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crimpen ohne Einführungshilfe / Kämmchen  
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Autor Nachricht
Muckel1986
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 28.08.2009
Beiträge: 15
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: Do Okt 28, 2010 1:03 pm    Titel: crimpen ohne Einführungshilfe / Kämmchen

Guten Tag zusammen,

habe ein kleines Problem. Und zwar habe ich Stecker und Knickschutz von LOGILINK (Stecker & Knickschutz) bestellt und heute erhalten. Leider ist da aber keine Einführungshilfe / Kämmchen vorhanden.

Habe das crimpen in der Ausbildung so gelernt, wie es auf dieser Seite beschrieben wird.

Hat sich das nun verändert, das man jene nicht mehr benötigt? Muss man jene extra bestellen?

Würde mich über Tipps, Erfahrungen und Ratschlägen sehr freuen.
Liebe Grüße
Tobias
_________________
Liebe Grüße
Muckel/Tobias
Muckel1986
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 28.08.2009
Beiträge: 15
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: Do Okt 28, 2010 3:38 pm    Titel: Erledigt...

Habe von dem Hersteller diese Antwort erhalten
Zitat:
die Einfädelhilfe kann nicht einzeln bezogen werden.
Das Crimpen ist aber auch ohne Einfädelhilfe möglich.
Habe es jetzt ohne gemacht und es funktioniert. Habe es mit dem kleinen, einfachem Tester getestet und danach auch angeschlossen. Es funktioniert.

Doch einfacher fand ich es mit der Einfädelhilfe. Kennt ihr einen Händler oder so, wo man die alleine also ohne Stecker bestellen kann?

Liebe Grüße
Muckel
_________________
Liebe Grüße
Muckel/Tobias
acid
Switchaufsteller


Anmeldungsdatum: 07.06.2006
Beiträge: 763
Wohnort: Austria

BeitragVerfasst am: Fr Okt 29, 2010 11:18 pm    Titel:

Ich denke mal die müssen auch zum Stecker passen, ist ja nicht jeder Stecker genau gleich aufgebaut. Außerdem: Ich hab schon viele Stecker ohne Kamm gecrimpt, wenn man nicht zu viele machen muss ist das durchaus in Ordnung.
_________________
Dr. lwl. enet. David acid Schmid
Muckel1986
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 28.08.2009
Beiträge: 15
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: Sa Okt 30, 2010 2:41 pm    Titel:

Guten Tag zusammen,

habe die zwei nun auch ohne gecrimpt. Ging genauso gut. Gibt es irgendwoe diese Hilfen einzeln zu kaufen?

LG Muckel
_________________
Liebe Grüße
Muckel/Tobias
tikay.event
Mainframeeinrichter


Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 6089
Wohnort: Herne-Bay, UK

BeitragVerfasst am: Sa Okt 30, 2010 9:12 pm    Titel:

Nein, da diese nicht passen würden. In den Steckern sind Führungskanäle vorhanden, welche bei Steckern mit Fädelhilfe fehlen würden.
expert007
Schrankhinsteller


Anmeldungsdatum: 24.08.2010
Beiträge: 209

BeitragVerfasst am: Mo Nov 01, 2010 10:24 pm    Titel:

Hallo Muckel1986,
der Kamm (conductor holding tray) hat nicht nur die mechanische Funktion in dem RJ45 Stecker, sondern verbessert auch die HF-Eigenschaften deiner Verbindung. Und zwar sorgt es auf den letzten Millimetern für die zusätzliche Abschirmung und gleichmäßigen Abstand zwischen den Adern. Deswegen rate ich dir die Nutzung von Steckern mit dem Kamm (was bereits im Lieferumfang dabei sein muss). Ohne Verwendung von Kamm ist die Einhaltung von Cat5e Werten zu bezweifeln.
FlatEric
Switchaufsteller


Anmeldungsdatum: 24.03.2009
Beiträge: 731

BeitragVerfasst am: Di Nov 02, 2010 12:48 am    Titel:

Hallo,


expert007 hat folgendes geschrieben::
Ohne Verwendung von Kamm ist die Einhaltung von Cat5e Werten zu bezweifeln.
Tja ...

Mir ist bisher der Sinn (Aufwand im Verhältnis zu den Kosten und dem Nutzen) eine handvoll Patchkabel selbst zu crimpen verborgen geblieben. Ich meine, wenn ich das mache, dann mache ich das doch richtig, um sicherzustellen, auch eine gute/schnelle Verbindung zu bekommen. Also benötige ich dazu eine hochwertige Crimpzange (ab 300 EUR), hochwertige Patchkabel, Stecker mit passendem Knickschutz etc. und entsprechend viel Übung bzw. Erfahrung.

Auf der anderen Seite ist es für mich jetzt ebenfalls nicht sinnvoll, selbst 200 Patchkabel zu crimpen. Das kostet ja viel mehr (Zeitaufwand), als wenn ich diese bestelle. Ich habe jetzt keine Azubi, dem ich diese Aufgabe anvertrauen könnte, und wenn ich den hätte, dann müsste man ja auch jedes Kabel explizit durchmessen, um sicherzugehen, dass auch jedes Kabel korrekt gecrimpt (z. B. Cat6) wurde, oder?

Frage also an den Threadersteller und die anderen Patchkabel-Experten: Ab welcher Auflage lohnt sich denn das "Selbercrimpen" wirklich, mit dem Ziel hochwertige Patchkabel zu erhalten, im Gegensatz zum Einkauf der benötigten Patchkabel beim Großhandel? - Oder welchen weiteren Mehrwert erreicht man mit dem Selbercrimpen von Patchkabeln noch?


Gruß.
_________________
"Can we fix it? - Yes we can!" (Bob the Builder)

Joe
Mainframeeinrichter


Anmeldungsdatum: 02.01.2006
Beiträge: 1522
Wohnort: Rinteln

BeitragVerfasst am: Di Nov 02, 2010 10:18 am    Titel:

Also bei neuen Kabel würde ich ebenfalls einfach fertige Kabel einkaufen. Das ist schneller, billiger und zuverlässiger als selber zu crimpen.

Ich nutze meine Zange nur zur Reperatur von kaputten Steckern an sehr langen Patch Kabeln. So habe ich hier 2 Stück für Lan Partys welche 25m lang sind. Da ist mir schon mal der ein oder andere Stecker durch nicht vorhandenen Knickschutz kaputt gegangen. Hier ist es billiger eben einen neuen (dann mit Knickschutz) anzubringen als ein 25m neues Kabel zu kaufen.

Aber das ist natürlich privates Umfeld und nicht wie von dir verlangt geschäftliches... Und nicht zu vergessen die Umwelt aspekte. Ein neuer Stecker auf ein Kabel belastet die Umwelt definitiv weniger als ein ganz neues Kabel. Schließlich haben wir doch alle ein herz für unsere Umwelt icon_wink.gif. Und wenn es billiger ist dann erst recht XD

LG
_________________
Erwarte nicht das jemand mehr Arbeit in des Beantworten einer Frage investiert, als du für das Ausdenken und Formulieren der Frage verwendet hast...
Hanswurst123
Schrankhinsteller


Anmeldungsdatum: 13.04.2006
Beiträge: 152

BeitragVerfasst am: Di Nov 02, 2010 8:21 pm    Titel:

FlatEric hat folgendes geschrieben::
Hallo,


expert007 hat folgendes geschrieben::
Ohne Verwendung von Kamm ist die Einhaltung von Cat5e Werten zu bezweifeln.
Tja ...

Mir ist bisher der Sinn (Aufwand im Verhältnis zu den Kosten und dem Nutzen) eine handvoll Patchkabel selbst zu crimpen verborgen geblieben. Ich meine, wenn ich das mache, dann mache ich das doch richtig, um sicherzustellen, auch eine gute/schnelle Verbindung zu bekommen. Also benötige ich dazu eine hochwertige Crimpzange (ab 300 EUR), hochwertige Patchkabel, Stecker mit passendem Knickschutz etc. und entsprechend viel Übung bzw. Erfahrung.

Auf der anderen Seite ist es für mich jetzt ebenfalls nicht sinnvoll, selbst 200 Patchkabel zu crimpen. Das kostet ja viel mehr (Zeitaufwand), als wenn ich diese bestelle. Ich habe jetzt keine Azubi, dem ich diese Aufgabe anvertrauen könnte, und wenn ich den hätte, dann müsste man ja auch jedes Kabel explizit durchmessen, um sicherzugehen, dass auch jedes Kabel korrekt gecrimpt (z. B. Cat6) wurde, oder?

Frage also an den Threadersteller und die anderen Patchkabel-Experten: Ab welcher Auflage lohnt sich denn das "Selbercrimpen" wirklich, mit dem Ziel hochwertige Patchkabel zu erhalten, im Gegensatz zum Einkauf der benötigten Patchkabel beim Großhandel? - Oder welchen weiteren Mehrwert erreicht man mit dem Selbercrimpen von Patchkabeln noch?


Gruß.



Ich sehe das genauso, ob 1 oder 1000Kabel- das wird bestellt ( je höher die Stückzahl, desto günstiger sollte das i.d.S. sein)

Für Reparatur oder das Benötigen eines Patchkabels unmittelbar- da macht eine Selbstkonfektion sinnig sein.

Gruß
Stenging
Schrankhinsteller


Anmeldungsdatum: 14.10.2008
Beiträge: 131
Wohnort: Mühldorf a. Inn

BeitragVerfasst am: Mi Nov 03, 2010 1:17 pm    Titel:

Hallo,

also das selbst Crimpen ist ja immer so eine Sache. Es gibt Elektriker die denken, Sie können das. Hier sieht man oft die wildesten Sachen.

Ich komme sehr oft nicht um das Crimpen drum rum, denn ich verbaue viel Richtfunk, wo Dichtungstüllen über das Kabel geschoben werden müssen und das geht eben nicht mit Stecker.

Habe mir angewöhnt nur noch Stecker ohne Einfädelhilfe zu nehmen, das ist nämlich echt doof auf 80m Höhe mit dem kleinen Zeugs. Allerdings messe ich danach alle Kabel auf Dämpfung und Fehler. Nach dem 50. Stecker hat man das aber schön langsam drauf.
expert007
Schrankhinsteller


Anmeldungsdatum: 24.08.2010
Beiträge: 209

BeitragVerfasst am: Mi Nov 03, 2010 10:17 pm    Titel:

Hallo an alle,
@ Stenging: hast du schon daran gedacht dich bei Gottschalk für “Wetten dass..?“ zu bewerben.
10 normkonforme Stecker in 10 Minuten auf einem Masten 80 Meter hoch. icon_wink.gif (war nur Spass). Das wäre GEZ Gebühren wert.

Es gibt tatsächlich viele Ausnahmen zu einer „normalen“ Verkabelungsstruktur.
Ich habe z.B. sehr oft bei Industrie Projekten erlebt, dass man bewusst auf Patchpanel bzw. zusätzliche Steckung schon aus Platzgründen verzichtet. So hat man z.B. die Patchleitungen in der Anlage direkt verlegt, so kurz wie möglich abgeschnitten und sofort besteckert. Es gab halt nur 1-2-3 Teilnehmer pro Standort und die Längen unter 25 Meter.

Ich hatte aber auch ein Fall gehabt, wo der Kunde jeden zusätzlichen Übergang (Steckung) als eine potenzielle Fehlerquelle getrachtet hat und alle Patchkabel und Patchpanels unter der MTBF- Betrachtung sogar mathematisch „wegargumentiert“ hat. icon_eek.gif

Weiterhin habe ich aber auch den Fall erlebt, wo ein professioneller Konfektionär mit einer zertifizierten Fertigung und sehr teurem Werkzeug wochenlang versucht hat die normkonforme Konfektion aufzubauen und fast daran verzweifelte.

Fazit von mir: wenn jemand eine normkonforme Verbindung will dann sollte er die Patchkabel kaufen.
Wer mit einer elektrischen Verbindung von A nach B leben kann, kann gerne die Kabel selbstkonfektionieren.
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