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CAT7-Leitung langsamer als parallel verlegte CAT6-Leitung  
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Remaster
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 16.09.2015
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Mi Sep 16, 2015 9:30 pm    Titel: CAT7-Leitung langsamer als parallel verlegte CAT6-Leitung

Hallo,
in der Netzwerkszene bin ich absoluter Neuling, ich komme aus der Analog-Telefonie/ISDN-Welt der frühen 1990er-Jahre - nur damit Ihr wisst, was ich technisch auf der Pfanne habe.

Nichtsdestotrotz, mit Tipps und Erfahrungsberichten aus diesem Forum (Danke an alle!) gelang es mir ein kleines LAN-Netzwerk aufzubauen: Thomson Kabel-Modem (Vorgabe vom Netzbetreiber) im Keller, Fritzbox 7490 in der Wohnung und - am S0-Bus der Fritzbox - die alte ISDN-Anlage T-Concept XI520 im Keller. Ein PC und ein so genannter Smart-TV sind via CAT7-Leitung/CAT6-Dosen an die Fritzbox angeschlossen.

Eigentlich funktioniert alles, auch die ISDN-Anlage. Aber ein "Phänomen" ist für einen Logiker wie mich nicht nachzuvollziehen: der CAT7-Kabel/CAT6-Dosen-Strang zwischen Modem und Fritzbox (ca. 18 m) hat eine geringere Datenleistung (Modemanzeige: grün) als ein parallel verlegter CAT6-Kabel/CAT6-Dosen-Strang (Modemanzeige: blau)!
(Modem signalisiert Datentransferrate: blau = sehr gut, grün = gut)
Wenn es da überhaupt einen Unterschied geben sollte, dann sollte das doch umgekehrt sein, oder liege ich da falsch?

Nun wird die berechtigte Frage auftauchen: warum zieht jemand zwei LAN-Strippen zwischen Modem und Router, wenn eine völlig ausreicht? Ganz einfach: weil der örtliche Handwerker, von dem ich immer sämtliches Installationsmaterial hole, just an dem Tag, als die Modem-Router-Strippe unbedingt gezogen werden musste, nur noch 20 m CAT6-Kabel im Lager hatte. Als dann ein paar Tage später, wie ursprünglich vorgesehen, CAT7-Kabel zur Verfügung stand, war es im Zuge der restlichen Strippenzieherei nur ein wenig Arbeit mehr, auch für die Modem-Router-Verbindung ein CAT7-Kabel bereitzustellen. Außerdem schien und scheint es mir sinnvoll zu sein, in einem neu angelegten LAN-Netzwerk nur Kabel der gleichen Güte zu verwenden, zu mal ich die Verbindung zwischen Modem und Router für die wichtigste halte; nun gut, jetzt kennt Ihr die Geschichte der zwei Leitungen, wo nur eine notwendig gewesen wäre.

Wie finde ich heraus, warum die eigentlich schnellere CAT7-Leitung die langsamere ist und wie ändere ich das?
NurSoMal
Kabeltester


Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: Do Sep 17, 2015 1:34 pm    Titel:

Hallo Remaster

- Verwendest Du beim Leitungswechsel die gleichen 2 Patchkabel ?
- Sind die RJ45 korrekt aufgelegt ?
dann:
1. Ein einfacher Wiremap-Test: Pin 1 nach Pin 1 usw. bis Pin 8. <-auch mit den 2 Patchkabel
2. Ab jetzt wird ein Qualifizierungs- /Zertifizierungsgerät (kann auch den Wiremap-Test) für universelle Kommunikationsverkabelung benötigt, vielleicht bei einem Elektrounternehmer erhältlich. Erst mit Diesem wird die Qualität und Geschwindigkeit ersichtlich.

Grüsse
Remaster
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 16.09.2015
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Do Sep 17, 2015 9:16 pm    Titel:

Hallo NurSoMal,
Danke, dass Du Dich mit meinem Problem beschäftigst.
Beim Leitungswechsel verwende ich stets dieselben Patchkabel, die Dosen der beiden Leitungen liegen sowohl beim Modem als auch beim Router direkt nebeneinander.
Ob die RJ45 korrekt aufgelegt sind? - Meinst Du damit die RJ45-Stecker der Patchkabel oder die PINs der Dosen? Hinweis: Die Netzwerkkabel aller Anschlussdosen sind nach Norm TIA 568 B aufgelegt. Beim Auflegen bemühte ich mich immer, von der Abschirmung so viel wie möglich an den Drähten zu lassen.
Was ist ein WIREMAP-Test? Beide Leitungen habe ich mit einem einfachen Kabeltestgerät mehrfach vor- und zurückgeprüft (also Empfänger und Sender vertauscht, auch die beiden Patchkabel) und keine Fehlermeldung bekommen, belegungsmäßig scheint alles richtig zu sein. Weil ich mich noch wunderte, dass weder beim Sender noch beim Empfänger des Kabeltesters die neunte LED "GRD" leuchtete, rief ich bei der Hotline an. Antwort: das Nicht-Leuchten der GRD-LED sei bei RJ45-Verbindungen nicht von Bedeutung.
Es wär' halt so schön einfach gewesen, wenn ich meinetwegen beim Belegen irgendeinen Draht vertauscht hätte, der Tester zeigt mir welchen bzw. welche, ich richte das, und gut ist. Offenbar muss ich nun größere Geschütze auffahren, sprich ein Qualifizierungs- /Zertifizierungsgerät besorgen.
Gibt es nicht vielleicht ein spezielles Programm oder ähnliches, das man auf zwei PC installiert und die an die beiden zu prüfenden Datenleitungen hängt, und die messen dann das Gleiche raus wie ein Qualifizierungs- /Zertifizierungsgerät ?
NurSoMal
Kabeltester


Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: Fr Sep 18, 2015 7:56 am    Titel:

Hallo Remaster

Mit Deinem "einfachen Kabeltestgerät" hast Du den Wire Map Test erledigt.
Mit PC-Programmen kannst Du einen Belastungtstest durchführen, zeigt die Datentransferrate an.
Alle einfachen Eingrenzungen hast Du erledigt und für Gut befunden.
Somit wird's aufwendig: für die Analyse der passiven physikalischen Verkabelung benötigst Du ein Qualifizierungs- /Zertifizierungsgerät.

z.B. ein Zertifizierungsgerät für universelle Kommunikationsverkabelungen misst in der Summe 48 Messkurven mit jeweils bis zu 1600 Messpunkten, zusätzlich werden weitere Werte aus Messpunkten berechnet.
Als Ergebnis aller Messungen und Berechnungen erhält man eine komplexe Aussage über den gemessenen Link mit über 100'000 Hochfrequenzmesspunkten !
icon_cry.gif und auf dem Messprotokoll sieht man nur die schlechtesten Werte icon_cry.gif

Grüsse
Remaster
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 16.09.2015
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Fr Sep 18, 2015 9:20 pm    Titel:

Hallo NurSoMal,
es sieht in der Tat so aus, dass ich nur mit einem Qualifizierungs- /Zertifizierungsgerät wirklich weiterkomme.
Welche Qualifikation braucht man, um so ein Qualifizierungs- /Zertifizierungsgerät richtig bedienen zu können? Wo sind solche Teile zu bekommen bzw. auszuleihen?

Du stimmst mir sicher zu: den PC-Test der Datentransferrate kann ich mir eigentlich schenken, denn ich weiß ja von der Status-LED am Modem, dass der Transfer beim CAT7-Strang schlechter ist als auf der CAT6-Leitung.

Trotzdem heute ausgetüftelt: interessant finde die Größenordnung des Unterschieds, auf die mir eine als Energiesparfunktion der Fritzbox gedachte 1 Gbit/s / 100 Mbit/s -Wahlmöglichkeit der LAN-Anschlussleistung einen Hinweis gibt: bei der "schnellen" CAT6-Leitung, auf "Power Mode 1 Gbit/s" eingestellt, kommt die hohe Leistung offenbar beim Modem an und umgekehrt, darum LED blau.
Wiederhole ich die Prozedur mit der "langsamen" CAT7-Leitung, bringt der 1 Gbit/s-Power Mode nichts als unnötigen Energieverbrauch, die Link-LED am Modem leuchtet grün, also gehen da maximal 100 Mbit/s durch. Das wäre demnach Faktor zehn langsamer.
Nicht schlecht für einen Analog-Opa wie mich?
NurSoMal
Kabeltester


Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: Mo Sep 21, 2015 12:58 pm    Titel:

Hallo Remaster

Wie schon erwähnt kannst Du ein Qualifizierungs- /Zertifizierungsgerät vielleicht bei einem Elektro- oder Kommunikationsverkabelungsunternehmen ausleihen (wenn sie eins rausgeben da teuer). Sind Menu-gesteuert. Einstellungen für deinen 1 Gbit/s-Link mit Cat.6-Dosen, zB. bei Fluke DTX1800:
- Drehschalter aus SETUP:
- Paarverdrillt,
Testgrenzwert EN50173 PL Class E <-ist für nur Installation (Dose-Dose), schwarze PL-Messkabel
oder
Testgrenzwert EN50173 Channel Class E <-ist für Installation und beidseitig Patchkabel, Channel/Ch-Messköpfe
- Kabeltyp, UTP (für ungeschirmt) FTP (für geschirmt), Cat.6 oder unter Menupunkt Hersteller Dein Kabeltyp auswählen: damit wird die genaue Länge angezeigt
- Drehschalter aus AUTOTEST
und los...
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