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FTTH Umsetzung  
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WireOnFire
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 11.02.2016
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Do Feb 11, 2016 5:47 pm    Titel: FTTH Umsetzung

Hallo euch,

in unserem Dorf findet derzeitig eine Nachfragebündelung der deutschen Glasfaser Gruppe statt die bei erreichen einer 40% Quote das Glasfasernetz realisieren werden.
All diejenige die sich dabei für einen Vorvertrag (eben innerhalb der Nachfragebündelung) entscheiden, sparen sich die mit 750€ bezifferten Installationskosten und bekommen den Tarif die ersten 2 Jahre vergünstigt.

Da ich natürlich auch zu den potentiellen Kunden gehöre und mich die technische Umsetzung sehr interessiert, würde ich mich freuen, wenn ihr mit mir einmal "die letzte Meile" der technischen Umsetzung durchgehen könntet um zu schauen, ob meine Gedanken dazu überhaupt richtig sind.

Bei unserem Haus handelt es sich um ein Mehrfamilienhaus mit insgesamt 14 Mietparteien, Baujahr 2011, wir wohnen dabei ebenerdig und sind auch die einzige Wohnung, bei der damals großzügig Cat7 Leitung mit mehreren Duplexdosen pro Raum verlegt wurde.

Der Ablauf wie ich ihn mir vorstelle sähe dann folgendermaßen aus:
(Fragen und Unklarheiten meinerseits hänge ich einfach an die betreffenden Abschnitte an)

* Baufirma kommt am Tag X vorbei und öffnet am Bürgersteig zur Wohnung den Boden. (je nachdem, von wo aus die Glasfaser, ausgehend vom KvZ Richtung Wohnung verläuft und wo noch eventuell nutzbare Leerrohre im Boden liegen)
Frage: Was ist beispielsweise wenn keine Leerrohre vorhanden sind? Ist der Aufwand zum verlegen eigener Leerrohre/Pipes dann nicht deutlich über dem veranschlagten Installationsaufwand von 750€?

* Sollten nutzbare Leerrohre vorhanden sein, wird die Glasfaser Richtung Wohnung geblasen und in den Technikraum unseres Kellers geführt, ein eventuell zu bohrendes Kopfloch zur Hauseinführung wird nachher wasserdicht versiegelt.
Frage: Dabei handelt es sich um MM Glasfaser?

* Im Technikraum des Kellers wird eine kleine Spleißbox installiert auf der an die MM Glasfaser ein Pigtail gespleißt wird. SC/LC Pigtail wird auf eine Kupplung in der Spleißbox gesteckt und auf der anderen Seite gehts es dann mit SC/LC LWL Patchkabeln Richtung zu versorgender Wohnung. Die Spleißbox bildet dann quasi den APL.
Frage: Sollte ich der einzige Interessent in unserem Haus sein, wieviele Fasern würde man dann eurer Einschätzung nach verlegen, zwecks Reserve und Mietern, die sich eventuell später mal für einen Glasfaseranschluss entscheiden?

* Sind die LWL Kabel in die betreffende Wohnung verlegt wird ein Medienkonverter in der Wohnung installiert und die Glasfaser mit dem Konverter verbunden, von dort aus dann mit Kupfer Richtung Modem, Switches etc.
(eventuell sind Modem und Konverter auch bereits in einem Gerät kombiniert)
Frage: Sind ganz normal zwei Fasern (Send/Receive) pro Link erforderlich oder werden bei FTTH BiDi Transceiver vewendet, die es ermöglichen über eine Faser zu senden und gleichzeitig zu empfangen?

* An dem Aushub am Bürgersteig wird eine Muffe angebracht die die Glasfaser vom KvZ kommend und die Leitung zu unserer Wohnung verlaufend miteinander verbinden.

Danke vorab für eure freundliche Unterstützung. icon_smile.gif
rezzla
Schrankhinsteller


Anmeldungsdatum: 05.01.2015
Beiträge: 163

BeitragVerfasst am: Do Feb 11, 2016 10:37 pm    Titel: Re: FTTH Umsetzung

WireOnFire hat folgendes geschrieben::

Frage: Was ist beispielsweise wenn keine Leerrohre vorhanden sind? Ist der Aufwand zum verlegen eigener Leerrohre/Pipes dann nicht deutlich über dem veranschlagten Installationsaufwand von 750€?

Definitiv. Aber du kannst dem Kunden ja nicht die Kosten dafür 1:1 aufbürden, dann kommt ja keiner. Sprich: Mischkalkulation.

WireOnFire hat folgendes geschrieben::
Frage: Dabei handelt es sich um MM Glasfaser?

Nein, Singlemode. MM ist für lange Strecken ungeeignet.

WireOnFire hat folgendes geschrieben::
Frage: Sollte ich der einzige Interessent in unserem Haus sein, wieviele Fasern würde man dann eurer Einschätzung nach verlegen, zwecks Reserve und Mietern, die sich eventuell später mal für einen Glasfaseranschluss entscheiden?

Üblich ist eine 100%-Planung, sprich man plant soviel Fasern/Ports, das man alle Wohnungen im Haus versorgen kann. Falls sich die Wohnungsanzahl später ändern/erhöhen sollte kann es sein, das der Anschlusskasten oder das Kabel ins Haus ersetzt werden müssen.

WireOnFire hat folgendes geschrieben::
Frage: Sind ganz normal zwei Fasern (Send/Receive) pro Link erforderlich oder werden bei FTTH BiDi Transceiver vewendet, die es ermöglichen über eine Faser zu senden und gleichzeitig zu empfangen?

Üblich ist BiDi bzw. GPON.

WireOnFire hat folgendes geschrieben::
* An dem Aushub am Bürgersteig wird eine Muffe angebracht die die Glasfaser vom KvZ kommend und die Leitung zu unserer Wohnung verlaufend miteinander verbinden.)

Normal wird da nur das Leerrohr verbunden, das Kabel vom KVz ins Haus kommt erst danach ins Rohr. Jedes Haus hat sein eigenes Leerrohr zum KVz.

Andere Möglichkeiten dafür hab ich auf Messen auch schon gesehen, aber bisher nicht in der Praxis.
WireOnFire
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 11.02.2016
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Do Feb 11, 2016 11:20 pm    Titel:

Hallo rezzla,

erstmal danke für die flotte Beantwortung meiner bisherigen Fragen.

Zitat:

Normal wird da nur das Leerrohr verbunden, das Kabel vom KVz ins Haus kommt erst danach ins Rohr. Jedes Haus hat sein eigenes Leerrohr zum KVz.


Verwendet man dafür üblicherweise die LWL Pipes die dann im inneren eines Leerrohrs verlaufen, wie auf dem folgenden Link zu sehen?
http://www.fleischhauer-cottbus.de/uploads/images/_OTN/300/lwl_speed_pipe_08.jpg
Heißt also, 1xPipe/Faser oder auch 1xPipe/Mietwohnung.
Bei 100%-Planung - wie von Dir angesprochen - wären das bereits 14 Fasern (BiDi) zzgl. Reservefasern also dann tatsächlich eher 28?
Zwar hat der Vermieter sich bereits dahingehend geäußert, das noch Leerrohre im Boden existieren, ich bezweifel aber das dort noch genügend Platz besteht um so viele Glasfaserleitungen aufzunehmen.
rezzla
Schrankhinsteller


Anmeldungsdatum: 05.01.2015
Beiträge: 163

BeitragVerfasst am: Fr Feb 12, 2016 12:58 pm    Titel:

WireOnFire hat folgendes geschrieben::
Verwendet man dafür üblicherweise die LWL Pipes die dann im inneren eines Leerrohrs verlaufen, wie auf dem folgenden Link zu sehen?
http://www.fleischhauer-cottbus.de/uploads/images/_OTN/300/lwl_speed_pipe_08.jpg

Genau. Das Äußere (schwarz bzw. orange-schwarz) ist übrigens kein Leerrohr sondern einfach nur ein aufgebrachter Schutzmantel.

WireOnFire hat folgendes geschrieben::
Heißt also, 1xPipe/Faser oder auch 1xPipe/Mietwohnung.

Falsch, 1x Pipe pro Haus. Pro Pipe gehen 12 Fasern (experimentell sollen auch schon 24 möglich sein).

WireOnFire hat folgendes geschrieben::
Bei 100%-Planung - wie von Dir angesprochen - wären das bereits 14 Fasern (BiDi) zzgl. Reservefasern also dann tatsächlich eher 28?

Soviel Reserve wär ungewöhnlich.

WireOnFire hat folgendes geschrieben::
Zwar hat der Vermieter sich bereits dahingehend geäußert, das noch Leerrohre im Boden existieren, ich bezweifel aber das dort noch genügend Platz besteht um so viele Glasfaserleitungen aufzunehmen.

Schlimmstenfalls wären es 2 Rohre (damit man auf die 14 Fasern kommt) mit je 7mm Durchmesser. Sollte durch jedes bessere Rohr gehen.
WireOnFire
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 11.02.2016
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Fr Feb 12, 2016 8:34 pm    Titel:

Danke für deine Hilfe.
Ich hab nochmal telefonisch gefragt wie es sich mit der Anzahl zu verlegender Fasern verhält in einem Mehrfamilienhaus mit 14 Mietparteien.
Ich hab nicht erwartet darauf unbedingt eine verbindliche Antwort zu bekommen und so war die Auskunft letztendlich auch widersprüchlich. ^^

Erst hieß es von einer Dame am Telefon, es werde am Haus nur die tatsächliche Anzahl notwendiger Fasern verlegt, abhängig davon wieviele Wohnungen eben versorgt werden sollen.
Hinterher hat mir jemand am Telefon dann mitgeteilt, das die Faseranzahl im Vorfeld schon auf die Anzahl der Wohnungen abgestimmt wird.
Man würde dann einfach die nicht benötigten Fasern hinter der Hauseinführung ablegen (in einer Spleißbox) und wenn sich ein Mieter dann doch mal für einen FTTH Anschluss entscheidet eine freie Faser im Keller bis zur Wohnung führen.

Das deckt sich dann auch mit dem was Du gesagt hast.
Ich würde halt gerne im Vorfeld unseren Vermieter mit möglichst genauen Infos versorgen bevor es zur Erschliessung kommt, der ist eben nicht nur Vermieter und Freund sondern auch Architekt und sollte auch noch Pläne vorliegen haben wo und in welcher Größte noch vorhandene Leerrohre in der Erde vergraben sind.
rezzla
Schrankhinsteller


Anmeldungsdatum: 05.01.2015
Beiträge: 163

BeitragVerfasst am: Sa Feb 13, 2016 12:00 pm    Titel:

WireOnFire hat folgendes geschrieben::
Hinterher hat mir jemand am Telefon dann mitgeteilt, das die Faseranzahl im Vorfeld schon auf die Anzahl der Wohnungen abgestimmt wird.
Man würde dann einfach die nicht benötigten Fasern hinter der Hauseinführung ablegen (in einer Spleißbox) und wenn sich ein Mieter dann doch mal für einen FTTH Anschluss entscheidet eine freie Faser im Keller bis zur Wohnung führen.

So ist es üblich.

WireOnFire hat folgendes geschrieben::
Ich würde halt gerne im Vorfeld unseren Vermieter mit möglichst genauen Infos versorgen bevor es zur Erschliessung kommt, der ist eben nicht nur Vermieter und Freund sondern auch Architekt und sollte auch noch Pläne vorliegen haben wo und in welcher Größte noch vorhandene Leerrohre in der Erde vergraben sind.

Dem Architekten kann es eigentlich egal sein, wieviele Fasern ins Haus kommen, er sollte nur wissen, das von jeder Wohnung mittelfristig ein Glasfaserkabel zu dem APL/Spleißbox gehen sollte icon_smile.gif
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