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Kaufberatung VoiP Telefone an FritzBox 7390.  
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SirPumi
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 05.10.2010
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: Mo Jun 16, 2014 10:51 am    Titel: Kaufberatung VoiP Telefone an FritzBox 7390.

Hallo zusammen,

in naher Zukunft werde ich unseren ISDN Anschluss verabschieden und auf einen IP Basierten Anschluss umsteigen.

der Plan ist, die Fritzbox 7390 als Telefonanlage zu nutzen und daran 4 VoIP Telefone + 2 EC Cash + ein Fax zu Betreiben.

Nun weiß ich nicht so recht welches Telefon gut ist. Folgende Funktionen sollte es haben.

- Absolut einfach Programmierbar. Am besten über web.
- belegbare Tasten. D.h. ein mal klicken und Anrufe werden ZUSÄTZLICH auf mein Handy umgeleitet. Noch mal klicken und die Umleitung ist deaktiviert.
- man sollte das Klingeln mit einem Tastendruck unterbinden können. Also während einer Besprechung einfach dauerhaft auf Lautlos stellen können.
- sehr gute Sprachqualität und absolute Stabilität. Das Gerät sollte von der Software her nicht instabil sein und Abbrüche produzieren.

Schön wäre, aber muss nicht sein:
- bei Eingehende Anrufe wird über das Internet automatisch der Name der Person gesucht (wie nennt man die Funktion eigentlich)
- Sync mit Outlook kontakten. direktes Anrufen aus Outlook.

gibt es zufällig auch noch ein schnurloses gerät, welches diese Funktionen beherrscht?


ein normaler Switch ist normalerweise nicht PoE fähig oder?


Danke schon mal.
tikay.event
Mainframeeinrichter


Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 6228
Wohnort: Herne-Bay, UK

BeitragVerfasst am: Mo Jun 16, 2014 9:20 pm    Titel:

Ich musste bisher folgende Erfahrungen machen:

Die SIP-Integration der Fritzbox ist nicht der Hit. Ich habe mich schon mehrfach mit IP-Telefonen an Fritzboxen rumgeärgert, weil etliche Funktionen einfach nicht funktionieren wollen, wie z.B. die Rufumleitung.

Die meisten Funktionen, die du aufführst, sind Funktionen einer guten Telefonanlage, die von der Fritzbox aber nicht so, wie gewünscht angeboten werden. Das meiste erfolgt hier per Tastencodes oder über das Webinterface.

Schau dir doch bitte mal die Telefonanlagen von Auerswald an in Verbindung mit den dazu gehörenden IP-Systemtelefonen.
Die Synchronisation mit Outlookkontakten geht nicht, da dies eine CTI-Funktion ist und du dafür ne extra Software wie z.B. XPhone benötigst. Dank der TAPI-Schnittstelle lässt sich XPhone aber mit den Auerswaldanlagen nutzen.

Noch ein Hinweis: Du schreibst EC-Cash-Geräte und Fax. Beim Fax musst du darauf achten, dass du die Geschwindigkeit auf 9600 runterdrehst. Ich hatte schon mehrfach das Problem, dass bei höheren Geschwindigkeiten das Fax nicht vollständig übermittelt wurde. Zu den EC-Cash-Geräten gibt es noch zu sagen, dass per Telefonleitnug angebundene Terminals nicht über IP-Anschlüsse funktionieren. Wenn du solche Terminals einsetzt, musst du dich mit deinem Netzbetreiber (dem der EC-Geräte) in Verbindung setzen und einen Wechsel auf IP-Geräte anfordern.
Joe
Mainframeeinrichter


Anmeldungsdatum: 02.01.2006
Beiträge: 1803
Wohnort: Rinteln

BeitragVerfasst am: Di Jun 17, 2014 12:16 am    Titel:

Hallo,

wieso müssen das den umbedingt IP-Telefone sein? Wieso nutzt du nicht deine ISDN-Technik am internen S0 der 7390 weiter?

Lieben Gruß
Joe
_________________
Erwarte nicht das jemand mehr Arbeit in des Beantworten einer Frage investiert, als du für das Ausdenken und Formulieren der Frage verwendet hast...
SirPumi
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 05.10.2010
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: Di Jun 17, 2014 1:51 pm    Titel:

Zitat:
Die SIP-Integration der Fritzbox ist nicht der Hit. Ich habe mich schon mehrfach mit IP-Telefonen an Fritzboxen rumgeärgert, weil etliche Funktionen einfach nicht funktionieren wollen, wie z.B. die Rufumleitung.


hast du diese Erfahrungen aktuell und mit einer aktuellen Fritzbox gemacht?

Zitat:
Die meisten Funktionen, die du aufführst, sind Funktionen einer guten Telefonanlage, die von der Fritzbox aber nicht so, wie gewünscht angeboten werden. Das meiste erfolgt hier per Tastencodes oder über das Webinterface.


ich hätte ein Telefon genommen, welches programmierbare Tasten hat und so die Tastencodes hinterlegt. ist das nicht möglich?

Zitat:
Schau dir doch bitte mal die Telefonanlagen von Auerswald an in Verbindung mit den dazu gehörenden IP-Systemtelefonen.
Die Synchronisation mit Outlookkontakten geht nicht, da dies eine CTI-Funktion ist und du dafür ne extra Software wie z.B. XPhone benötigst. Dank der TAPI-Schnittstelle lässt sich XPhone aber mit den Auerswaldanlagen nutzen.


Ich habe mir die Anlagen schon angeschaut. Irgendwie fehlt mir aber noch etwas wissen um da durchzusteigen. und eine externe Firma für 120€ die Stunde will eigentlich nicht beauftragen.

Mal ein Paar Fragen zur Auerswald 5010 VoIP:

in meiner Fritzbox habe ich die Zugangsdaten der Telekom, dann stecke ich die Auerswald 5010 an die Fritzbox über LAN an?! Jetzt kann ich die Auerswald anlage über einen Switch mit den IP Telefonen verbinden, oder aber ich nehme maximal 6 Analoge Telefone und stöpsle sie an die TK. über das WEB kann ich die TK dann konfigurieren?
mein Fax stecke ich auch in einen der Analogen Anschlüsse?!

Um ein FAX zu senden, und gleichzeitig zu Telefonieren reichen mir die zwei VoIP Kanäle. Richtig? erst wenn ich beispielsweise 2 Telefonate und ein Fax gleichzeitig führen möchte, brauche ich die Erweiterung auf 4 Kanäle?

Code:
Noch ein Hinweis: Du schreibst EC-Cash-Geräte und Fax. Beim Fax musst du darauf achten, dass du die Geschwindigkeit auf 9600 runterdrehst. Ich hatte schon mehrfach das Problem, dass bei höheren Geschwindigkeiten das Fax nicht vollständig übermittelt wurde


Danke für den Tipp!


Zitat:
Zu den EC-Cash-Geräten gibt es noch zu sagen, dass per Telefonleitnug angebundene Terminals nicht über IP-Anschlüsse funktionieren. Wenn du solche Terminals einsetzt, musst du dich mit deinem Netzbetreiber (dem der EC-Geräte) in Verbindung setzen und einen Wechsel auf IP-Geräte anfordern.


bei den ec Geräten handelt es sich um Hybriden, die können wohl LAN, ISDN und analog icon_smile.gif

Zitat:
wieso müssen das den umbedingt IP-Telefone sein? Wieso nutzt du nicht deine ISDN-Technik am internen S0 der 7390 weiter?


Ich kann die alte ISDN Anlage leider kaum einstellen. Außerdem sagte mir die Dame von der Telekom, dass meine Octopus E Anlage dafür nicht geeignet ist sie am s0 zu betreiben.
Ich will das ganze einfach mal Modernisieren jetzt und das alte, von mir nicht bedienbare Zeug rauswerfen. Ich denke, dass ich auch ein oder Zwei der analogen Telefone weiterhin an der Fritzbox betreiben werde. Oder eben an einer Auerswald Anlage, wenn mich der "Mehrnutzen" der Anlage noch überzeugt icon_wink.gif
Zitat:


Vielen Dank schon mal an euch!




Edit: so könnte es aussehen:


[/img]
Joe
Mainframeeinrichter


Anmeldungsdatum: 02.01.2006
Beiträge: 1803
Wohnort: Rinteln

BeitragVerfasst am: Di Jun 17, 2014 7:28 pm    Titel:

Moin,

dann fange ich mal an, da ich hier der große Fritz!Box Liebhaber bin icon_razz.gif. Kurz vielleicht zu meinem Hintergrundwissen: Ich betreibe bei mir zu Hause eine 7270v3 (AP an der ersten 7390), 2x7390 und eine 7490 (AP an der zweiten 7390). Jeweils natürlich mit der aktuellen Firmware (Nicht Labor).
Aufbau ist bei mir genau wie bei dir, nur dass ich eine WLan Brücke anstatt der Allnet Brücke einsetze und hinter der Allnet Brücke eine weitere 7390 kommt.

Ich würde dir in deinem Fall folgendes raten:

Nimm die 7390 an der Stelle wie du es eingeplant hast. Daran meldest du die benötigten Telefone z.B. die AVM MT-F über DECT an. Ebenfalls steckst du das FAX in den analogen Port der Box. An LAN hängst du die PCs und die Allnet Brücke.
Auf der anderen Seite der Allnet Brücke installierst du eine weitere FritzBox (wenn Gigabit Notwendig, ebenfalls eine 7390. Wenn nicht dann reicht eine 7270v3). In der ersten Fritz!Box meldest du ein oder zwei LAN Telefone an und in der Zweiten, trägst du diese dann als Telefonnummern ein. An der zweiten Box kannst du dann ganz entspannt wieder deine EC-Terminals (über die analogen Ports) und weitere Telefone z.B. AVM MT-F über DECT anmelden.

Warum das alles? Die Fritz!Box 7390 hat eine interne Begrenzung auf vier VoIP Gespräche. Wenn du nun also von einem internen VoIP Telefon über einen VoIP Anschluss deines Anbieters nach extern Telefonierst, belegst du bereits zwei VoIP Leitungen. Das spricht in meinen Augen klar gegen dein Einsatz von internem VoIP an einer FritzBox.
Wenn du nun aber DECT Telefone anmeldest, kannst du an einer FritzBox zwar nur drei DECT Gespräche gleichzeitig führen aber belastest die internen VoIP Kanäle nicht. Unter dem Strich der bessere Schritt.
Zweitens sind bei VoIP die Futures, die ein moderner ISDN Anschluss bietet nicht immer Herstellerübergreifend gesichert (Markeln, Anrufbenachrichtigung usw.). Ich habe bei meinen FritzBoxen (betreibe ein sehr ähnliches Setup wie du) auch etwas basteln müssen, um alle von mir gewünschten Funktionen zu bekommen, aber in der Zwischenzeit bin ich mega zufrieden. Ein Problem war z.B. das interne Telefonieren von der zweiten FritzBox an die erste. Hierzu muss ein recht umständlicher Tastencode gewählt werden, den sich keie Sau merken kann. Also habe ich diesen Code genommen und in das Telefonbuch der Box aufgenommen. Nachteil dabei ist, dass die internen Telefone immer zwischen den externen Kontakten stehen, oder dass man bei Nutzung eines zweiten Telefonbuchs immer umschalten muss. Da mir das nicht gefiel und ich eh immer nur von einem Haus ins andere Telefoniere aber niemals nur eine spezielle Gegenstelle haben will, habe ich nun dafür einfach Kurzwahlen auf eine Taste gelegt. Es ist mega einfach und meine Freundin (die was sowas anbelagt sehr anspruchsvoll ist) ist sehr sehr zufrieden damit.

Ich kann dir dazu gerne weitere Auskunft geben, wenn du etwas wissen willst.
_________________
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SirPumi
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 05.10.2010
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: Mi Jun 18, 2014 9:05 am    Titel:

hi joe,

das hört sich ja gut an! ein paar Fragen habe ich noch icon_smile.gif

Zitat:
An der zweiten Box kannst du dann ganz entspannt wieder deine EC-Terminals (über die analogen Ports) und weitere Telefone z.B. AVM MT-F über DECT anmelden.


- Bist du dir da sicher dass das funktioniert? Ich war bis jetzt irgendwie der Meinung, dass EC Geräte bei einem IP Basierten Anschluss grundsätzlich über LAN betrieben werden müssen?!

- Wenn ich an der ersten Fritzbox ein DECT Telefon habe, und dieses DECT Netz an der zweiten BOX repeate, dann kann ich beispielsweise mit dem AVM MT-F vom einen in das andere DECT Netz laufen und die beiden connecten automatisch oder?

Zitat:
Die Fritz!Box 7390 hat eine interne Begrenzung auf vier VoIP Gespräche. Wenn du nun also von einem internen VoIP Telefon über einen VoIP Anschluss deines Anbieters nach extern Telefonierst, belegst du bereits zwei VoIP Leitungen.


das heißt, ich kann mit der Fritzbox immer nur zwei Dinge zur selben Zeit machen? also beispielsweise:
- ein Gespräch führen und ein Fax senden? oder spielt es da keine Rolle, da das Fax am analogen Port liegt?

- oder Zwei rausgehende Gespräche bzw. ein reinkommendes und rausgehendes? (als VoIP Telefone)

- Oder wenn beide EC Geräte arbeiten, kann ich nicht mehr Telefonieren? (vorausgesetzt beide sind am LAN)?

- möglich ist es aber, mit 2 DECT Geräten zu Telefonieren und mit zwei IP Telefonen?

Kann ich bei der Fritzbox auch einstellen, dass immer nur ein Anruf durchkommt pro Nummer? also wenn auf der Nummer 123456 jemand telefoniert, soll ein belegt Zeichen kommen und nicht noch ein zusätzliches Telefon Klingeln. Nur wenn gleichzeitig auf 898989 angeruen wird, klingelt das zugewiesene Telefon.

Zitat:
Zweitens sind bei VoIP die Futures, die ein moderner ISDN Anschluss bietet nicht immer Herstellerübergreifend gesichert (Markeln, Anrufbenachrichtigung usw.)


kennst du schnurgebundene Telefone, die möglichst viel davon können? Also ein Hersteller oder Modell, der sehr gut mit der Fritz zusammenarbeitet? Gigaset vll?

Zitat:
Da mir das nicht gefiel und ich eh immer nur von einem Haus ins andere Telefoniere aber niemals nur eine spezielle Gegenstelle haben will, habe ich nun dafür einfach Kurzwahlen auf eine Taste gelegt.


heißt das, ich kann mit dem DECT Gerät an der Fritzbox 2 nicht einfach die interne Nummer 625 an der Fritzbox 1 anrufen und umgekehrt? sondern nur alle an der Fritzbox 1 angeschlossenen Telefone?

So, mehr fällt mir erst mal nicht ein icon_smile.gif


Die Alternative wäre ansonsten das hier: Ist das so möglich? und welche Erweiterungen der Anlage bräuchte ich?



Kann man bei der Auerswald 5010 VoIP auch eine MP3 Datei als Anrufbeantworter einstellen? Und kann dieser direkt über das Systemtelefon bedient werden?

Was ist der unterscheid zwischen den COMfortel 2600 IP und dem normalen 2600er? nur der Anschluss?

wieviele IP Telefone kann ich über einen Switch an der Auerswald 5010 VoIP betreiben? kann ich da theoretisch auch 10 Telefone anmelden jedoch nur mit 2 bzw je nach erweiterung mit 4 oder 8 Telefonen gleichzeitig telefonieren?

Gruss SirPumi
Joe
Mainframeeinrichter


Anmeldungsdatum: 02.01.2006
Beiträge: 1803
Wohnort: Rinteln

BeitragVerfasst am: Mi Jun 18, 2014 6:57 pm    Titel:

Hallo,

Zitat:
- Bist du dir da sicher dass das funktioniert? Ich war bis jetzt irgendwie der Meinung, dass EC Geräte bei einem IP Basierten Anschluss grundsätzlich über LAN betrieben werden müssen?!

Ich betreibe keine EC-Geräte, weshalb ich dazu nichts sagen kann. Aber selbst wenn es so wäre, könntest du sie ja an den LAN der zweiten Box hängen.

Zitat:
- Wenn ich an der ersten Fritzbox ein DECT Telefon habe, und dieses DECT Netz an der zweiten BOX repeate, dann kann ich beispielsweise mit dem AVM MT-F vom einen in das andere DECT Netz laufen und die beiden connecten automatisch oder?


Jaein!
Das was du beschreibst ist Roaming. Dieses funktioniert wie von dir beschrieben und wird in der DECT Repeater Funktion auch unterstützt. Das war allerdings nicht das was ich beschrieben habe. Denn bei der DECT Repeater Funktion muss die zweite Box im Empfangsbereich der ersten Box sein, damit diese das Signal der ersten übernehmen/weitergeben kann. Ich meinte die Nutzung der zweiten Box als eigenständige Basis.

Zitat:
das heißt, ich kann mit der Fritzbox immer nur zwei Dinge zur selben Zeit machen?

Nein! Das heißt die FritzBox kann nur vier VoIP Gespräche gleichzeitig händeln. Wenn also intern schon ein VoIP Telefon an der Fritz!Box hängt und die Leitung nach extern auch über VoIP geht, belegst du zwei VoIP Kanäle. Wenn du aber mit einem DECT Telefon ebenfalls über die externe VoIP Leitung telefonierst, dann belegst du nur einen Slot.
Wo du aber Recht hast ist bei den Gesprächen vom zweiten Gebäude. Da dieses über VoIP an der ersten Box hängt belegt ein Gespräch vom zweiten Gebäude nach extern immer zwei VoIP Kanäle.
Dein Beispiel mit dem Fax belegt auch nur einen Kanal, es sei denn, dass es sich im zweiten Gebäude befindet.

Zitat:
- Oder wenn beide EC Geräte arbeiten, kann ich nicht mehr Telefonieren? (vorausgesetzt beide sind am LAN)?

Da kommt es drauf an, wie diese angebunden werden. Wenn diese direkt Daten über das Netz austauschen, ist die FritzBox von dem ganzen ja nicht betroffen. (Davon gehe ich aus). Wenn die aber als VoIP-Telefon in der Fritz!Box angelegt werden, dann trifft deine Aussage zu.

Zitat:
- möglich ist es aber, mit 2 DECT Geräten zu Telefonieren und mit zwei IP Telefonen?

Das kommt drauf an:
Wenn die beiden DECT Geräte intern Telefonieren oder die beiden IP-Telefone dann ja. Wenn aber die beiden IP-Telefone nach draußen telefonieren und es sich bei der externen Anbindung auch um VoIP Anschlüsse handelt, belegt jedes VoIP Telefon zwei Leitungen. Dann wäre auch mit den DECT Geräten kein Gespräch nach extern möglich.

Zitat:
Kann ich bei der Fritzbox auch einstellen, dass immer nur ein Anruf durchkommt pro Nummer? also wenn auf der Nummer 123456 jemand telefoniert, soll ein belegt Zeichen kommen und nicht noch ein zusätzliches Telefon Klingeln. Nur wenn gleichzeitig auf 898989 angeruen wird, klingelt das zugewiesene Telefon.

Diese Funktion nennt sich Busy-On-Busy. Danach werden alle Leitungen die an einem Telefon eingerichtet sind auf Besetzt geschaltet, sobald das Telefon in gebrauch ist. Bei DECT geht das definitiv. Bei VoIP geht das soweit ich weiß nicht, und müsste dann an dem Endgerät eingestellt werden. Da das in deinem Fall auch eien Fritz!Box ist, sollte das kein Problem darstellen.

Zitat:
kennst du schnurgebundene Telefone, die möglichst viel davon können? Also ein Hersteller oder Modell, der sehr gut mit der Fritz zusammenarbeitet? Gigaset vll?

Die Mobilteile von Gigaset arbeiten über DECT ganz gut an der FritzBox, wie dies allerdings bei ISDN, oder VoIP ist kann ich dir nicht sagen. Sorry.

Zitat:
heißt das, ich kann mit dem DECT Gerät an der Fritzbox 2 nicht einfach die interne Nummer 625 an der Fritzbox 1 anrufen und umgekehrt? sondern nur alle an der Fritzbox 1 angeschlossenen Telefone?


Jaein!
Von der zweiten Fritzbox musst du um die Nebenstelle 625 der ersten FritzBox zu erreichen folgenden Telefoncode nutzen:
***121#*#**625
Die Erklärung dazu ist recht einfach:
** kann ich nicht erklären icon_smile.gif
*121# sagt, dass das Gespräch über die erste VoIP Nummer geführt werden soll.
*# sagt, dass die Keypadsequenzen weitergeleitet werden sollen (an die erste Box)
**625 ist die Nummer der Nebenstelle

So kann man eine bestimmte Nebenstelle an der ersten Box rufen. Bei mir ist es aber so, dass an der ersten Box mehrere Telefone hängen, die alle klingeln sollen, da ich nie weiß welches am dichtesten an meinen Eltern die in dem Haus wohnen ist. Sonst würde eventuell nur das Telefon im ersten OG klingeln, wenn die im Garten sind.
Also will ich von der zweiten Box zur ersten telefonieren und es sollen mehrere aber nur bestimmte Nebenstellen klingen.
Dazu nimmt man auch wieder den Code von oben, allerdings dann mit einer Kurzwahl als Nebenstelle.
***121#*#**709
Nun legt man in der Zielfritzbox einen Telefonbucheintrag an in dem die Nebenstellen in folgender Weise eingetragen sind und die Kurzwahl 709 haben.
**1#610#612
Das ist an sich ganz einfach:
**1 analoge Nebenstelle 1
# Verbindungsstück zwischen den Nebenstellen und ab jetzt fallen die Sternchen der Nebenstellen weg
610 DECT Telefon 1
# Verbindungsstück
612 DECT Telefon 2

Wenn ich also an der zweiten Fritz!Box nun diesen Code wähle (liegt bei mir ebenfalls auf einer Kurzwahltaste) klingeln an der ersten Box die beiden DECT Telefone und die analoge Nebenstelle 1
Ich hoffe ich konnte es dir verdeutlichen. Du kannst maximal 8 Kurzwahlen anlegen.

LG Joe
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tikay.event
Mainframeeinrichter


Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 6228
Wohnort: Herne-Bay, UK

BeitragVerfasst am: Do Jun 19, 2014 12:42 am    Titel:

EC-Geräte bauen Datenverbindungen auf, sprich wie ein Modem. Modem über VoIP funktioniert nicht sauber. Auf DSL-Verbindungen somit gar nicht. Auf den emulierten S0-Anschlüssen über VoIP gehts auch nicht, weil der komplette D-Kanal fehlt und auch nicht emuliert werden kann.

EC-Geräte an NGN-/IP-Anschlüssen müssen in jedem Fall über IP laufen, sonst läufts nicht. Man kann sicher von einer Abbruchrate um 60% ausgehen. Da im Bereich der elektronischen Zahlung nicht nur der Umsatz zur Vergütung des Netzbetreibers herangezogen wird sondern auch die Anfragen, ist eine Abbruchrate von 60% sehr teuer.

Desweiteren hat die IP-Anbindung den Vorteil, dass es schneller geht. Zahlung per Einwahl kann problemlos mal ne halbe Minute dauern. Unsere IP-Geräte ziehen die Zahlung in 5 Sekunden durch (nein, kein ELV/Lastschrift).

Ok, sind auch keine Artema Hybrid mit Schlabbertastatur. icon_wink.gif

Zitat:
Kann man bei der Auerswald 5010 VoIP auch eine MP3 Datei als Anrufbeantworter einstellen? Und kann dieser direkt über das Systemtelefon bedient werden?

Was ist der unterscheid zwischen den COMfortel 2600 IP und dem normalen 2600er? nur der Anschluss?

wieviele IP Telefone kann ich über einen Switch an der Auerswald 5010 VoIP betreiben? kann ich da theoretisch auch 10 Telefone anmelden jedoch nur mit 2 bzw je nach erweiterung mit 4 oder 8 Telefonen gleichzeitig telefonieren?

Für die Voicebox ist das DSP-Modul nötig. Damit kannst du dann zwei VoIP-Kanäle gegen einen Kanal Voicemail/Fax tauschen. Was du aber mit der MP3-Datei willst, weiß ich nicht. Die Anlage kann problemlos Wartemusik, Ansage vor Melden und ne automatische Zentrale (sind aber keine mp3-Dateien sondern wave-Dateien, die man aber problemlos umwandeln kann).

Das eingebaute Voicemailsystem kann dir aber eventuelle Aufnahmen per E-Mail zuschicken. Ebenso wie empfangene Faxe.

Es ist nur das 2VoIP bzw. 6VoIP-Modul und ein x-beliebiger USB-Stick nötig.

Der Unterschied zwischen dem 2600 IP und 2600 ist wie gesagt nur der Anschluss. Das eine ist ein IP-Telefon, das andere ist ein Zweidraht-Systemtelefon.

Im Grundausbau kannst du bis zu 32 Endgeräte anschließen. Wie die zwischen analog, S0/UP0 und VoIP aufgeteilt sind, ist egal. Das einzige Problem sind die VoIP-Kanäle. Ab Werk hat die Anlage 2 Kanäle, mittels Modul kannst du die auf 4 oder 8 aufrüsten. Du musst aber wieder 2 Kanäle für deinen IP-Anschluss abziehen. Beim Einsatz von Voicemail- oder Faxboxen gehen dir pro Kanal 2 VoIP-Kanäle flöten (ein VM-Kanal sollte aber reichen oder sprechen dir die Leute am laufenden Band die Kiste voll?). Also bleiben bei 2 Kanälen zum Amt, einem VM-Kanal noch 4 Kanäle zum Telefonieren übrig.

Alternativ kannst du auch eine SD-Karte in das/die COMfortel 2600 IP stecken und hast damit im Telefon deinen Anrufbeantworter, damit verlierst du keine VoIP-Kanäle.

Achtung: Das fällt mir jetzt erst auf: Die 5010 kann nur das 2VoIP aufnehmen, das 6VoIP passt nur in die 5020.

Aber bei mehr als 6 gleichzeitigen Gesprächen über VoIP rate ich von Auerswald ab, auch wenn die größeren Anlagen das könnten. Da wäre meine Empfehlung dann Siemens mit der OSBiz X1. (Leider kein Spielzeug für Endkunden)
SirPumi
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 05.10.2010
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: Fr Jun 20, 2014 1:59 pm    Titel:

Super... langsam bekomme ich eine klare Vorstellung von dem Ganzen! Geniale Hilfe hier!

Ich denke dass die FritzBox Lösung für mich ausreichend ist. Ich finde immer noch keinen Mehrwert an der Auerswaldgeschichte, Außer ich benötige irgendwann mehr VoIP Kanäle, aber dann ist eine Erweiterung ja recht einfach möglich. Allerdings würde ich dann zur Auerswald Compact 5000 greifen. Da in meinem Fall auch nach außen über VoIP telefoniert wird und kein ISDN oder Analog mehr benötigt wird.



Zitat:
Man kann sicher von einer Abbruchrate um 60% ausgehen. Da im Bereich der elektronischen Zahlung nicht nur der Umsatz zur Vergütung des Netzbetreibers herangezogen wird sondern auch die Anfragen, ist eine Abbruchrate von 60% sehr teuer.


das war auf die anbindung am analogen Anschluss bezogen richtig? Via IP tritt dieses Problem nicht auf?!

Ansonsten Danke für die AUfklärung über die Auerswaldanlage! Ich werde es im Hinterkopf behalten und ggf., falls irgendwann nötig, anwenden! icon_smile.gif


Jetzt noch mal zu meinem Aufbau (siehe Bild):

An die FritzBox werde ich ja den Allnet Master anschließen. In diesen lasse ich nicht nur einen LAN Anschluss rein, sondern auch den FON 2 Ausgang der FritzBox. So kann ich am Slave direkt noch das alte Analoge DECT Gerät am anderen Ende weiter betreiben. richtig?

nun aber noch mal zu meiner Verkabelung. Ich habe immer etwas von der 180m Zweidrahtleitung geredet. Gerade habe ich mal den Schacht aufgemacht in dem die Leitung ankommt. Auf dem Bild sieht man das dicke schwarze Kabel. Ist dieses Kabel überhaupt passend für die ALLNet Bridge?

Am Ende dieses Schwarzen Kabels seht ihr drei weißgraue Kabel. Eines Davon ist für das jetzige analoge Telefon und die beiden anderen sind mit jeweils einem EC Gerät verbunden. Da ich, wenn es nicht unbedingt sein muss, kein neues LAN Kabel verlegen möchte, würde ich diese Kabel verwenden und in Netzwerkkabel umfunktionieren. Ist das so möglich?
Ich weiß, dass ich dann einen zusätzlichen Swicht brauche, der die Leitung auf 10MBit drosselt. Da unser internet eh nur 2,5 bis 3 MBit hat, sehe ich da keinen Nachteil. Außerdem werden ja auschließlich die EC Geräte damit betrieben.

Macht das so Sinn, oder sollte ich lieber Powerline bzw. neue Netzwerkkabel verwenden?





SirPumi
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 05.10.2010
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: Mo Jun 23, 2014 11:00 pm    Titel:

hat keiner noch eine Idee zu den letzen Fragen? icon_smile.gif
tikay.event
Mainframeeinrichter


Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 6228
Wohnort: Herne-Bay, UK

BeitragVerfasst am: Mi Jun 25, 2014 8:49 pm    Titel:

Zweidraht ist einfach nur ne Umschreibung für Telefonkabel, dabei ist es egal, ob es ein Einpaariges oder ein 100-paariges ist, es wird nur ein Paar, also zwei Drähte genutzt.

Bei direkter IP-Anschaltung des EC-Geräts wird sich die Abbruchrate im normalen Bereich befinden, also wie bis jetzt auch.
SirPumi
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 05.10.2010
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: Mi Jul 09, 2014 1:36 pm    Titel:

so mittlerweile ist alles durch und die Konfiguration funktioniert bis jetzt einwandfrei! icon_smile.gif Vielen Dank noch mal.

Habt ihr noch eine Idee für folgenden Sachverhalt:

das Telefon am Anschluss FON 1. Soll nur auf knopfdruck an einem anderen Telefon Klingeln. Das heißt, es soll beispielsweise nur in der Mittagspause oder mal abends ab 17Uhr zugeschaltet werden.

Gibts da eine Lösung seitens Fritzbox? Entweder Klingelsperre (aber dann kann ich es auch nicht intern erreichen oder?) oder eine andere Nummer zuweisen (dann klingelt ja aber nur noch das eine Telefon wenn ich eine Umleitung schalte)

Gruss
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