telekom einmal in den nächsten 10 Jahren die Bandbreite auf >100MBit erhöht und dennoch nicht mehr Ports freigibt. Denkt ihr dies ist wahrscheinlich?

- Die Entscheidung für Singlemode habe ich lediglich aus dem Grund getroffen, da dies mir der günstigste Medienkonverter für Gigabit zu sein schien und das Singlemode Kabel nicht mehr kostet als das Multimode-Pendant.

Vielen Dank für Eure Mithilfe!

Grüße
Rolf
Rady
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 03.10.2013
Beiträge: 19
Wohnort: Wo die Arbeit ist ;-)

BeitragVerfasst am: So Okt 06, 2013 12:04 pm    Titel:

Eine Frage an der Stelle wäre noch zu klären.

Auch wenn die Masten auf deinem Grundstück stehen, dürften sie trotzdem Eigentum der Telekom sein. Jetzt würde ich mal behaupten, dass Du da nicht so ohne weiteres einfach ein Kabel mit ran frickeln darfst.

Zu Deiner Hardware kann ich jetzt nicht viel sagen und ob das Kabel das auf lange Sicht ab kann bin ich mir auch nicht sicher. Nur mit der Befestigung, da würde ich dann mal schauen, ob es für die Masten Schellen oder dergleichen gibt.

Bei allem aber immer dran denken, dass die Telekom dir ein paar auf die Mütze geben könnte icon_smile.gif
Rolf
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 06.10.2013
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: So Okt 06, 2013 12:27 pm    Titel:

Ja, da hast Du Recht. Dies sollten wir erst mit der Telekom abklären. Alternativ müssten wir einen 200m langen Graben, 0,6m tief ausheben.
Joe
Mainframeeinrichter


Anmeldungsdatum: 02.01.2006
Beiträge: 1803
Wohnort: Rinteln

BeitragVerfasst am: So Okt 06, 2013 1:17 pm    Titel:

Sofern das Kabel an den Masten für dich zugänglich ist, könntest du auch einfach auf ein VDSL Master/Slave Modem setzen. Das ist Preislich erstens etwas günstiger und zweitens wesentlich weniger Arbeitsaufwand, da kein neues Kabel verlegt werden muss. Nachteil ist natürlich, dass es nur maximal 100MBit erreicht. Das ist aber denke ich für Internet vollkommen ausreichend.

http://www.allnet.de/vdsl2modem-router.html?&tx_mmallnetproductplugin_pi1[showUid]=47405&cHash=55104e656543978a1cde2e0d424f972f

Außerdem möchte ich noch etwas anmerken:
Ein Nachbar von mir (wohnt an meinem Wald) bekommt auch Telefon und Internet über Freileitung durch die Telekom. So oft wie da schon ein Baum umgefallen ist und die Leitung getrennt hat. Wäre das mit Glasfaser ein echtes Problem. Kupfer kann man einfach flicken und fertig ist der Spaß.
Ich würde NIEMALS eine Glasfaserleitung als Freileitung in so einem Bereich einsetzen.

LG Joe
_________________
Erwarte nicht das jemand mehr Arbeit in des Beantworten einer Frage investiert, als du für das Ausdenken und Formulieren der Frage verwendet hast...
Rady
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 03.10.2013
Beiträge: 19
Wohnort: Wo die Arbeit ist ;-)

BeitragVerfasst am: So Okt 06, 2013 1:28 pm    Titel:

Das Kabel an den Masten ist aber garantiert Telekom Eigentum. Und da dran hat Privatperson nix zu suchen. Das gibt ganz fix ne Anzeige wegen Sachbeschädigung.

Sonst sicherlich keine schlechte Idee.
Joe
Mainframeeinrichter


Anmeldungsdatum: 02.01.2006
Beiträge: 1803
Wohnort: Rinteln

BeitragVerfasst am: So Okt 06, 2013 1:33 pm    Titel:

Zitat:
Das Kabel an den Masten ist aber garantiert Telekom Eigentum.


Das ist ja noch nicht eindeutig geklärt. Wenn es so ist, würde ich ein normales CAT7 Outdoor Kabel nehmen und dieses mit Edelstahl Schlauchschellen an dem alten Kabel der Telekom befestigen. Am Ende kähme dann noch ein Optokoppler zum Einsatz um dem Problem mit dem Potenzialausgleich zu entgehen. Das wäre dann sogar Gigabit fähig. Nur ich würde das mit der Glasfaser wirklich lassen.
_________________
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Rolf
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 06.10.2013
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: So Okt 06, 2013 3:03 pm    Titel:

Danke für die guten Hinweise!

Die VDSL Master/Slave Modem Lösung gefällt mir gut. Hier müsste sich jedoch die Telekom bereiterklären unser Kabel beim Haus des Nachbarn zu öffnen und dort eine zusätzliche TAE oder RJ11 zu installieren.

Bzgl. Cat7: Ich dachte die haben nur ca. 100m Reichweite. Nötig wären ca. 200m. Dann müsste man wahrscheinlich mit einem Repeater arbeiten? Würde eine Stromversorgung über das Kabel funktionieren?

In beiden Fällen sollten wir mit der Telekom reden. Was denkt ihr, lassen die sich überhaupt auf solche Sonderfälle ein? Hat jemand von euch bereits entsprechende Erfahrungen gemacht? Wer ist hierfür Ansprechpartner?

Grüße
Rolf
Rady
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 03.10.2013
Beiträge: 19
Wohnort: Wo die Arbeit ist ;-)

BeitragVerfasst am: So Okt 06, 2013 3:56 pm    Titel:

Cat 7 über 200m wird eher eng. Ich nehme aber an, es war die Verbindung jeweils vom Mast zum Haus gemeint. Dann wäre das ne Option.

So wie ich die Telekom kenne, dürfte da erstmal ein klares Nein kommen.

Ansprechpartner würde ich hier im zuständigen PTI (das sind die, die für die Infrastruktur zuständig sind) suchen. Welcher PTI zuständig ist, sollte sich aber rausbekommen lassen.
Joe
Mainframeeinrichter


Anmeldungsdatum: 02.01.2006
Beiträge: 1803
Wohnort: Rinteln

BeitragVerfasst am: So Okt 06, 2013 6:22 pm    Titel:

Also wenn man es ganz genau nimmt, sind alle Lösungsmöglichkeiten nicht ideal.

Wahrscheinlich ist es wirklich am einfachsten, an dem Telekomkabel ein zweites Kabel zu befestigen und damit die VDSL 2 Verbindung aufzubauen.

Sollte die Telekom das nicht erlauben, wovon ich ausgehe, dann würde ich einfach ein paar mehr Meter Kabel nehmen und die Bäume des Waldes als Träger dafür nutzen. So nach dem Motto von Baum zu Baum. Zumindest wenn es dein Wald ist. Das ist immer noch billiger als eigene Masten zu setzen oder ein Bauunternehmen zu bestellen es zu vergraben. Wenn es auf das Vergraben hinausläuft, dann würde ich allerdings LWL nehmen. Aber im Leerrohr.

LG
_________________
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CT2
Switchaufsteller


Anmeldungsdatum: 10.06.2011
Beiträge: 678

BeitragVerfasst am: So Okt 06, 2013 6:40 pm    Titel: Re: DSL vom Nachbarn über LWL Freileitung

Hallo zusammen,


Joe hat folgendes geschrieben::
Also wenn man es ganz genau nimmt, sind alle Lösungsmöglichkeiten nicht ideal.
[...]
Wenn es auf das Vergraben hinausläuft, dann würde ich allerdings LWL nehmen. Aber im Leerrohr.

Na ja, aus technischer Sicht ist das Vergraben eines 4 oder besser noch 8-fasrigen LWL-Universal- oder Erdkabels (bitte als Multimode!) das mit Abstand beste, was man machen kann. Ich denke es ist unbestritten, dass dieser Weg auf lange Sicht die größte Stabilität und Performance mit sich bringt, und somit am Nachhaltigsten ist. Ja, das ist sicherlich auch die aufwendigste (und ggfs. auch teuerste) Lösung, jedoch bist Du hier ganz frei in Deinem Tun und musst niemanden Fragen, da beide Grundstücke Euer Eigentum sind.

Sorry, für mich wären alle anderen angedachten/diskutierten Lösungen auf lange Sicht nur eine Übergangs- oder Behelfslösung. Und dafür finde ich den Aufwand mit der Freileitung oder einem VDSL-Modem-Paar (Du wirst etliche Tage damit beschäftigt sein, hierfür einen passenden Ansprechpartner Telekom zu finden, falls Du überhaupt einen findest, der Dir hier die Freigabe" erteilt) dann schon wieder zu hoch.


Rolf hat folgendes geschrieben::
Was denkt ihr, lassen die sich überhaupt auf solche Sonderfälle ein?

Nein, warum sollten Sie auch.


Gruß.
Rady
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 03.10.2013
Beiträge: 19
Wohnort: Wo die Arbeit ist ;-)

BeitragVerfasst am: So Okt 06, 2013 7:11 pm    Titel:

Immer davon ausgehend, die Masten und das Kabel sind von Telekom, trifft es “Warum sollten sie auch“ wohl wirklich am besten.

Die dauerhafteste Lösung wäre wirklich: Graben ziehen (60 tief), Leerrohr rein, ordentlich anstanden, Warnband drauf Mutterboden drauf .... Kabel rein gut.

Da isset dann SM oder MM nur von der Länge abhängig. In Rohr könntest dann auch Universalkabel einziehen.

Auf keinen Fall Graben auf, Kabel rein und den Aushub direkt wieder drauf. Das überlebt auch Erdkabel nicht lange. Da müsstest dann auch erst absanden.
Rady
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 03.10.2013
Beiträge: 19
Wohnort: Wo die Arbeit ist ;-)

BeitragVerfasst am: So Okt 06, 2013 7:43 pm    Titel:

Immer davon ausgehend, die Masten und das Kabel sind von Telekom, trifft es “Warum sollten sie auch“ wohl wirklich am besten.

Die dauerhafteste Lösung wäre wirklich: Graben ziehen (60 tief), Leerrohr rein, ordentlich anstanden, Warnband drauf Mutterboden drauf .... Kabel rein gut.

Da isset dann SM oder MM nur von der Länge abhängig. In Rohr könntest dann auch Universalkabel einziehen.

Auf keinen Fall Graben auf, Kabel rein und den Aushub direkt wieder drauf. Das überlebt auch Erdkabel nicht lange. Da müsstest dann auch erst absanden.
djobi
Kabeltester


Anmeldungsdatum: 20.11.2006
Beiträge: 429
Wohnort: Essen

BeitragVerfasst am: So Okt 06, 2013 8:54 pm    Titel:

Ich würde zum Nachbarn ein Kupferkabel ziehen und diese DSL-Bridges da dran setzen. Da dürfen (je nach Gerät) auch deutlich mehr als 100m zwischen sein.

Welches Kupferkabel du dazu benutzt, mußt du schlussendlich entscheiden icon_wink.gif
Rolf
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 06.10.2013
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: Mo Okt 07, 2013 12:05 am    Titel:

Dann versuche ich also nächste Woche zunächst jemanden bei der Telekom für das Vorhaben zu begeistern entweder
- das bestehende Kupferkabel zu nutzen (einfachste Lösung)
- oder ein zweites Kupferkabel anzuhängen

Falls das nichts wird, muss ich entweder
- graben und LWL verlegen. Evtl. könnte ich mir sogar einen Minibagger von einem befreundeten Gartenbauer leihen.
- Kupfer an den Bäumen aufhängen

Zitat:
Die dauerhafteste Lösung wäre wirklich: Graben ziehen (60 tief), Leerrohr rein, ordentlich anstanden, Warnband drauf Mutterboden drauf .... Kabel rein gut.

Was bedeutet denn genau "anstanden". Dann könnte ich mir also den teuren Sand sparen? Und wie kriege ich das Kabel eigentlich am besten durch die 200m Leerrohr?

Danke und viele Grüße
Rolf
Rolf
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 06.10.2013
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: Mo Okt 07, 2013 12:19 am    Titel:

Noch eine kurze Verständnisfrage zur VDSL-Strecke:

Kann ich das VDSL Master Modem (also z. B. http://www.allnet.de/vdsl2modem-router0.html?&tx_mmallnetproductplugin_pi1[showUid]=46049&cHash=6e6ad05842b43cb7ebaf4ce8d02ac5a2) mit einem beliebigen VDSL Modem (z. B. Fritzbox) kombinieren, oder müssen beide Geräte speziell aufeinander abgestimmt sein?

Grüße
Rolf
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