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Heimnetzwerk-Sanierung  
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biosmanager
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: Mo Jul 14, 2014 8:44 am    Titel: Heimnetzwerk-Sanierung

Hallo liebe Netzwerkprofis,

ich plane für einen kommenden VDSL-Anschluss und weitere Heinetzwerknutzung den Ausbau des bestehenden Kabelsystems.

Zuerst zu den Gegebenheiten:
Bei dem Objekt handelt es sich um ein Einfamilienhaus von 2002. Die damalige Telefoninstallation wurde mit einer ISDN-Telefonanlage T-Concept XI 721 realisiert. Der Haushalt verfügt über zwei Anschlüsse - privat und geschäftlich. Leitungstechnisch nehme ich an, dass Cat 3 Kabel verlegt wurden, genau kann ich das nicht sagen. Es handelt sich aber um Kabel mit 4 Doppeladern. Grob geschätzt handelt es sich in den Wänden um M20-Leerrohe. Diese laufen alle im Hauswirtschaftsraum zusammen.
Aktuell verwende ich einen DSL 16.000 Anschluss der Telekom. Der Router (FritzBox 7490) befindet sich im Erdgeschoss. Von dem Splitter werden 2 Adern nach oben genutzt um den DSL-Anschluss dort zu realisieren. Bisher wurde für das Heimnetzwerk PowerLine von Devolo benutzt.

Geplante Maßnahmen:
Grundlegend möchte ich ein ausbaufähiges Gigabit-Heimnetzwerk realisieren. Dazu soll zuerst einmal der private Bereich des Hauses mit Kabeln ausgestattet werden, die ich dann im Hauswirtschaftsraum patche und mit dem Switch verbinde. Hier soll dann auch die FritzBox angeschlossen werden, da der neue VDSL 50-Anschluss IP-basiert ist und dementsprechend der Router in Nähe der Telefonanlage aufgestellt werden sollte. Der geschäftliche Anschluss /Bereich bleibt bei ISDN und soll vorerst nicht ins Heimnetzwerk eingegliedert werden (aus Gründen der möglichen Ausfallzeit). Dies soll aber später möglich sein.
Zuerst möchte ich 3 evtl. 4 Stationen in das Heimnetz einbinden:

    - Kellerbüro (grenzt quasi direkt an den Hauswirtschaftsraum)
    - Wohnzimmer (direkt eine Etage über dem HWR)
    - Büro OG
    - evtl. Flur EG um dort einen WLAN-AP zu installieren

Im Flur EG und Kellerbüro müsste auch nach der Maßnahme ein Telefonanschluss zugänglich sein. Ich bin mir nicht sicher, ob ich ein Netwerkkabel Cat 7a o.ä. zusammen mit einem Kabel für ISDN durch das M20-Leerrohr bekomme. Bei den anderen Stationen ersetze ich einfach das bestehende ISDN-Kabel bzw. ziehe ein neues Kabel ein.

Für VDSL 50 würde ich dann den Router über S0 mit der TK verbinden, damit an der bestehenden ISDN-Konfiguration nichts geändert werden muss.

Geplante Hardware:
Bisher dachte ich an folgende Komponenten:

    - Verlegekabel: Leoni Kerpen MegaLine F10-120 S/F flex 4x2xAWG 26/7 PIMF (Cat 7a, Klasse Fa)
    - Patchfeld: BTR C6A modul 6 Port 180° 3HE 7TE (evtl. 2x) (Cat 6a, IDC)
    - Dose UP: C6Amodul 2 Port 180°M UP0 (das sollte zu meinen aktuellen Abdeckungen von GIRA passen) (Cat 6a, IDC)
    - Switch: hier bin ich mir noch unsicher, dazu später mehr

Wie vielleicht auffällt möchte ich auf die mögliche Ausrichtung auf 10 Gigabit-Ethernet setzen. Vielleicht ist es aktuell übertrieben derartige Kabel und Komponenten zu installieren, ich will mir aber die Option offen lassen.

Fragen:

    1. Da das meine erste Installation in diese Richtung wird: Würdet ihr das selbst machen? Oder die Kabel vom Eli legen lassen und auflegen?

    2. Wie viele Kabel soll ich pro Leerrohr und Dose durchlegen? Ich habe Bedenken bezüglich der M20-Leerrohre.

    3. Wo würdet ihr die Komponenten im HWR installieren? Ich besitze bisher keinen Netzwerkschrank. Ich dachte entweder in den Stromkasten (Patchfeld und Switch) oder auf einem Wandregal neben der TK.

    4. Was sagt ihr zu den von mir gewählten Komponenten? Passt das so? Sollte ich mich vielleicht lieber nach einem größeren Patchfeld umsehen? Oder nach anderen Herstellern? Bezüglich der Kabel habe ich mir dieses ausgesucht, da es nicht so dick ist und einen guten Biegeradius hat.

    5. Der Switch: Hier bin ich mir noch unsicher. Managed oder Unmanaged? Layer-2 oder Layer-3? Welche Produkte könnt ihr mir hier empfehlen?

    6. Das Wichtigste: Wird die von mir hier gezeigte Konfiguration auch die Grenzen von Gigabit auslasten? Mir ist eine hohe Performance sehr wichtig, vor allem, da wahrscheinlich nicht mehr wie ein Kabel pro Raum liegen kann.

So, ich denke das wärs erst einmal icon_wink.gif Die Hälfte hab ich garantiert vergessen. Schreibt mir einfach, was ihr bisher von der Planung denkt.

Grüße,
biosmanager
CT2
Switchaufsteller


Anmeldungsdatum: 10.06.2011
Beiträge: 678

BeitragVerfasst am: Mo Jul 28, 2014 3:24 am    Titel: Re: Heimnetzwerk-Sanierung

Hallo biosmanager,

da hast Du jetzt aber sehr viel Text geschrieben ...


biosmanager hat folgendes geschrieben::
Leitungstechnisch nehme ich an, dass Cat 3 Kabel verlegt wurden, genau kann ich das nicht sagen.

Mit Vermutungen ist niemandem geholfen. Bevor man also ein größeres Projekt dieser Art angeht, macht man zuerst eine umfassende Analyse und Bestandsaufnahme und vor allem macht man sich gründlich ergänzend zu den Anfragen hier im Forum schlau: Wikipedia: Cat-3-Kabel


biosmanager hat folgendes geschrieben::
Es handelt sich aber um Kabel mit 4 Doppeladern.

Bitte mal eine Dose öffnen und ein Foto hier einstellen!


biosmanager hat folgendes geschrieben::
Grob geschätzt handelt es sich in den Wänden um M20-Leerrohe.

Auch diese Vermutung hilft leider überhaupt nicht weiter! - Die Typangabe "20" bzw. "M20" bezieht sich auf den Außendurchmesser. Eine "20er" FBY-EL-F Highspeed hat z. B. einen Innendurchmesser von 14,9 mm, reicht also meist nicht für Duplex-Netzwerkkabel. Für zwei Leitungen braucht man meist das M25, um auf der sicheren Seite zu sein.


biosmanager hat folgendes geschrieben::
Bisher wurde für das Heimnetzwerk PowerLine von Devolo benutzt.

Ja, das taugt wirklich nix!


biosmanager hat folgendes geschrieben::
Ich bin mir nicht sicher, ob ich ein Netwerkkabel Cat 7a o.ä. zusammen mit einem Kabel für ISDN durch das M20-Leerrohr bekomme.

Okay, einfach ausprobieren. Besser wäre aber, wenn Du 2 Netzwerkkabel einziehen würdest/köpnntest, denn das ist Standard. Und über die Netzwerkkabelstrecke kannst Du (vorerst) auch direkt Dein ISDN-Signal schicken (und später dann eben komplett auf Netzwerk/IP wechseln).


biosmanager hat folgendes geschrieben::
- Verlegekabel: Leoni Kerpen MegaLine F10-120 S/F flex 4x2xAWG 26/7 PIMF (Cat 7a, Klasse Fa)

Ja, das ist ein sehr gutes Netzwerkkabel. - Eigentlich ist das Draka UC900 HS23 Cat.7 für die meisten Anwendungsfälle ausreichend (ansonsten wird hier eben immer das Draka UC900 SS23 Cat.7 bzw. Draka Installationskabel Cat.7 UC900 100m empfohlen). Das HS23 ist dann nochmal ein kleines bisschen weniger starr, wie die meisten anderen üblichen Cat.7-Verlegekabel, und eigentlich immer recht günstig zu bekommen (Google-Suche).


biosmanager hat folgendes geschrieben::
Vielleicht ist es aktuell übertrieben derartige Kabel und Komponenten zu installieren, ich will mir aber die Option offen lassen.

Nein, das ist nicht übertrieben. Die Verkabelung mit Dosen/Patchfeld kann man schon 10 Gigabit-tauglich auslegen, die aktiven Komponenten werden derzeit aber noch in Gigabit ausgeführt.


biosmanager hat folgendes geschrieben::
1. Da das meine erste Installation in diese Richtung wird: Würdet ihr das selbst machen? Oder die Kabel vom Eli legen lassen und auflegen?

- Von wie vielen Kabelstrecken sprechen wir hier insgesamt?
- Hast Du einiges an Freizeit oder arbeitest Du recht viel und verdienst vielleicht auch dementsprechend ordentlich?


biosmanager hat folgendes geschrieben::
2. Wie viele Kabel soll ich pro Leerrohr und Dose durchlegen? Ich habe Bedenken bezüglich der M20-Leerrohre.

Ideal wären 2, daher würde ich mir die Mühe machen, ein Cat.7-Verlegekabel zu finden, welches einen geringen Außendurchmesser hat, so wie z. B. das vorgenannte Draka UC900 HS23, welches "nur 7,3 mm dick ist".


biosmanager hat folgendes geschrieben::
3. Wo würdet ihr die Komponenten im HWR installieren? Ich besitze bisher keinen Netzwerkschrank.

Dann solltest Du jetzt hierfür einen vorsehen und diesen auch zuerst installieren.


biosmanager hat folgendes geschrieben::
Ich dachte entweder in den Stromkasten (Patchfeld und Switch)

Das ist totaler Murks!


biosmanager hat folgendes geschrieben::
oder auf einem Wandregal neben der TK.

Das geht zur Not auch, dennoch hat es diverse Nachteile, siehe dieser Thread: Netzwerk im Fertigteilhaus selbst legen (insbes. Foto auf Seite 2 icon_sad.gif)


biosmanager hat folgendes geschrieben::
4. Was sagt ihr zu den von mir gewählten Komponenten? Passt das so?

Ja, soweit ich das derzeit beurteilen kann ...


biosmanager hat folgendes geschrieben::
5. Der Switch: Hier bin ich mir noch unsicher. Managed oder Unmanaged? Layer-2 oder Layer-3? Welche Produkte könnt ihr mir hier empfehlen?

Ich würde zu einem Smart-managed Layer-2-Switch greifen ...


biosmanager hat folgendes geschrieben::
6. Das Wichtigste: Wird die von mir hier gezeigte Konfiguration auch die Grenzen von Gigabit auslasten?

Ja, wenn alles sehr sauber verlegt, montiert und angelegt ist. - Nein, wenn Du das zum ersten Mal (selbst) machst ...


Einen ganz guten Eindruck bezüglich Deines Vorhabens erhältst Du u. a. durch diese Threads und die jeweils darin verlinkten Artikel:
- Planung einer strukturierten Verkabelung
- Netzwerk im Neubau
- Netzwerk in neuer Eigentumswohnung
- Altbau: Netzwerk Teilverkabelung
- Dimensionierung des Netzwerkschrankes
- Netzwerkschrank bestellt - wie geht's weiter mit dem Einbau?
- Netzwerk-Aufbau - Teil II:
- Neubau: Fragen/Absegnung der Installationsplanung
- Frage zur BTR RJ45 Datendose aus dem Shop hier
- BTR Dose - CAT6 oder 6A

Beispiel für ein gutes Cat7-Verlegekabel:
- Draka Installationskabel Cat7 UC900 100m
--> FRÄNKISCHE FBY-EL-F Highspeed (Kunststoff-Wellrohr)
--> FRÄNKISCHE FPKu-EM-F (Kunststoff-Stangenrohr)

Weitere Infos zum Thema "Kabeleinziehen in Leerrohre" etc. findest Du u. a. auch in diesen Threads:
- Nach Hauskauf, Netzwerk planen
- Planung einer strukturierten Verkabelung

Beispiel für gute Cat6-Netzwerkdosen
- BTR RJ45 Datendose C6 Cat6 2fach Unterputz (LSA-Anlegetechnik)
oder
- BTR RJ45 Anschlussdose Cat6a 2fach Unterputz (IDC-Klemme)

Für die Installation benötigtes Werkzeug (beispielhaft)
- LSA Anlegewerkzeug, Standard (nur für LSA-Anlegetechnik)
- Seitenschneider/Drahtschneidezange (nur für IDC-Klemme)
- Twisted Pair Abisoliergerät
- Hobbes Netzwerkkabeltester LANtest


Tipps, Infos und auch eine Auflistung des Materials bzw. der benötigten Werkzeuge zur Realisierung einer richtigen Netzwerkverkabelung findest Du hier in den Artikeln von Glasfaserinfo.de:
- Heimnetzwerk - Planung und Aufbau
- Netzwerkverkabelung - Auswahl der Materialien
- Die Installation - Netzwerkkabel vorbereiten
- Die Installation - Netzwerkkabel auflegen (mit dem LSA-Anlegewerkzeug)

Wie die optimale Vorgehensweise bei Deinem Vorhaben ist, wie man so etwas plant, und was bei einer Wohnungs-, Haus- oder Gebäudeverkabelung noch zu beachten ist, findest Du alles im folgenden Artikel umfassend und gut strukturiert dargelegt:
Technische Infrastruktur für ein eigenes Haus


Gruß.
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