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Frage zu Glasfaser << Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen >> einkoppelbare Leistung in LWL  
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facere
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 06.09.2008
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: So Dez 27, 2009 11:42 pm    Titel: erdkabelverlegung

Hallo allseits,

ich habe eine Frage bzgl. meines Internet/Telefonanschlusses vom Verteilerkasten zu meinem Haus.

Vor 40 Jahren bekamen wir das Kupferkabel zu uns verlegt (bzw. zum verteilerkasten an dem die haushalte dann angeschlossen wurden)

da es teilweise mehrere jahre dauerte bis die telekom (österreich) mal den hausanschluss gelegt hat, haben wir das damals selbst gemacht und ins fundament eingegossen.

heute stellt sich heraus dass das ein fataler fehler war, aber wer dachte vor 40 jahren an sowas wie internet..

im laufe der jahre wurde diese leitung bei mehreren grabungsarbeiten auch ziemlich stark beschädigt.

inzwischen bekommen wir selbst bei bandbreiten um die 1mbit keine synchrone leitung mehr zu stande (tageszeitabhängig)

erschwerend kommt noch hin zu dass damals diese leitung durch den stromabnehmerkasten geleitet wurde (da dort die ganze leerverrohrung ihren ursprung hatte)


nun hab ich bei der telekom mal angefragt wie das ist wenn ich im zuge von grabungsarbeiten die bei uns durchgeführt werden selbst ein kabel verlegen würde, die sagten es wäre kein problem und ich soll ein kabel ab cat 5 reinlegen.

da ich den nächsten technologiesprung auf glasfaser nicht verpassen will (obwohl mittelfristig wohl nur vdsl verfügbar sein wird) wollt ich auch gleich eine leerverrohrung für glasfaser mitverlegen lassen

jetzt habe ich dazu folgende fragen:

ist die information mit dem cat5 kupferkabel richtig? gibt es da qualitative unterschiede? wird dieses separat neben der evt später eingeblasenen glasfaser in einer leerverrohrung verlegt oder im gleichen rohr?

welche leerverrohrung bzw spezifikation von rohren soll verwendet werden (für glasfaser als auch für kupfer)


danke schon mal für die auskunft!
acid
Switchaufsteller


Anmeldungsdatum: 07.06.2006
Beiträge: 633
Wohnort: Austria

BeitragVerfasst am: Mo Dez 28, 2009 12:11 am    Titel:

Ich verstehe nur Bahnhof. Von wo nach wo willst du ein neues Kabel verlegen?
Fuer Glasfaser ein Leerrohr oder Drainagerohr DN100 , beidseits mit Schaum verschlossen (wasserdicht, sonst Wasser im Keller).
_________________
Dr. lwl. enet. David acid Schmid
facere
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 06.09.2008
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: Mo Dez 28, 2009 1:05 am    Titel:

acid hat folgendes geschrieben::
Ich verstehe nur Bahnhof.


pardon, war etwas viel detailierte information

acid hat folgendes geschrieben::

Von wo nach wo willst du ein neues Kabel verlegen?


von meinem haus, also quasi dem telefonanschluss wos modem drann hängt bis zum verteilerkasten der an der straße gegenüber vom haus steht ca 20m

acid hat folgendes geschrieben::

Fuer Glasfaser ein Leerrohr oder Drainagerohr DN100 , beidseits mit Schaum verschlossen (wasserdicht, sonst Wasser im Keller).


danke icon_smile.gif und für cat5?
tikay.event
Mainframeeinrichter


Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 5369
Wohnort: Herne-Bay, UK

BeitragVerfasst am: Mo Dez 28, 2009 2:31 am    Titel:

Da nimmst du das Kabel und packst das ins gleiche Rohr rein.
http://www.netzwerkprodukte.glasfaserinfo.de/shop/product_info.php/products_id/589
_________________
Dr. lwl. enet. Thomas tikay.event Koch
acid
Switchaufsteller


Anmeldungsdatum: 07.06.2006
Beiträge: 633
Wohnort: Austria

BeitragVerfasst am: Mo Dez 28, 2009 2:35 am    Titel:

Dieses Kabel darfst du nicht selbst verlegen (ausser in Sonderfaellen), das machen Baufirmen im Auftrag der Telekom in der Regel. Cat5 ist auch nicht erlaubt, dafuer musst du ein Fernmeldeerdkabel benutzen. Der Kabelverzweiger ist fuer dich ohnehin Sperrzone, wer da Rangeht muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Im uebrigen ist auch baggern im Bereich des KVz verboten, dazu muss erst ein Vermesser der Telekom kommen und die umliegenden Kabel vermessen.
_________________
Dr. lwl. enet. David acid Schmid
yahel
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 30.12.2009
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: Mi Dez 30, 2009 2:45 pm    Titel: erdkabelverlegung

@ facere

Die derzeitigen Techniken für Hochgeschwindigkeitsnetze für den normalen Kunden, werden immer über Kupfer angebunden. Der Übergang vom Glas zum Kupfer findet in den besagten Verteilerkästen an der Straße statt, wenn diese entsprechend umgerüstet und an ein Glasverteilnetz angeschlossen sind. In einem Umkreis von ca. 500 m Kupferkabellänge ist dann Highspeed möglich. Das vorhandene Zuleitungskabel zum Haus reicht dafür aus.
Der Verteilerkasten gegenüber dem Haus ist nicht Indiz dafür, daß Ihr Anschluß über diesen Verteiler geschaltet ist. Im Haus verlegen Sie Kat5 oder höher.

Auf dem eigenen Grundstück darf jeder graben wo es ihm Spaß macht. Auf öffentlichem Gebiet nur Tiefbauunternehmen. Das hat etwas mit der Wegeunterhaltspflicht und der Gewährleistung nach der Wiederherstellung der Wegeoberfläche zu tun. Die Wegeunterhalts- und Sicherungspflicht geht während der Baumaßnahme auf die Tiefbaufirma über.
facere
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 06.09.2008
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: Sa Jan 02, 2010 4:31 pm    Titel: Re: erdkabelverlegung

yahel hat folgendes geschrieben::
@ facere

Die derzeitigen Techniken für Hochgeschwindigkeitsnetze für den normalen Kunden, werden immer über Kupfer angebunden.


ja, sofern du mit "derzeitige Techniken für Hochgeschwindigkeitsnetze" VDSL (2) meinst.

yahel hat folgendes geschrieben::

Der Übergang vom Glas zum Kupfer findet in den besagten Verteilerkästen an der Straße statt, wenn diese entsprechend umgerüstet und an ein Glasverteilnetz angeschlossen sind. In einem Umkreis von ca. 500 m Kupferkabellänge ist dann Highspeed möglich. Das vorhandene Zuleitungskabel zum Haus reicht dafür aus.
Der Verteilerkasten gegenüber dem Haus ist nicht Indiz dafür, daß Ihr Anschluß über diesen Verteiler geschaltet ist. Im Haus verlegen Sie Kat5 oder höher.


Ja das ist mir klar, der Verteilkasten gegenüber meines Hauses ist mit Sicherheit noch nicht via Glasfaser angeschlossen worden, da seit den 70er Jahren seit der Verteilkasten mit dem Kabelstrang versorgt wurde keine Grabungsarbeiten mehr durchgeführt wurden.

Die aktuell eingesetzte Technik via VDSL2 ist meiner Meinung nach in spätestens 10-15 Jahren ebenfalls wieder überholt, des weiteren sehe ich es als logischer an, falls der Verteilkasten mal über Glasfaser zum Wählamt angeschlossen wird und eine bereits bestehende Leerverrohrung zu meinem Haus besteht, das direkt an Glasfaser angeschlossen wird und nicht über VDSL.

Der Verteilerkasten ist der einzige in mehreren Kilometern Umgebung,also kann mein Haus nur über diesen angeschlossen sein. Außerdem ist da auch immer der Telekom Techniker am werken wenn ein Providerwechsel usw vorgenommen wird.

gut, zu der Fernmeldeerdverkabelung habe ich dann eine Frage,
sobald das Kabel das Haus erreicht bzw. den "Telekom Kasten" muss dieses auf Cat5 oder höher angeschlossen werden? fände ich persönlich unlogisch



yahel hat folgendes geschrieben::

Auf dem eigenen Grundstück darf jeder graben wo es ihm Spaß macht. Auf öffentlichem Gebiet nur Tiefbauunternehmen. Das hat etwas mit der Wegeunterhaltspflicht und der Gewährleistung nach der Wiederherstellung der Wegeoberfläche zu tun. Die Wegeunterhalts- und Sicherungspflicht geht während der Baumaßnahme auf die Tiefbaufirma über.


Ja wie gesagt, das einzige Teilstück der Fernmeldeleitung die sich nicht auf meinem Grundstück befindet (der dicke Kabelstrang vom Verteilerkasten zum Wählamt geht ebenfalls über Teile meines Grundstückes) ist das Stück unter der Gemeindestraße.

Diese Straße wird aber im Zuge eines Kanalisationsanschlusses für ein Haus ohnehin aufgegraben, und da hätte ich Leerverrohrung für Glasfaser als auch für Kupferkabel gerne mit verlegt. Zu mir wurde seitens der Telekom damals gesagt, ich kann alles (sofern das mit der Straße von der Gemeinde genehmigt wird) zum Verteilerkasten leben was ich will. Das ich da den Verteilerkasten nicht rundherum aufgrabe is mir schon klar, dann wären dort halt die Leerrohrenden aus dem Boden neben dem Verteilkasten gestanden.



so ich hoffe das ist jetzt verständlicher..

Update: es läuft gerade eine Anfrage bei der Telekom zwecks koordinierung der Grabungsarbeiten mit der Gemeinde die die Kanalverlegung beauftragt hat.
acid
Switchaufsteller


Anmeldungsdatum: 07.06.2006
Beiträge: 633
Wohnort: Austria

BeitragVerfasst am: So Jan 03, 2010 1:35 pm    Titel:

Naja, wenn sowieso schon alles aufgegraben wird, dann kann du bzw. die Baufirma das Kabel schon verlegen. Wie gesagt, es muss ein Fernmeldeerdkabel sein.
Theoretisch koennte die Leitung zu deinem Haus auch durch die Bauarbeiten an mehreren Stellen beschaedigt werden, dann muesste die Telekom die Leitung ersetzen... (Ja, das soll ein Tipp sein, wie man sich arbeit erspart icon_wink.gif)

Zitat:
sobald das Kabel das Haus erreicht bzw. den "Telekom Kasten" muss dieses auf Cat5 oder höher angeschlossen werden? fände ich persönlich unlogisch

Wat? Wie? Bloedsinn. Theoretisch reicht da gewoehnliches Telefonkabel, du kannst aber natuerlich auch etwas hoeherwertiges benutzen, auch wenn ich persoenlich das sinnlos finde.
_________________
Dr. lwl. enet. David acid Schmid
facere
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 06.09.2008
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: So Jan 03, 2010 2:29 pm    Titel:

acid hat folgendes geschrieben::
Naja, wenn sowieso schon alles aufgegraben wird, dann kann du bzw. die Baufirma das Kabel schon verlegen. Wie gesagt, es muss ein Fernmeldeerdkabel sein.
Theoretisch koennte die Leitung zu deinem Haus auch durch die Bauarbeiten an mehreren Stellen beschaedigt werden, dann muesste die Telekom die Leitung ersetzen... (Ja, das soll ein Tipp sein, wie man sich arbeit erspart icon_wink.gif)


nun, wenn die leitung mittlerweile sowieso schon so beschädigt ist, dass nicht mal mehr telefonieren möglich ist, ist die telekom nicht sowieso verpflichtete das kabel zu ersetzen?

ich weiß nicht mehr genau wie das kabel verlegt wurde, aber ich glaube zu wissen dass die teilnehmeranschlussleitung vom verteilerkasten zum haus gemeinsam mit dem dicken kabel aus dem wählamt zum verteilerkasten zumindest auf kurzer strecke gemeinsam eingegraben wurde (was an und für sich horror ist) und wenn da gegeraben wird dann gibt es für keinen mehr telefon an diesem verteilerkasten- vielleicht forciert das ja den glasfaserumbau icon_wink.gif

aber drauf an kommen würd ichs natürlich nicht lassen.

acid hat folgendes geschrieben::

Zitat:
sobald das Kabel das Haus erreicht bzw. den "Telekom Kasten" muss dieses auf Cat5 oder höher angeschlossen werden? fände ich persönlich unlogisch

Wat? Wie? Bloedsinn. Theoretisch reicht da gewoehnliches Telefonkabel, du kannst aber natuerlich auch etwas hoeherwertiges benutzen, auch wenn ich persoenlich das sinnlos finde.


also höherwertig in dem sinne dass es ab cat 5 ist? es geht mir auch um elektromagnetische abschirmung da wir irgendwie gezwungen werden diese kabel gemeinsam mit stromleitungen zu verlegen
facere
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 06.09.2008
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: So Jan 03, 2010 2:30 pm    Titel:

acid hat folgendes geschrieben::
Naja, wenn sowieso schon alles aufgegraben wird, dann kann du bzw. die Baufirma das Kabel schon verlegen. Wie gesagt, es muss ein Fernmeldeerdkabel sein.
Theoretisch koennte die Leitung zu deinem Haus auch durch die Bauarbeiten an mehreren Stellen beschaedigt werden, dann muesste die Telekom die Leitung ersetzen... (Ja, das soll ein Tipp sein, wie man sich arbeit erspart icon_wink.gif)


nun, wenn die leitung mittlerweile sowieso schon so beschädigt ist, dass nicht mal mehr telefonieren möglich ist, ist die telekom nicht sowieso verpflichtete das kabel zu ersetzen?

ich weiß nicht mehr genau wie das kabel verlegt wurde, aber ich glaube zu wissen dass die teilnehmeranschlussleitung vom verteilerkasten zum haus gemeinsam mit dem dicken kabel aus dem wählamt zum verteilerkasten zumindest auf kurzer strecke gemeinsam eingegraben wurde (was an und für sich horror ist) und wenn da gegeraben wird dann gibt es für keinen mehr telefon an diesem verteilerkasten- vielleicht forciert das ja den glasfaserumbau icon_wink.gif

aber drauf an kommen würd ichs natürlich nicht lassen.

acid hat folgendes geschrieben::

Zitat:
sobald das Kabel das Haus erreicht bzw. den "Telekom Kasten" muss dieses auf Cat5 oder höher angeschlossen werden? fände ich persönlich unlogisch

Wat? Wie? Bloedsinn. Theoretisch reicht da gewoehnliches Telefonkabel, du kannst aber natuerlich auch etwas hoeherwertiges benutzen, auch wenn ich persoenlich das sinnlos finde.


also höherwertig in dem sinne dass es ab cat 5 ist? es geht mir auch um elektromagnetische abschirmung da wir irgendwie gezwungen werden diese kabel gemeinsam mit stromleitungen zu verlegen
acid
Switchaufsteller


Anmeldungsdatum: 07.06.2006
Beiträge: 633
Wohnort: Austria

BeitragVerfasst am: So Jan 03, 2010 3:25 pm    Titel:

Zitat:
nun, wenn die leitung mittlerweile sowieso schon so beschädigt ist, dass nicht mal mehr telefonieren möglich ist, ist die telekom nicht sowieso verpflichtete das kabel zu ersetzen?


Klar, die Telekom muss das Leitungsnetz in Stand halten.

Zitat:
also höherwertig in dem sinne dass es ab cat 5 ist? es geht mir auch um elektromagnetische abschirmung da wir irgendwie gezwungen werden diese kabel gemeinsam mit stromleitungen zu verlegen


Naja, wenn es sich vermeiden laesst, dann sollten Stromleitungen und Daten/Telefonleitungen nicht nebeneinander liegen. Laesst sich das aus baulichen Gruenden nicht vermeiden, dann sollte das Kabel so hochwertig wie moeglich und entsprechend geschirmt sein, sprich Cat6 und hoeher.
_________________
Dr. lwl. enet. David acid Schmid
yahel
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 30.12.2009
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: So Jan 03, 2010 3:28 pm    Titel:

@ facere

„ja, sofern du mit "derzeitige Techniken für Hochgeschwindigkeitsnetze" VDSL (2) meinst.“

Richtig und die ist nicht flächendeckend verfügbar. Im ländlichen Bereich gar nicht.

„Die aktuell eingesetzte Technik via VDSL2 ist meiner Meinung nach in spätestens 10-15 Jahren ebenfalls wieder überholt,...“

Kann sein, der technische Fortschritt geht weiter. Ob die weitere Entwicklung dann bis in Kleinstädte und Dörfer reicht, ist eine Frage des Geldes.

„.....falls der Verteilkasten mal über Glasfaser zum Wählamt angeschlossen wird und eine bereits bestehende Leerverrohrung zu meinem Haus besteht, das direkt an Glasfaser angeschlossen wird und nicht über VDSL.“

Das Glasnetz wird sicher nicht vorrangig als Verteilnetz ausgebaut, das ist von den Tiefbaukosten her zu teuer. Und ob Ihr Ortsnetz mit Glas ausgebaut wird kann ich nicht beurteilen.

„Außerdem ist da auch immer der Telekom Techniker am werken wenn ein Providerwechsel usw vorgenommen wird.“

Da ich das Netz dort nicht kenne, kann ich dazu nichts sagen. Der Providerwechsel findet grundsätzlich im Netzknoten statt. Es ist daher möglich, daß sich in diesem Verteiler noch elektronische Leitungsvervielfacher befinden und deshalb Schaltarbeiten nötig sind, kann aber auch andere Gründe, wie Störungen, haben. Sie scheinen an der Netzperiferie zu wohnen.

„sobald das Kabel das Haus erreicht bzw. den "Telekom Kasten" muss dieses auf Cat5 oder höher angeschlossen werden? fände ich persönlich unlogisch“

Lösen Sie sich von dem Gedanken, daß Ihr Haus mit Glas versorgt wird, es wird weiterhin bei Kupfer bleiben. Kat5 oder höher benutzen Sie in Ihrem LAN.
Richtig heißt das Kabel >Twisted Pair Kabel Kategorie 5<.
Es handelt sich dabei um ein paarverseiltes Kupferkabel, dessen Paarverseilung nicht gleichmäßig sondern in Abschnitten enger verseilt ist. Kat 5 ist das bisher in LAN eingesetzte Netzwerkkabel. Wer sehr hohe Frequenzen, bis 1GHz, übertragen will, verbaut Kat7e. Damit ist es aber nicht getan, alle Bauteile des LAN müssen dann auch darauf ausgelegt sein.

„Diese Straße wird aber im Zuge eines Kanalisationsanschlusses für ein Haus ohnehin aufgegraben, und da hätte ich Leerverrohrung für Glasfaser als auch für Kupferkabel gerne mit verlegt.“

Wozu? Ihr Haus ist mit Kupfer versorgt. Wenn Sie unbedingt ein Rohr verlegen möchten, dann von der Grundstücksgrenze an’s Haus. In’s Haus würde ich es nicht legen, weil der Aufwand am Haus zu hoch ist. Ich frage mich dennoch was das soll.

„Zu mir wurde seitens der Telekom damals gesagt, ich kann alles (sofern das mit der Straße von der Gemeinde genehmigt wird) zum Verteilerkasten leben was ich will.“

Zunächst kann ich mir nicht vorstellen, daß die Gemeinde Ihnen dieses Rohr gestattet. Selbst wenn, sind Sie für Schäden, die durch dieses Rohr an der Straße entstehen können, haftpflichtig; bedenken Sie das. Denn; es können durch Rohrenden im Straßenkörper Kavernen gespült werden, die nach Jahren zu Versackungen führen. Sie als Eigentümer dieses Rohres sind dann zur Beseitigung des Schadens an der Straße und/oder dem Straßenkörper verpflichtet.

Was die Koordinierungsarbeiten zwischen Telekom und der Gemeinde betrifft, kann ich mir nicht vorstellen, daß ein Planer Geld für die Verlegung eines Rohres ausgibt, das er nicht benötigt. Im Zuge des Kanalbauvorhabens der Gemeinde wird vermutlich ein Endlosrohr mit verlegt werden wenn die Baustelle lang genug ist, was bei diesem Bauvorhaben eher nicht der Fall zu sein scheint, da nur ein Haus versorgt werden soll.
acid
Switchaufsteller


Anmeldungsdatum: 07.06.2006
Beiträge: 633
Wohnort: Austria

BeitragVerfasst am: So Jan 03, 2010 3:52 pm    Titel:

Was spricht dagegen ein Leerrohr zu verlegen und selbiges auch gleich in das Haus zu fuehren? Selbst in diesem Kuhdorf hier gibt es einen Provider der FTTH anbietet, und warum soll man nicht vorsorgen?

Ist es deiner Meinung nach besser, jetzt dieses preiswerte Leerrohr zu sparen um dann moeglicherweise in ein paar Jahren wieder den Bagger im Garten zu haben? Absehen wuerde ich allerdings auch davon, dieses LWL-Leerrohr bis zum Verteiler zu verlegen, das macht keinen Sinn. Davon abgesehen kann ich mir nicht vorstellen, dass so etwas gestattet wird, aber das sagte mein Vorredner ja bereits.
_________________
Dr. lwl. enet. David acid Schmid
yahel
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 30.12.2009
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: So Jan 03, 2010 3:56 pm    Titel:

@ facere

„nun, wenn die leitung mittlerweile sowieso schon so beschädigt ist, dass nicht mal mehr telefonieren möglich ist, ist die telekom nicht sowieso verpflichtete das kabel zu ersetzen?“

Wie der Netzbetreiber vorgeht, entscheidet er. Weshalb sollte ein Kabel ersetzt werden, wenn es zu reparieren ist?

„.....verteilerkasten zumindest auf kurzer strecke gemeinsam eingegraben wurde (was an und für sich horror ist).........“

Warum? Das ist übliche Bauweise.

„vielleicht forciert das ja den glasfaserumbau“

Eher nicht, das ist dann ein Fall für die Störungstruppe.

„es geht mir auch um elektromagnetische abschirmung da wir irgendwie gezwungen werden diese kabel gemeinsam mit stromleitungen zu verlegen“

Grundsätzlich sind Mindestabstände nach VDE 0800 einzuhalten, auch im Haus. Werden solche Kabel in einem Installationskanal geführt, müssen sie mechanisch, z.B. durch einen Kanal mit innerer Trennwand, von einander getrennt sein. Das hat nichts mit elektromagnetischer Beeinflussung zu tun, sondern dient dem Schutz vor Spannungsüberschlag.
Werden Stromkabel und Telefonkabel in einem Graben verlegt, ist ein Mindestabstand von 30 cm einzuhalten. Ist dies nicht möglich, müssen andere Schutzmaßnahmen greifen, z.B. Betonsteine.
tikay.event
Mainframeeinrichter


Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 5369
Wohnort: Herne-Bay, UK

BeitragVerfasst am: So Jan 03, 2010 4:26 pm    Titel:

Zitat:
Grundsätzlich sind Mindestabstände nach VDE 0800 einzuhalten

Eben nicht, der VDE hat in Österreich keinerlei Exitenzberechtigung und hat damit auch nix zu sagen.
_________________
Dr. lwl. enet. Thomas tikay.event Koch
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