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Ärger mit Verkabelung im Neubau - Nur 10 Mbit bei Cat7  
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Autor Nachricht
hs
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 16.01.2015
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Fr Jan 16, 2015 10:44 am    Titel: Ärger mit Verkabelung im Neubau - Nur 10 Mbit bei Cat7

Hallo,

würde mich freuen, wenn ich zu meinem Problem von berufener Stelle ein Feedback bekäme icon_wink.gif

Wir sind in eine Neubauwohnung eingezogen. Es war nur eine Lan-Dose im Wohnzimmer vorgesehen. Ich habe extra in jedes Zimmer zusätzliche Dosen mit Cat7-Verkabelung beauftragt. Im Elektroplan sind die Dosen mit 2xLAN eingezeichnet.

Verbaut wurden Standarddoppeldosen RJ45 von BTR. Nach dem Einzug musste ich feststellen, dass jeweils nur von einem Anschluss aus den Dosen im Verteilerkasten (Hutschiene) Daten ankommen, obwohl für alle Ports Anschlüsse im Verteilerkasten verbaut wurden.

Ein Gespräch mit dem vom Bauherrn beauftragten Elektriker hat ergeben, dass er das Kabel aufgeteilt hat und jeweils ein Anschluss der Doppeldose zum Datenverkehr und eines für Telefonie verkabelt hat. Er meinte, dass dies so ausgeschrieben war und dies auch so üblich sei. Seiner Aussage nach kommen auf der Datenbuchse 10 MBit an und dies sei auch in den anderen Wohnungen so vorgegeben gewesen.

Nun meine Fragen:
1. Wenn der Elektriker das Kabel für Telefonie und Datenverkehr aufgeteilt hat, warum kommen nur 10 MBit an? Bei vier Adern müssten es doch eigentlich 100 MBit sein, oder?

2. Ich wollte keine Telefondosen in den Zimmer, da alles über VoIP laufen sollte. Trotzdem die Frage: Für Telefonie braucht es doch eigentlich einen Bus, oder?

3. Wenn im Elektroplan 2xLAN pro Anschluss steht und man Cat7 beauftragt, dann sollte man doch auch von zwei Kabeln pro Dose ausgehen können, oder? Im Elektroplan sieht man keine Kabel, nur die Dosen. (Schon klar, ist Spekulation. Aber was verbauen die hier anwesenden Elektriker / Netzwerktechniker denn üblicherweise in solchen Projekten?)

Ich bin gegenüber dem Bauherrn auf dem Standpunkt, dass die zwei Kabel pro Dose verlegen müssen. Die Dosen sind zum Teil in Leichtbauwänden, zum Teil im Beton. Ich gehe davon aus, dass die Wände erneut aufgestemmt werden müssen.

Für die Antworten schon mal vielen Dank im voraus!

Gruß

Jörg
Patchi
Kabeltester


Anmeldungsdatum: 13.06.2010
Beiträge: 365
Wohnort: zu Hause

BeitragVerfasst am: Fr Jan 16, 2015 6:15 pm    Titel:

Es wird immer an der verkehrten Stelle gespart.
Dazu kommt noch das Unwissen der Bauausführenden.

Ob es noch möglich ist, zweite Kabel nachzuziehen, kann ich nicht beurteilen.
Als Schadensbegrenzung könnte man die Adern alle auf eine Seite der Doppeldosen auflegen.
Damit wäre Gigabit-Netzwerk möglich.
Notfalls könnte man bei Bedarf daran Switche anschließen.

Für die Telefonie findet sich vielleicht auch noch eine DECT-Lösung.
Die Basisstation aufgestellt in der Nähe des zentralen Verteilpunktes.
Weitere zusätzliche Handapparate mit Ladeschalen in den Zimmern verteilt.

icon_idea.gif

zu 1.: 100 Mbit/s
zu 2.: bei ISDN = Bus, bei POTS = Sternverkabelung
zu 3.: halb beschaltete Dosen sind nicht akzeptabel
pirax
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 08.10.2014
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: Sa Jan 17, 2015 12:15 am    Titel:

Ich würde auch die Adern jetzt nochmal lieber auf einem Port auflegen. Für den schlimmsten Fall kannst du immer noch einen Kabel sharing Adapter reinhängen wenn du wirklich 2 Ports brauchst.
Gang und gebe ist sowas tatsächlich bei so manchem Elektriker... Das ist wirklich grausam.
Hab das schon im diversen Neubauten erlebt.
Patchi
Kabeltester


Anmeldungsdatum: 13.06.2010
Beiträge: 365
Wohnort: zu Hause

BeitragVerfasst am: So Jan 18, 2015 3:39 pm    Titel:

Mit dem Sharing der Adern hat er aber nur zweimal 100 Mbit/s.
Mit der vollständig beschalteten RJ45-Buchse und einem 4er Switch dran
ist es wenigstens von der Struktur her ein Gigabit-Netz.
jela
Kabeltester


Anmeldungsdatum: 29.06.2009
Beiträge: 316

BeitragVerfasst am: Mo Jan 19, 2015 1:57 pm    Titel:

hs hat folgendes geschrieben::
Wir sind in eine Neubauwohnung eingezogen.

Als Mieter oder als Eigentümer?

Zitat:
Es war nur eine Lan-Dose im Wohnzimmer vorgesehen. Ich habe extra in jedes Zimmer zusätzliche Dosen mit Cat7-Verkabelung beauftragt. Im Elektroplan sind die Dosen mit 2xLAN eingezeichnet.

Verbaut wurden Standarddoppeldosen RJ45 von BTR. Nach dem Einzug musste ich feststellen, dass jeweils nur von einem Anschluss aus den Dosen im Verteilerkasten (Hutschiene) Daten ankommen, obwohl für alle Ports Anschlüsse im Verteilerkasten verbaut wurden.

Ein Gespräch mit dem vom Bauherrn beauftragten Elektriker hat ergeben, dass er das Kabel aufgeteilt hat und jeweils ein Anschluss der Doppeldose zum Datenverkehr und eines für Telefonie verkabelt hat. Er meinte, dass dies so ausgeschrieben war und dies auch so üblich sei. Seiner Aussage nach kommen auf der Datenbuchse 10 MBit an und dies sei auch in den anderen Wohnungen so vorgegeben gewesen.
...
3. Wenn im Elektroplan 2xLAN pro Anschluss steht und man Cat7 beauftragt, dann sollte man doch auch von zwei Kabeln pro Dose ausgehen können, oder? Im Elektroplan sieht man keine Kabel, nur die Dosen. (Schon klar, ist Spekulation. Aber was verbauen die hier anwesenden Elektriker / Netzwerktechniker denn üblicherweise in solchen Projekten?)

Ich bin gegenüber dem Bauherrn auf dem Standpunkt, dass die zwei Kabel pro Dose verlegen müssen.

Entscheidend ist, was wurde zwischen Dir und dem Eigentümer/Vermieter/Bauträger vereinbart. Was wurde hier wie schriftlich fixiert? Das gilt auch für die zusätzlichen Installationen von Anschlussdosen. Gibt es da keine nähere Festlegung zur Qualität, kann man sicher vom "anerkannten Stand der Technik" ausgehen. Heranziehen kann man hierfür die DIN EN 50173-4:
Zitat:
DIN EN 50173-4
Informationstechnik - Anwendungsneutrale Kommunikationskabelanlagen - Teil 4: Wohnungen
Enthält ergänzend zur Grundlagennorm DIN EN 50173-1 die Vorgaben, die speziell bei der Verkabelung von Wohngebäuden zu beachten sind, einschließlich der vorzusehenden Anschlusszahl.


Die Norm selbst ist nicht einfach kostenfrei zu bekommen, es finden sich aber einige Informationen im Netz. Da Du von Anschlüssen im Verteilerkasten (Hutschiene) sprichst, könntest Du Dir mal die Informationen von "Hager", einem Herstellers aus dem Bereich Elektro-Installationslösungen, ansehen: http://www.malinowski.de/documents/DIN_EN_50173

jela
hs
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 16.01.2015
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Di Jan 20, 2015 11:06 am    Titel:

Zitat:

Als Mieter oder als Eigentümer?

Eigentum.

Zitat:
Entscheidend ist, was wurde zwischen Dir und dem Eigentümer/Vermieter/Bauträger vereinbart. Was wurde hier wie schriftlich fixiert? Das gilt auch für die zusätzlichen Installationen von Anschlussdosen. Gibt es da keine nähere Festlegung zur Qualität, kann man sicher vom "anerkannten Stand der Technik" ausgehen. Heranziehen kann man hierfür die DIN EN 50173-4:
Zitat:
DIN EN 50173-4
Informationstechnik - Anwendungsneutrale Kommunikationskabelanlagen - Teil 4: Wohnungen
Enthält ergänzend zur Grundlagennorm DIN EN 50173-1 die Vorgaben, die speziell bei der Verkabelung von Wohngebäuden zu beachten sind, einschließlich der vorzusehenden Anschlusszahl.

Fixiert wurde der Einbau von Doppeldosen und im Elektroplan stand jeweils 2xLAN. Der Streit ist nun, ob das ein Kabel pro Dose oder eines pro Port bedeutet.


Zitat:
Die Norm selbst ist nicht einfach kostenfrei zu bekommen, es finden sich aber einige Informationen im Netz. Da Du von Anschlüssen im Verteilerkasten (Hutschiene) sprichst, könntest Du Dir mal die Informationen von "Hager", einem Herstellers aus dem Bereich Elektro-Installationslösungen, ansehen: http://www.malinowski.de/documents/DIN_EN_50173

Danke für den Hinweis. Hier sind ja in den Diagrammen immer zwei Kabel eingezeichnet. Selbst wenn es sich um Telefon und LAN handelt.

Ich vermute mal, so eine Norm ist nur eine Empfehlung, oder?
hs
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 16.01.2015
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Di Jan 20, 2015 11:10 am    Titel:

Patchi hat folgendes geschrieben::
Es wird immer an der verkehrten Stelle gespart.
Dazu kommt noch das Unwissen der Bauausführenden.

zu 1.: 100 Mbit/s
zu 2.: bei ISDN = Bus, bei POTS = Sternverkabelung
zu 3.: halb beschaltete Dosen sind nicht akzeptabel

Ich hab jetzt ca. 7 MB/s gemessen, also 100 Mbit, aber nicht wirklich performant. (Gemessen mit 5 GB-Datei vom MacBook an Buffallo NAS über Gigabitswitch). Erstaunlich, dass der Elektriker selbst nicht weiß, was er da verbaut hat.
Hanswurst123
Kabeltester


Anmeldungsdatum: 13.04.2006
Beiträge: 262

BeitragVerfasst am: Do Jan 22, 2015 4:24 pm    Titel:

Hi HS,

ich kenne Kabelsharing nur als Relikt alter Zeiten, heutzutage sicherlich nur noch als Behelfslösung, Notlösung.

Definitiv nicht bei einem Neuvorhaben!

Die Aussage "das ist so üblich", stimmt also definitiv nicht - es ist definitiv UNüblich!

Sowas passiert, wenn der "Schuster" nicht bei seinen "Leisten" bleibt.

Ich habe regelmäßig Baupläne in den Händen. Wenn dort 2xLAN gefordert wird, werden 2 Leitungen verlegt.

Nie würde ich (oder jemand anderes aus dem Fachbereich) auf die Idee kommen, Anschlussdosen nur halb zu beschalten.

Grundsätzlich kannst du also davon ausgehen und auch argumentieren, dass der Elektriker entgegen dem Standart agiert hat.

Ob das der Planer oder Elektriker zu verantworten hat, weiß ich nicht.

Vielleicht liest du dich ein wenig ein, und stellst den Elektriker mal auf die Probe...einfach mal fragen, nach welcher Norm er denn das Netz erstellt hat?

In welcher Norm steht, dass Anschlussdosen nur halb beschaltet werden.

Nach welcher Messmethode er das LAN eingemessen hat, mit welchem Gerät? Frag nach den Messprotokollen.

Schnapp dir ein BTR-Anschlussplan (sollte es irgendwo im Netz geben) und schraub mal ne Dose auf.

Würde mich nicht wundern, wenn da die Verdrallung nicht sauber ist, die Paarschirmung abgeschnitten u.ä.

Dann nochmal alle Parteien rankarren und fragen, wieso er sich nicht an die Anschlussvorgaben des Herstellers gehalten hat?

Ich denke, dass du den Elek ganz schnell in Erklärungsnot bringen kannst.

Viel Erfolg!
broecker
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 06.09.2008
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Mo Mai 25, 2015 8:04 pm    Titel: Tatsächlich aber Cat7-Kabel?

leider habe ich auch schon solche Elektriker erlebt, eine Norm läßt sich dafür sicher nicht finden...
Aber: einen Hoffnungsschimmer gibt es, der hier bei der Beratung m.E. übersehen wurde:
Wenn Du Cat7 bekommen hast, gehen durch das Kabel an sich 10Gbit und durch die größere Faser- und Mantelstärke der einzelnen Adern sind normale Cat5(e)-Dosen schlecht zum Auflegen von Cat7-Kabel geeignet (daher im Ergebnis vielleicht auch schlechter als 100Mbit).
Das heißt dann, die Dosen gleich durch Cat6 ersetzen, dabei das gespaltene Kabel sauber zurückschneiden (?!), nur auf einer Einzelseite auflegen und dann VoIP und PC-Netze nach Herzenzlust darüber leiten. - Mit mehr Switchen als erhofft, aber besser als Wand aufstemmen.
Sollte allerdings der "E-xperte" auch noch Geld gespart haben, würde er sich gesagt haben, 100Mbit - da reicht ja Cat5e.
Das sollte aber am Patchpanel bzw. dem sichtbaren Kabelmantel schon ablesbar sein.
HG
Mark
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