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Eigenes Hausnetz - und kein Ende in Sicht... Gehen Sie zu Seite 1, 2, 3, 4  Weiter  
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Router+Patch-Kabel+8fach-Patchfeld+Cat 5.e-Kabel+Cat 6 AP-Do << Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen >> Lösung für 6 Nertzwerkbuchsen im Arbeitszimmer  
Autor Nachricht
Xor
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 02.05.2011
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: Mo Mai 02, 2011 4:16 pm    Titel: Eigenes Hausnetz - und kein Ende in Sicht...

Hallo, ich bin der Neue icon_smile.gif

Vorgeschichte: Ich habe in einer Hals-Über-Kopf-Aktion mein Elternhaus übernommen/übernehmen müssen. Da fällt im Moment sooooo viel Arbeit an, dass ich kaum weiß, wo mir der Kopf steht.
Unter anderem muss die komplett veraltete (Strom-)Verkabelung erneuert werden - der perfekte Zeitpunkt auch Netzwerk und Telefon gescheit und zeitgemäß zu verteilen.

Zu meiner Verteidigung: Ich habe wirklich zu viel um die Ohren, um jetzt meine Zeit in Recherche zu investieren, was alles nötig ist, was wie warum wann gemacht werden muss... Darum stelle ich hier die Fragen, und hoffe auf euer Verständnis und möglichst viele hilfreiche Tips.

Vorhanden:

- Telefonanschluss (ISDN) mit DSL 6000
- alter ungenutzter Kamin zur Kabel-Verbindung Keller -> EG -> OG -> Dachboden

Gewünscht:

- Zentrale Stelle, wo alles (Telefon, Netzwerk) zusammenläuft. Optimal wäre unter dem Dach, aber dank fehlender Isolierung ist es im Sommer da sehr warm, und im Winter sehr kalt... Keller wäre Alternative, aber dann habe ich viele lange Kabel... Bleibt eigentlich nur OG, und da hab ich dann Kabelsalat oder zig Dosen in der Wand
- Telefon (erste ISDN-Leitung), WLAN und evtl. eine Netzwerkbuchse im EG
- Telefon (zweite ISDN-Leitung) und mehrere Netzwerkbuchsen im OG (mindestens eine Doppeldose pro Zimmer)
- LAN: Gigabit aufwärts - Cat7-Verlegekabel habe ich bereits, ebenso einige passende Dosen
- Keine Kabel sichtbar, alles unter Putz
- Leerrohre sind wohl von Vorteil wenn mal was kaputt geht

Fragen:

- Wie gehe ich am sinnvollsten da ran?
- Wohin mache ich meine Zentrale?
- Kann ich die Netze halbwegs kostengünstig trennen, damit man aus dem EG nur über ACL Zugriff auf die Geräte im OG hat - und andersrum?

Außerdem:

Ich kenne mich mit den meisten Fachbegriffen aus. Ich habe nur leider keine Zeit, mich durch hunderte Forenthreads zu schlagen, die alle nur einen kleinen Teil meiner Problemstellung erfassen.
Geld spielt eine untergeordnete Rolle. Natürlich will ich keine 1000 Euro in Kabelsalat investieren, aber ob es jetzt 100 Euro mehr oder weniger sind, ist bei gescheiten Argumenten egal.
Vorschläge wie Netzwerk über Steckdosen, WLAN und solche Scherze fallen raus, es kommt nur Ethernet-LAN in Frage, und auch die Telefone sollen möglichst darüber laufen (ISDN).

Wenn ihr weitere Fragen habt - nur her damit! Ansonsten schonmal Danke fürs lesen - und noch mehr Danke an alle die mir versuchen möchten meine Ziele zu realisieren icon_smile.gif

Gruß,
Xor
daKrueml
Universalmuffe


Anmeldungsdatum: 12.10.2004
Beiträge: 3014
Wohnort: Köllefornien

BeitragVerfasst am: Mo Mai 02, 2011 4:47 pm    Titel:

Du wirst mit Sicherheit 1.000 Euro in Kabelsalat investieren - oder mehr.

Für die Verteilung gibt es keine Diskussion: Ab in den Keller damit.

Wenn du noch ein paar Euro in einen halbwegs intelligenten, verwalteten Switch investierst, kannst du den Zugriff per ACL steuern, aber sinnvoller wäre es hier, eine halbwegs intelligente Firewall wie z.B. pfSense oder m0n0wall zu installieren.

Was die allgemeine Verkabelung angeht: 19" Schrank oder Wandgehäuse in den Keller, darein Patchpanel. Doppeldosen in die Zimmer, dazwischen Leerrohre.

Wieso hast du das überhaupt geschrieben, du weißt doch alles und hättest quasi alles richtig gemacht;)
_________________
Gruß,
Martin

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Joe
Mainframeeinrichter


Anmeldungsdatum: 02.01.2006
Beiträge: 1803
Wohnort: Rinteln

BeitragVerfasst am: Mo Mai 02, 2011 5:05 pm    Titel:

Von jeder Doppeldose 2 CAT7 Verlegekabel in einem Leerrohr durch den Schornstein in den Keller. Da einen 19" Schrank mit Switch und Patchfeld anbringen.

Telefon endet auch im Keller?
_________________
Erwarte nicht das jemand mehr Arbeit in des Beantworten einer Frage investiert, als du für das Ausdenken und Formulieren der Frage verwendet hast...
Xor
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 02.05.2011
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: Mo Mai 02, 2011 6:49 pm    Titel:

@ Joe: So genau hab ich mir das noch nicht angeschaut, aber ich behaupte mal ja - wenn nicht kann ichs durch den Kamin auf jeden Fall bis da hin legen.

@daKrueml: Ich sagte ja auch, ich hab doch n wenig Ahnung. Aber eben noch nie ein Haus verkabelt. Bis gestern dachte ich, ich verlege das Cat7-Kabel einfach in den Putz - ohne Leerrohr. Bis dann ein Kollege meinte, das macht dann wenig Sinn, wenns mal kaputt geht - was bei Netzwerk gern mal vorkommt wie er meinte...

Kann ich das Telefon (analog? ISDN?) denn ebenfalls einfach über ein Patchfeld anschließen?

Was sollte ich mir an Router, Patchfeld und/oder Switch, Telefonanlage und so weiter nehmen? Ich hab in der Hinsicht keine Ahnung was gut ist, was nicht, was überteuert und was Ramsch ist...

Weiterhin bin ich mir beim Kabel nicht sicher... ich muss doch - für Gigabit - 8 Adern auflegen, also Doppeldose -> 2 Kabel durch ein Leerrohr - korrekt? Für 100mbit würden 4 Adern reichen, also ein Kabel pro Doppeldose - korrekt?

Welche Abstände zu bestehenden Steckdosen und verlegten Stromkabeln muss/sollte ich einhalten? Wie schauts mit Qualitätsverlust aus? Möchte ungern eine Latenz von 200ms schon im eigenen Haus haben, oder gar PacketLoss. Ich hab gelesen wegen Induktionsstrom sollte man die Netzwerkkabel an einer Seite ohne Schutzfolie auflegen!?! Das ist doch Irrsinn, oder?

Einen eigenen Server für die Firewall möchte ich aus Kosten- und Wartungsgründen nicht aufstellen - im Prinzip würde mir die bisherige Speedport reichen - die kann aber keine Netze trennen, und ist eh nicht das gelbe vom Ei für jemanden, der IPTables aus dem Kopf schreibt ^^
Was mach ich da? Die beiden genannten pfSense und m0n0wall schau ich mir mal an, aber ich wage zu behaupten, dass das Linuxtools sind die einen eigenen Server verlangen!?

Und wo sind die Kostenfallen? Ich mein die Dosen werden vielleicht n wenig was ausmachen. Das Kabel - selbst wenn ich 300m unterstelle (die ioch denke ich nicht brauchen werde) kostet rund 250 Euro im Großhandel. N Patchfeld kostet 20 Euro, kann ja eigentlich nur n Switch reinhauen - oder übersehe ich was? Leerrohr hab ich übrigens auch noch einige Meter (50 oder so), und von unten nach oben durch den Kamin leg ich nicht noch zusätzlich ein Leerrohr icon_smile.gif

Weitere Fragen beantworte ich gerne, und werd sicher auch selbst noch einige finden icon_smile.gif

Danke schonmal!
Joe
Mainframeeinrichter


Anmeldungsdatum: 02.01.2006
Beiträge: 1803
Wohnort: Rinteln

BeitragVerfasst am: Mo Mai 02, 2011 8:19 pm    Titel:

OK. Telefon endet im Keller! Nächste Frage:

Welchen Internetanbieter nutzt du? Da du von einem Speedport sprichst, gehe ich mal von der deutschen Telekom aus. Was für ein Telefonanschluss ist es? ISDN? Analog? oder gar VoIP (ja die Telekom hat da mal was angeboten...)

Wenn ISDN, kannst du aus dem NTBA in das Patchfeld gehen und an die Dose ein ISDN Telefon anschließen. Wenn mehr als ein Telefon angeschlossen werden soll, brauchst du am besten einen aktiven ISDN Verteiler (ca. 100€).

Analog kannst du entsprechend mit Adapterkabeln auch weiterleiten. (RJ11 Kabel sind hier das Stichwaort und RJ11 passt in RJ45).

Bei VoIP kannst du entweder einen VoIP fähigen Router einsetzen und ab da nach den klassischen Technologien verfahren (analog/ISDN). Dann wäre eine FritzBox das richtige oder direkt VoIP fähige Endgeräte zum Einsatz bringen (z.B. Gigast IP Serie ect.)

Zum Thema Kostenfalle:
Kauf gute Dosen und nicht den billg Ramsch in der Bucht. Dabei brechen die Schneidklemmen sehr schnell oder funktionieren gar nicht... Dann hat man den Effekt, wer billig kauft, kauft zweimal.

Zum Thema Adern:
Jeder Port wird mit 8 Adern voll beschaltet. Das mit den 4 pro Port ist zwar richtig aber absoluter Pfusch. Wenn es doch nötig sein sollte, kann man an einen voll beschalteten Port immer noch einen entsprechenden Port Splitter hängen. Allerdings ist dann ein mini Switch wesentlich effektiver.

Abstände zu anderen Kabeln sind egal, sofern diese nicht mehrere Meter parallel verlaufen. Eine Kreuzung lässt sich eh nie vermeiden.

Schutzfolie wird auf beiden Seiten aufgelegt und das Patchfeld wird richtig geerdet!

Einen Server brauchst du auch nicht. Nimm einfach deinen Speedport weiter und dahinter hängst du einen WEB managebaren Switch. Wenn dir 8 Ports reichen wäre z.B. ein Linksys SRW2008 eine Möglichkeit. Bei mehr Ports solltest du dich bei HP umschauen.

LG Joe
_________________
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Xor
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 02.05.2011
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: Di Mai 03, 2011 8:30 am    Titel:

Anbieter ist die Telekom. ISDN stand ja weiter oben schon. Dazu DSL 6000. Im Moment ist alles nach Standard aufgebaut: Splitter, NTBA, Speedport. Die beiden Telefone sind Analoggeräte die an der Speedport hängen.

Erste Frage: Wenn ich in 2 oder gar 3 Zimmern einen potenziellen Telefonanschluss möchte, gibt es da eine Möglichkeit? Das Telefon im EG ist klar, das bleibt wie es ist, aber im OG möchte ich zumindest im Büro und im Wohnzimmer jeweils ein Telefon haben. Die müssen nicht parallel verwendet werden können - aber umstellen von Büro ins Wohnzimmer und andersrum sollte nach Möglichkeit gehn... Gibts eine bezahlbare Telefonanlage die das hinbekommt, und wie integriere ich die in das geplante Netz?

Adapterkabel? Das bedeutet dann, ich stecke auch analoge Telefone die normal die N-Stecker haben über ein RJ11 (identisch zu RJ45) in eine Dose?

Thema Kosten: Ich kaufe ohnehin keine Billigware - sofern ich die identifizieren kann. Ich kaufe das alles in einem Elektro-Großhandel. Den Besitzer kenne ich schon Jahrzehnte, und denke der wird mir schon sagen, wenn das was ich haben will Ramsch ist. Ob er mir allerdings High-End anzudrehen versucht, wo für meine Zwecke Standard reicht, ... man weiß es nicht icon_smile.gif

8 Ports sollten reichen, aber nicht zuletzt um Energie zu sparen, würde ich bevorzugen, wenn alles in einem Gerät steckt. Gibts da was Brauchbares?

Was verstehst Du unter mehrere Meter? Ich hatte schon vor so zu verlegen, dass es keine Kreuzungen gibt. Parallel verlaufen werden aber sicherlich einige Stromkabel mit Netzwerkkabeln. Darum die Frage, wie weit die auseinander sein sollten. Die Stromkabel liegen bei mir grundsätzlich genau 15cm unterhalb der Decke in der Wand, und gehen an Abgriffen immer genau senkrecht nach unten. Das Netzwerk wollte ich dann genau symmetrisch in die Wand verlegen, nämlich 15cm vom Boden weg, parallel zu selbigem. Die Dosen sollen ebenfalls auf diese Höhe dann. Betrifft im Prinzip nur das Schlafzimmer (1 Doppeldose (LAN+?)), Wohnzimmer (1 Doppeldose (LAN+LAN)hinter der Schrankwand für Fernseher, Receiver,... und 1 Doppeldose (LAN+Telefon) hinter der Couch). Und natürlich im Büro, hier sollen 2 Doppeldosen (3xLAN+Telefon) hin.

Der Vollständigkeit halber soll im EG dann eine Doppeldose hin für einen kleinen WLAN-Router, und da sollte auch das Telefon rauskommen.

OK, 8 Ports reichen wohl doch nicht icon_biggrin.gif

Perfekt wäre echt, das Ganze unters Dach zu legen. Von da könnte ich ohne viel Gebohre und Schlitzeklopfen in jedes Zimmer im OG. Aber dann müsste da oben auch ein Switch hin - und das bei teilweise widrigen Temperaturen...

Gruß,
Xor
jela
Kabeltester


Anmeldungsdatum: 29.06.2009
Beiträge: 316

BeitragVerfasst am: Di Mai 03, 2011 9:17 am    Titel:

Xor hat folgendes geschrieben::
...Die Stromkabel liegen bei mir grundsätzlich genau 15cm unterhalb der Decke in der Wand, und gehen an Abgriffen immer genau senkrecht nach unten. Das Netzwerk wollte ich dann genau symmetrisch in die Wand verlegen, nämlich 15cm vom Boden weg, parallel zu selbigem. Die Dosen sollen ebenfalls auf diese Höhe dann.
...

Beachte bitte den Standard für Installationszonen für Elektro (Dosen sind üblicherweise 30 cm über Fertigfußboden installiert)



Zitat:
Perfekt wäre echt, das Ganze unters Dach zu legen. Von da könnte ich ohne viel Gebohre und Schlitzeklopfen in jedes Zimmer im OG. Aber dann müsste da oben auch ein Switch hin - und das bei teilweise widrigen Temperaturen...

Dann verlege doch alle Netzwerkkabel vom OG über den Dachboden und führe sie über den ungenutzten Kamin in den Keller. Ist dann zwar ein wenig mehr Materialaufwand vom Kabel her, aber wenn dagegen der Installtionsaufwand wesentlich geringer ist, sollte sich das lohnen.


jela
Joe
Mainframeeinrichter


Anmeldungsdatum: 02.01.2006
Beiträge: 1803
Wohnort: Rinteln

BeitragVerfasst am: Di Mai 03, 2011 9:30 am    Titel:

Zu den 8 Ports:
Du musst ja nicht jede Dose gleich aufschalten. Du schließt nur die Buchsen am Patchfeld an, welche auch wirklich belegt sind. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass du etwas Reserve ingeplant hast.

Zu der Anzahl Geräte:
Alles in einem Gerät wirst du nicht bekommen. Oder du musst Abstriche oder basteln in kauf nehmen.
Was du brauchst wäre ein Router, einen Switch und eine TK in einem Gerät. Sowas gibt es und nennt sich Fritz!Box. Allerdings hat diese nur 4 Lan ANschlüsse, welche auch in der offiziellen Firmware nicht separiert werden können. Ich zumindest kenne kein Gerät, welches diese Möglichkeiten bietet.

Was du mir noch sagen müsstest, ist ob die Telefone analog oder ISDN sein sollen. Wenn du bei den beiden analogen Telefonen bleiben möchtest und eh ein weiteres Telefon zukaufen willst, solltest du ein ISDN Telefon kaufen. Dann könntest du zu einer Fritz!Box greifen (z.B. 7270v3). Diese würde dann DSL Modem, Router und TK in ein Gerät bringen. Trotzdem bräuchtest du aber einen Switch dahinter. Übrigens die 7270 hat 2 analoge Anschlüsse und einen ISDN Anschluss. Vermitteln zwischen den Geräten ist möglich.

Natürlich kann man auch eine seperate TK nehmen. Zum Beispiel von Auerswald.

Zu der Verlegung:
Dein geschildertes Vorgehen ist kein Problem. Ich meinte mit mehrer Meter parrallel eher, wenn Leute ein Bund Stromkabel von Verteiler kommend nehmen und mit Kabelbindern daran die Leerrohre befestigen um darin die Netzwerkkabel zu ziehen. Dann haben die Netzwerkkabel 2-3cm Abstand und wenn das einige Meter parrallel verläuft und dann noch richtig Strom abgenommen wird. Sollte man mit Einschränkungen rechnen.

LG Joe
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Xor
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 02.05.2011
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: Di Mai 03, 2011 9:33 am    Titel:

Das mit den Installationszonen ist mir geläufig. Die Steckdosen sollen ja auch 30cm über dem Boden liegen. Allerdings werde ich nicht den Aufwand betreiben, und die bereits verlegten Stromkabel, die 15cm unterhalb der Decke nunmal schon in der Wand liegen, nochmal rausreißen und auf 30cm runter zu verlegen icon_smile.gif

Wie gesagt, Strom verläuft in der ganzen Wohnung immer 15cm unter der Decke, und geht immer senkrecht nach unten, wo immer irgendwelche Abgriffe zu machen sind (Lichtschalter, Steckdosen...).

Das Netzwerk sollte meines Wissens nach dann oberhalb des Bodens entlang (15cm über dem Boden an der Wand entlang) verlegt werden, und da ebenfalls dann senkrecht nach oben, auf die besagte 30cm-Höhe wo sich die Netzwerkdosen dann befinden sollen...

Oder habe ich die Intension Deines Posts falsch verstanden? icon_smile.gif

@ Joe:

Ja, Reserven habe ich eingeplant.
Die bestehenden Telefone sind analog. Das im EG solls wohl auch bleiben, meine Eltern sind nicht mehr die jüngsten, und wollen nicht noch ein neues Telefon bedienen müssen - die sind froh mit dem derzeitigen klarzukommen und nutzen eh keine Features außer Anrufen und Angerufenwerden ^^
Im OG bin ich maximal flexibel, wobei ich nach Möglichkeit erstmal keine riesen Investition tätigen will, solange mein 08/15-Analogtelefon noch funktioniert. Später ist auch mal ein Fax geplant.
Joe
Mainframeeinrichter


Anmeldungsdatum: 02.01.2006
Beiträge: 1803
Wohnort: Rinteln

BeitragVerfasst am: Di Mai 03, 2011 8:33 pm    Titel:

Nun das mit den 15cm über den Boden kann man machen. Ich würde es gleich auf 26cm legen. Dadurch hast du zur Dose nur einen minimalen Bogen. Vorsicht ist bei 90 Grad Knicken geboten. Dabei sollte ein Radius von 5cm nicht unterschritten werden.

Dies hat zwei Gründe:
Zum einen leidet das Signal.

Zum anderen beeinflussen die Biegungen das neu einziehen in die Leerrohre erheblich. Deshalb je größer der Bogen desto besser.

An sonsten klingt das alles sehr gut.

Was die Telefonie betrifft:
Besorg dir aus der Bucht eine Fritz!X USB Version 3. Diese ist zwar nicht mehr die jüngste aber eine ideale Möglichkeit das ISDN Signal in 4 analoge Signale umzuwandeln. Daran kannst dann deine zwei bestehenden analogen Telefone anschließen und das oben kann dann auch ein günstigen Analogen werden. Zudem hast du dann noch den vierten Port für das Fax zur Verfügung. Hast dazu auch eine PM.

LG Joe
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jela
Kabeltester


Anmeldungsdatum: 29.06.2009
Beiträge: 316

BeitragVerfasst am: Mi Mai 04, 2011 8:40 am    Titel:

Xor hat folgendes geschrieben::
Das mit den Installationszonen ist mir geläufig. Die Steckdosen sollen ja auch 30cm über dem Boden liegen. Allerdings werde ich nicht den Aufwand betreiben, und die bereits verlegten Stromkabel, die 15cm unterhalb der Decke nunmal schon in der Wand liegen, nochmal rausreißen und auf 30cm runter zu verlegen icon_smile.gif

Natürlich nicht, davon ab heißt es ja auch "Zone" und die ist mit 15-45 cm angegeben. Wenn ein Kabel bei 14 cm liegt, wird niemand schimpfen icon_wink.gif
Zitat:
...
Das Netzwerk sollte meines Wissens nach dann oberhalb des Bodens entlang (15cm über dem Boden an der Wand entlang) verlegt werden, und da ebenfalls dann senkrecht nach oben, auf die besagte 30cm-Höhe wo sich die Netzwerkdosen dann befinden sollen...

Oder habe ich die Intension Deines Posts falsch verstanden? icon_smile.gif
...

Nee, das schon ok so. Ich bin nur über folgende Aussage gestolpert:
Zitat:
Das Netzwerk wollte ich dann genau symmetrisch in die Wand verlegen, nämlich 15cm vom Boden weg, parallel zu selbigem. Die Dosen sollen ebenfalls auf diese Höhe dann.
Xor
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 02.05.2011
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: Mi Mai 04, 2011 1:26 pm    Titel:

Danke abermals für Eure Hilfe - so langsam lichtet sich das Dunkel icon_smile.gif

Ich habe mich jetzt nochmal ein wenig damit befasst. Die Verkabelung ist klar, wie oben schon geschrieben. Wohin die Dosen kommen ist klar, wieviele ist klar. Auch, dass ich ein paar Meter Kabel mehr verlege, und dafür aus dem Keller zuerst auf den Speicher verlege (durch den Kaminschacht) und von dort runter in die einzelnen Zimmer im OG.

Nun konkreter:

In den Keller stelle ich einen kleinen 19"-Schrank. (Hat jemand einen Link zu einem brauchbaren, der auch halbwegs bezahlbar ist? Auf was sollte man achten bei der Auswahl?)

In den Schrank kommen: Ein Patchfeld mit 24 Ports, ein Switch mit 24 Ports, ein DSL-Router sowie eine ISDN-Telefonanlage, die auch Analoggeräte anbinden kann.

Allgemein:

Muss ich mit Geschwindigkeitseinbußen rechnen, weil die Verkabelung dann so komplex und auch "lang" ist. Ich mein ein Datenpaket wandert dann von einem Rechner zum anderen ja immer über den Keller. Da könnte ich mir vorstellen, dass die Latenz drunter leidet, oder? (Stichwort z.B.: HDTV am Fernseher vom PC über LAN).

Zu den einzelnen Komponenten:

Patchfeld: Worauf sollte man achten? Sehe ich das richtig, dass da einfach die 8 Adern an den einzelnen Anschlüssen hinten aufgelegt werden, als wäre das eine riesige Unterputz-Dose? Das sind dann quasi meine Endpunkte der einzelnen Dosen im OG, korrekt?
Die einzelnen Ports vorne verbinde ich dann entweder mit einem Port des Switches, wenn es LAN sein soll, oder mit einem Port der Telefonanlage, wenn es ISDN sein soll. Geht das dann auch, dass ich da schon analog weitergehe über Cat7? Muss ich dann eigene Stecker basteln um die Telefone an die Dosen im OG anschließen zu können? Oder gibts da Standard-Kabel oder Adapter?

Switch: Es sollte ja ein managed Switch sein, da ich eigene ACLs nutzen möchte, und mir auch die Möglichkeit eines Heimservers im Keller offen halten will. Was kann man da nehmen? Klar - HP wurde schon genannt. Aber ich wollte keine 2000 Euro für nen Switch bezahlen icon_smile.gif

Telefonanlage: Wurde ja schon eine genannt, gibts Alternativen?

Gesuchte Artikel:

LOGILINK CAT 6 24 PORT 48,3CM PATCHFELD - taugt das was? Gefunden für 50 Euro bei einem Verwandten Adenauers... icon_smile.gif

DIGITUS 48,3 cm (19")-NETZWERK-WANDVERTEILER - taugt der was? Gefunden für 140 Euro ebenfalls bei Adenauers. Ich dachte, etwas mit Tür zum Schutz vor Staub wäre vielleicht sinnvoll im Keller... Andererseits könnte auch ein normales Teil wie
DIGITUS 19" UNIVERSALGESTELL 8 HE SCHWARZ ausreichen, Kostenpunkt beim gleichen Anbieter um 60 Euro.

Netgear 48,3 cm (19") GS716T Gigabit Smart Switch für 245 Euro - wo muss ich ja nciht nochmals sagen. Der hat 16 Ports, Gigabit, VLAN, Trunk... Aber irgendwie bin ich dann schon bei 500 Euro nur für den Keller... dazu nochmal ein Haufen Kabelsalat, die Dosen,...

Geht das nicht günstiger, ohne dass ich immense Einschnitte bei meinen Wünschen machen muss? Wärs evtl. sinnvoll, erstmal auf 100mbit zu gehn - zumindest beim Switch (das Cat7-Kabel kanns ja eh)?

Kann ich beim Kabel sparen, indem ich für ISDN dann eben doch kein teures Cat7 nehme, sondern "billiges" Cat5 oder sowas? Wenn ja, was sollte ich da nehmen?

Gruß,
Xor
Xor
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 02.05.2011
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: Mi Mai 04, 2011 2:43 pm    Titel:

Sorry für den Doppelpost, aber mir sind gerade noch ein paar weitere Gedanken gekommen...

1. Macht es Sinn, und ist es kostengünstig machbar (und wenn ja wie genau) die Telefone ebenfalls über Netzwerk laufen zu lassen? Stichwort IP-Telefon? Das hätte die Vorteile, dass ich an jede Steckdose im OG auch ein Telefon anschließen kann, und dann nur im Keller umpatchen muss.

2. Kann man Sat-TV ebenfalls ins Netzwerk integrieren? Wenn ja, wie? Optimal wäre es, in jedes Zimmer eine zusätzliche Dose zu legen, und darüber dann TV zu sehn. So wäre ich unabhängig was den Aufstellungsort des Fernsehers angeht, und kann mir in einigen Monaten wenn alles mal ein wenig gechillter zugeht auch einen Fernseher ins Schlafzimmer stellen...

3. In dem Zusammenhang noch eine komplett andere Frage: Ich habe sky und würde mir diese Lizenz holen, mit der man an mehreren Fernsehern mit nur einer "Lizenz" schauen kann. Weiß grad nicht wies heißt, ist aber offiziell von sky und somit legal icon_smile.gif Geht das dann noch genauso? Ich hatte vor Jahren mal eine dbox2 - mit der konnte ich den AKTUELL GEWÄHLTEN Sender der auf dem TV ablief auch auf den PC streamen über Netzwerk. Das ging auch auf mehrere Rechner zeitgleich ohne Probleme. Mit dem aktuellen Receiver von sky geht das leider nicht - zumindest habe ich keinen Weg gefunden wie. Wenn das aber irgendwie geht, wär das natürlich Klasse. Wie oft läuft man während einem Fussballspiel am Samstag nachmittag durch die Wohnung... Könnte man dann an 2 oder 3 Orten einen Monitor aufstellen, wär man überall im Bilde icon_biggrin.gif

Zugegeben, Punkt 3 ist Spielerei - aber interessieren würds mich dennoch.
jela
Kabeltester


Anmeldungsdatum: 29.06.2009
Beiträge: 316

BeitragVerfasst am: Do Mai 05, 2011 9:20 am    Titel:

Xor hat folgendes geschrieben::

Muss ich mit Geschwindigkeitseinbußen rechnen, weil die Verkabelung dann so komplex und auch "lang" ist. Ich mein ein Datenpaket wandert dann von einem Rechner zum anderen ja immer über den Keller. Da könnte ich mir vorstellen, dass die Latenz drunter leidet, oder? (Stichwort z.B.: HDTV am Fernseher vom PC über LAN).

Wenn die Verkabelung richtig installiert und angeschlossen ist (z.B. keine Knickstellen und Verdrillung bis zur Anschlussklemme), dann ist diese wahrschneinlich der geringste Faktor bei der Netzwerkperfomance. Da spielen Switch und PC bestimmt eine größere Rolle

Zitat:
Patchfeld: Worauf sollte man achten? Sehe ich das richtig, dass da einfach die 8 Adern an den einzelnen Anschlüssen hinten aufgelegt werden, als wäre das eine riesige Unterputz-Dose? Das sind dann quasi meine Endpunkte der einzelnen Dosen im OG, korrekt?

Wenn man weiß, auf was zu achten ist und nur ein wenig Erfahrung hat, dann ist es einfach icon_wink.gif
Hier ist es beschrieben: http://www.glasfaserinfo.de/netzwerkkabel_auflegen.html

Zitat:
Die einzelnen Ports vorne verbinde ich dann entweder mit einem Port des Switches, wenn es LAN sein soll, oder mit einem Port der Telefonanlage, wenn es ISDN sein soll. Geht das dann auch, dass ich da schon analog weitergehe über Cat7? Muss ich dann eigene Stecker basteln um die Telefone an die Dosen im OG anschließen zu können? Oder gibts da Standard-Kabel oder Adapter?

Ja, Du kannst einen analogen Anschluss direkt auf die Netzwerkverkabelung patchen. Es gibt diverse fertige Anschlusskabel oder Adapter, basteln ist da sicher nicht nötig.

Zitat:
Kann ich beim Kabel sparen, indem ich für ISDN dann eben doch kein teures Cat7 nehme, sondern "billiges" Cat5 oder sowas? Wenn ja, was sollte ich da nehmen?

(Technisch) gehen tut das schon - empfehlen würde ich es Dir nicht. Wenn man berücksichtigt, dass Du die Verkabelung die nächsten 10-20 Jahre nicht erneuerst und die technische Entwicklung der möglichen und gebrauchten Bandbreiten sieht, spart man da am falschen Ende. Die Grundphilosophie einer solchen Verkabelung besteht ja darin, dass sie universell nutzbar ist. Mit dem Tunnelblick auf ISDN und analoger Telefonie würden auch die einfachen alten Telefonkabel IY(St)Y reichen.

Xor hat folgendes geschrieben::
...
2. Kann man Sat-TV ebenfalls ins Netzwerk integrieren? Wenn ja, wie? Optimal wäre es, in jedes Zimmer eine zusätzliche Dose zu legen, und darüber dann TV zu sehn. So wäre ich unabhängig was den Aufstellungsort des Fernsehers angeht, und kann mir in einigen Monaten wenn alles mal ein wenig gechillter zugeht auch einen Fernseher ins Schlafzimmer stellen...

Jetzt habe ich gerade die universelle Nutzung ins Feld geführt, würde aber genau bei dieser Frage die Grenze ziehen. Es gibt Systeme die dies ermöglichen, sie sind aber pro­p­ri­e­tär und basieren auf keinem allgemeinen Standard. Wenn Du zukunftssicher installieren willst, solltest Du eine sternförmige Antennenverkabelung umsetzen und zusätzlich an jedem TV-Standort auch eine Netzwerkverkabelung vorsehen.


jela
Xor
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 02.05.2011
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: Do Mai 05, 2011 10:01 am    Titel:

Ok, fasse soweit mal zusammen:

Verteiler in den Keller, 24er-Patchfeld an 24er managed Switch und Fritzbox. Jede Doppeldose mit 2*8 Adern Cat7 anschließen, die durch Kabelrohre in der Wand, ca 25cm über dem Boden verlegt werden. Dadurch erhalte ich maximale Flexibilität was die Nutzung der einzelnen Leitungen angeht.

Für die Telefone wird einfach anderes Anschluss-Kabel genommen, also kein TAE-Stecker mehr, sondern RJ11. Damit kann ich die Telefone an die Netzwerkdosen anschließen (egal wo), und muss dann den entsprechenden Port im Keller einfach auf die Fritzbox patchen, statt auf den Switch.

Als ISDN-Verteiler nehme ich die von Joe genannte Fritzbox, damit ich auch intern telefonieren kann, und die Analoggeräte auch irgendwann ohne Probleme durch ISDN-Geräte ersetzen kann.

Koaxialkabel fürs Fernsehn lege ich unabhängig vom Netzwerk ebenfalls in alle Zimmer, die in Frage kommen - ein 8-Port-Sat-Verteiler ist im Keller vorhanden - praktischerweise genau im Raum wo der 19"-Schrank hin soll.

Somit ist die technische Seite geklärt. Offen sind die Fragen, welche Geräte ich nehmen sollte.

Was sagt ihr zu den von mir genannten Komponenten?
Welche Alternativen zur von Joe genannten Fritzbox gibt es? Die Fritzbox ist dummerweise nirgendwo originalverpackt zu bekommen, und in der Bucht mag ich nicht einkaufen - ich hab lieber einen Händler den ich greifbar habe.

Danke und Gruß,
Xor
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