Verfasst am: Di Feb 06, 2007 2:29 am Titel: Suche simplen Proxy mit Cache
Hi,
ich bin auf der Suche nach einem simplen HTTP-Proxy mit Cache.
Zur Vorgeschichte:
Ich administriere das Netz an einer "Dorfschule". Da dort nur ISDN verfügbar ist und alle Schüler eh nur die selben Seiten aufrufen (auch wenn der Zugang zur freien verfügung steht) dachte ich mir, dass ich einen einfachen Proxy mit Cache aufsetze.
Zur Frage:
Die meisten kommerziellen Tools wie WinGate, bzw Open Source Tools wie Squid sind für diesen Zweck viel zu überdimensioniert. Vor allem wenn man bedenkt, dass der vorhandene "Server" schon etwas in die Jahre gekommen ist. Ich suche also einen einfachen (wieklich SEHR einfachen) Proxy welcher als Zusatz einfach nur einen Cache bietet.
Der "Server" (ich muss wenn ich diese "Kiste" Server nenne immer schmunzeln):
P.S.: Wie kann ich die Schulleitung davon Überzeugen dass Linux von vorteil ist? Für Tips diesbezüglich wäre ich sehr dankbar.
IT'ler Mainframeeinrichter
Anmeldungsdatum: 12.03.2006 Beiträge: 1034
Verfasst am: Di Feb 06, 2007 8:35 am Titel:
Ich kann dir jetzt spontan ein paar Alternativen wie Astaro Security Gateway nennen, oder der Collax Security Gateway ist sehr gut. Jana-Server ebenfalls.
tikay.event Mainframeeinrichter
Anmeldungsdatum: 04.03.2006 Beiträge: 6087 Wohnort: Herne-Bay, UK
Verfasst am: Di Feb 06, 2007 10:41 am Titel:
Mir ist kein Proxy bekannt, der unter Win 98 läuft und Caching bietet.
Muss es den Win 98 auf dem Rechner sein und bietet der neben dem Internet auch noch andere Dienste an?
Astaro Security Gateway nennen, oder der Collax Security Gateway ist sehr gut. Jana-Server ebenfalls.
Danke die werde ich mal ausprobieren.
Zitat:
Muss es den Win 98 auf dem Rechner sein
Ich will ja schon seit längerem den Server auf Linux umstellen. Jedoch ist die Schulleitung der Meinung, dass es zu kompliziert und zu unsicher (lachhaft) sei.
Desswegen auch:
Zitat:
P.S.: Wie kann ich die Schulleitung davon Überzeugen dass Linux von vorteil ist? Für Tips diesbezüglich wäre ich sehr dankbar.
Zitat:
auch noch andere Dienste an?
Ja das teil dient auch als Printserver, RAS-Einwahlserver und bedingt als VPN Server. Das alles wäre ohne Probleme auch mit Linux machbar.
MfG,
Flo
Edit: Ich habe mir die Tools jetzt mal angesehen und muss leider sagen, dass sie für den schwachen Server immernoch etwas zu überdimensioniert sind.
tikay.event Mainframeeinrichter
Anmeldungsdatum: 04.03.2006 Beiträge: 6087 Wohnort: Herne-Bay, UK
Verfasst am: Di Feb 06, 2007 11:46 pm Titel:
Schau dir mal IPcop an. Den Printserver kann man meine ich nachrüsten. Läuft einwandfrei auf nem p133 mit 64mb ram.
IPcop kenne ich. Das lief mal auf meinem Heimserver, als mein Router den geist auf gab. Das Problem besteht weiterhin beim Systemwechsel.
Ich habe jetzt JanaServer installiert. Das hat den Rechner zwar an seine Leistungsgrenze getrieben jedoch stellt es mit dem HTTP und FTP Server die Basis für ein schon seit längerem besprochenen Intranet bereit.
Vielen Dank für eure Antworten,
Florian
tikay.event Mainframeeinrichter
Anmeldungsdatum: 04.03.2006 Beiträge: 6087 Wohnort: Herne-Bay, UK
Verfasst am: Mi Feb 07, 2007 12:22 am Titel:
Du musst davon ausgehen, dass die meisten Angst vor unbekanntem haben, und dass ist bei der Schule hat Linux. Bei mir in der Schule ist dass nicht, weil wir uns schon fast als Elite-Schule bezeichnen können. Eher trifft uns aber die Bezeichnung Projektschule. Wenn die Stadt etwas macht, sind wir die ersten, die davon profitieren oder drunter leiden. Wir sind auch die erste Schule hier, die ne komplette Domäne, bzw. ein Active Directory haben während alle anderen noch mit der lokalen Benutzerverwaltung arbeiten.
Irgendwann wird es soweit sein, dass du da nen Linux-Rechner hinstellst.
Du musst davon ausgehen, dass die meisten Angst vor unbekanntem haben
Tja so ist es. Man könnte auch Sagen: "Was der Bauer nicht kennt fr*** er nicht".
Das Problem ist nur: Linux könnte ich den Anforderungen anpassen. Selbst eine der üblichen Distros wie Knoppix würde schon alles mitbringen was ich zur Realisierung des Proxys gebraucht hätte.
Auch habe ich zur Umstellung der Schulrechner auf d**n Small Linux geraten, da dies wesentlich flexibler ist und mit sicherheit auch auf einem P90 - P120, 16MB - 32MB Ram um einiges schneller und vor allem stabiler laufen würde als Windows Me (Müll Edition ).
Da kommen dann nur solch unqualifizierte Argumente wie: "Linux ist viel zu unsicher"; "Für Linux gibt es doch nicht die nötige Software"; "Linux ist viel zu kompliziert" und und und...
Selbst eine Demonstration von DSL auf meinem Laptop hat nicht überzeugt.
Zitat:
Wenn die Stadt etwas macht, sind wir die ersten, die davon profitieren oder drunter leiden. Wir sind auch die erste Schule hier, die ne komplette Domäne, bzw. ein Active Directory haben
Bei euch würd' ich mich sicher wohl fühlen.
Zitat:
Irgendwann wird es soweit sein, dass du da nen Linux-Rechner hinstellst.
Wahrscheinlich erst lange nach Untergang von M$. Die sind hier alle so auf Microsoft fixiert dass mir manchmal die Hutschnur hoch geht.
Nehmen wir mal OpenOffice: Viele Unternehmen setzen bereits OpenOffice ein weil es flexibler ist und Lizenskosten spart. Es kann also nur von Vorteil sein den Schülern den umgang mit diesem Programm zu erläutern. Genauso sieht es mit anderer Software wie z.B. Firefox aus. Selbst in Betrieben wird zunehmend Firefox eingesetzt. Die Schüler müssen aber mit dem IE 5 rumgurken.
Ich habe mit Open Source Software bisher nur gute Erfahrung gemacht. Und auch die ortsansässigen Betriebe für die ich die Computer mitsamt Netzwerk intakt halte sind begeistert davon. So hatte mir eine Sekretärin berichtet, dass sie Funktionen im OpenOffice Writer einfacher findet als in Microsoft Office Word. Auch die Bezeichnungen der einzelnen Menüpunkte weisen besser auf die funktionsweise hin.
Durch einfache Modifikationen konnte ich Programme zudem an die Bedürfnisse der einzelnen Abteilungen und Firmen anpassen.
Ich bin gespannt, wann auch die Schule auf diesen Trichter kommt.
tikay.event Mainframeeinrichter
Anmeldungsdatum: 04.03.2006 Beiträge: 6087 Wohnort: Herne-Bay, UK
Verfasst am: Mi Feb 07, 2007 1:29 am Titel:
Dieser strikte MS Office-Weg führt auch enorm zur Software-Piraterie. Alle lernen MS Office, keiner hats, alle wollen es haben, keiner will es bezahlen und wo bekommt man es her? Richtig.
Das gleiche ist ja auch mit Windows.
Als Businesskunde hab ich hier genug Windows-Lizenzen rumliegen, aber einige Rechner werden demnächst ziemlich hart auf Linux umgestellt.
In meiner Schule gibt es auch nur einen Linux-Rechner und das ist unser Proxy, aber die Entscheidung liegt nicht bei uns, sondern bei der Stadt, die das Ruder übernommen hat. Sonst hätten wir jetzt schon lange XP oder sogar Vista auf den Rechnern und der Server wäre nicht ein simpler Arbeitsplatzrechner und würde unter Windows 2000 laufen, sondern es wäre warscheinlich noch immer ein Netware-Server oder wäre ein Windows 2003 Server.
Leider haben wir da keine Befugnisse mehr.
Ich wünsche dir viel Glück, dass deine Bemühungen irgendwann fruchten werden.
Tja das mit der Softwarepiraterie ist so ne Sache. Ich bin mir SIcher, dass einige der Schüler sich das Office Paket irgendwo gezogen haben, da sie es zum Lernen einfach brauchen.
Mit windows bin ich mir da nicht ganz schlüssig. Die meisten haben nicht so hochmoderne Rechner bzw Ahnung davon. Also kaufen sie sich irgendwo einen und bei den meisten ist ja das aktuelle Windows dabei.
Was sind denn deine Gründe für die Umstellung auf Linux?
Zitat:
Ich wünsche dir viel Glück, dass deine Bemühungen irgendwann fruchten werden.
Danke
tikay.event Mainframeeinrichter
Anmeldungsdatum: 04.03.2006 Beiträge: 6087 Wohnort: Herne-Bay, UK
Verfasst am: Mi Feb 07, 2007 1:43 am Titel:
Ich steige deswegen auf Linux um, weil ich hier das Netzwerk immer auf eine zentrale Struktur umbaue, also alles läuft von einem Server aus. Ich bevorzuge nämlich immer weiter ThinClients und die laufen am besten unter Linux.
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