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Autor Nachricht
JasonVorhees
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 07.10.2011
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: Mi Okt 12, 2011 5:34 pm    Titel:

@Expert007
Du hast es genau erfasst icon_smile.gif
Soll wirklich nur ein Versuchsaufbau für die Studenten werden.
Finde auch deine Idee mit der Photodiode und der Aufnahme des Photostroms über selbstgelötete Elektronik eine gute Alternative um auch einfach mal selbst so etwas zu bauen. Allerdings ist das ja nicht ganz das, was mein Versuchsaufbau bringen soll.
Ich möchte ja Protokollfehler in Verbindung mit Ü-Fehler auf der Leitung zeigen.
Aber ansonsten strebe ich den Aufbau so ähnlich an, wie du das auch geschrieben hast.
Ich möchte von einem PC über CuTP auf einen Medienconverter und dann die LWL Strecke mit einem Schmelzkoppler auf einen OSA und weiter auf den nächsten Medienconverter (evlt. einen Verstärker dazwischen) und dann wieder auf den zweiten PC.
Dann eben Dämpfungsglieder mit dazu usw. und sofort.
Finde deine Idee mit den biegeunempfindlichen Fasern auch echt gut und werde schauen ob ich die mit einbeziehe.
Ansonsten sollte das doch alles so laufen in dem o.g. Aufbau, oder seh ich das falsch?

Vielen Dank auf jeden Fall für deine tatkräftige Unterstützung icon_smile.gif

MfG
expert007
Schrankhinsteller


Anmeldungsdatum: 24.08.2010
Beiträge: 209

BeitragVerfasst am: Mi Okt 12, 2011 9:01 pm    Titel:

Hallo JasonVorhees,
der Vorschlag mit der Photodiode kam deswegen, weil es die einzige Möglichkeit ist das optische Signal in „analoger“ wirklich reinen Form anzuzeigen. Somit auch seine echte Qualitätsveränderung.
Das Problem mit den vorgeschalteten Medienkonvertern wird sein, dass du nur 2 Zustände sehen wirst = 1-Linkaufbau und 2-Datenübertragung. Die Datenübertragung wird in diesem Fall „fehlerfrei“ funktionieren, denn wenn der Link aufgebaut wurde dann ist auch die LWL Leitung gut genug für die Daten. Wenn du auf Grund der nichtausreichenden Leitungsqualität den Link verlierst, dann werden auch keine Daten mehr übertragen. Der Grund dafür ist die Schaltung des Empfängers in den Transceivern des Konverters, diese ist so aufgebaut, dass das Signal soweit aufbereitet wird, dass du daraus einen 100% sauberen Signal (mit einer super steilen Flanke) oder garnichts geliefert bekommst. D.h. es ist eine schwarz/weiß Betrachtung.
Mit einer Anzapfung des Signals über die Photodiode könntest du auch „grau“ Bereiche darstellen.

Einen evlt. Verstärker dazwischen brauchst du nicht. Denn Medienkonverter liefern bereits einen aufbereiteten sauberen Ethernet Ausgang für PC.

Bei Singlemode Fasern könntest du noch wie im Beitrag davor vorgeschlagen die Auswirkungen der Polarisation zeigen. Hierzu könnten die Studenten sich die Polarisationscontroller selbst bauen. Z.B 3-10 Ringe aus Fasern drehen und dann die Qualität des Signals durch Neigungswinkel der Ringe verändern.
Hier kannst du nachsehen wie so etwas funktioniert.
http://www.thorlabs.de/newgrouppage9.cfm?objectgroup_id=343

Dann könnte man noch den Studenten die mechanischen Spleiße zeigen. Könnte sogar vorteilhaft sein, wenn die Meßanordnung sich flexibel ändern sollten.

Mfg
JasonVorhees
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 07.10.2011
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: Do Okt 20, 2011 6:13 pm    Titel:

Ich habe mich jetzt noch einmal etwas erkundigt, was die Arbeitsweise der Medienconverter angeht.
Also die Converter von DLink bspw. arbeiten nach der Store-and-Forward Methode und geben somit fehlerhafte Pakte nicht weiter, sondern warten bis das Paket wieder in Ordnung ist.
Das bringt mir natürlich nichts.

Jetzt habe ich allerdings Transceiver entdeckt:
http://www.finisar.com/sites/default/files/pdf/Transceiver%20Guide.pdf
Diese scheinen auch von Twisted Pair auf LWL zu wandeln.
Weiß jemand von euch wie die diese Transceiver arbeiten?

Danke für die Info icon_smile.gif
expert007
Schrankhinsteller


Anmeldungsdatum: 24.08.2010
Beiträge: 209

BeitragVerfasst am: Sa Okt 22, 2011 9:22 pm    Titel:

Hallo JasonVorhees,

mit den Transceivern kannst du noch weniger anfangen, diese liefern ein Signal gemäß SERDES Interface. Ich weiss nicht ob du es noch aufbereiten willst.

Mfg
JasonVorhees
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 07.10.2011
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: Di Okt 25, 2011 6:04 pm    Titel:

@expert007
das scheint mir auf den ersten Blick leider auch so, aber ein Kollege meinte, dass er auf Arbeit solche Transceiver von Finisar hat wo vorne ein LWL Kapel reingeht und hinten RJ-45 also Cu-TP rauskommt.
Das wäre ja dann so etwas was ich brauche.
Habe aber eine solche Bauform in der Liste nicht finden können ... ich werde einfach nochmal meinen Kollegen nach der genauen Produktbezeichnung fragen und dann nochmal bei Finisar schauen, was es ist.

Ansonsten werde ich auch nebenbei erstmal weiter suchen ob es evtl. doch Converter gibt, welche kein Store-and-Forward nutzen sondern Fehler komplett durchrreichen.

Hat jemand schon Erfahrungen mit LWL-Netzwerkkarten?Die müssten mir doch meine Fehler auf der Übertragungsstrecke komplett mit ausgeben bei einem Netzwerkprotokoll, oder liege ich da falsch?

Dann könnte man alternativ - wenn auch sehr teuer - zwei PC's mit LWL-Netzwerkkarten über MM-LWL verbinden und darüber Gigabit Ethernet betreiben usw.
JasonVorhees
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 07.10.2011
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: Do Nov 10, 2011 7:35 pm    Titel:

Also ich habe jetzt von einem Ansprechpartner bei "Laser2000" erfahren, dass es fast keine Converter gibt die mir die Fehler durchreichen, da eigentlich alle einen PHY-Chip haben, der Fehler "schluckt".
Er meinte auch, dass dieser Chip auch auf den LWL-Netzwerkkarten vorhanden sein müsste, war sich aber nicht sicher. Das wäre für mich natürlich schlecht, da ich ja dann wieder meine Fehler nicht durchgereicht bekomme.
Er nannte mir als evtl. Möglichkeit PCMCIA Glasfaserkarten (mit RX-Ports)

Kann mir jemand da irgendwie weiterhelfen, evtl. Erfahrunge oder ähnliches?

Dankeschön icon_smile.gif
expert007
Schrankhinsteller


Anmeldungsdatum: 24.08.2010
Beiträge: 209

BeitragVerfasst am: Do Nov 10, 2011 9:53 pm    Titel:

Hallo JasonVorhees,
um ein „echtes“ 1:1 Signal zubekommen bleibt dir wirklich nur die von mir oben beschriebene Option mit der Photodiode.

Die PCMCIA Karte mit RX Ausgang wird auch nichts bringen da das Signal auch bereits aufbereitet wird.

Wenn du schon ein RX Signal auswerten willst dann wäre es möglich die RX Pegel des Konverters vor der PHY anzuzapfen (allerdings muss dass sehr kapazitätsarm passieren, da >100MHz). Die Konverter setzen die 1*9 Transceiver ein. Anbei ist das Bild der Pin-Belegung.

Die Pins 2 und 3 liefern das Signal. Allerdings stimmt meine Aussage auch hier, das Signal wird im Transceiver bereits verstärkt und bereinigt.

Ich kann dich gern weiterhin unterstützen. Kannst du bitte eine kleine Zeichnung anfertigen, wie du das jetzt vorhast zu realisieren.

Mfg
JasonVorhees
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 07.10.2011
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: Sa Nov 12, 2011 1:41 pm    Titel:

@expert007
also hier ist mein prinzipieller Aufbau des Exponats:
http://imageshack.us/photo/my-images/847/exponataufbau.jpg

An der Stelle B soll halt irgendwie das Signal gewandelt werden. Hier wäre es auch egal ob Fehler von der ersten TP Seite auf die LWL Strecke übertragen werden, da fände ich es sogar gut, wenn der Converter schön nur saubere Pakete auf die LWL-Strecke schickt.
Bei C wird natürlich das Signal aufgeteilt und geht nach F zum OSA und weiter nach D zum zweiten "Konverter" ... und an der Stelle liegt der Hund begraben, genau hier sollte Fehler durchgereicht werden. Somit ist ein Konverter nutzlos.

Es wurde mir nun von einem Kollegen vorgeschlagen einen Network Analyzer einzusetzen. Dieses Gerät schaut (auch auf Protokollebene möglich) auf die Glasfaser ... wohl auch während des Datenverkehr. Und dahinter kann es weitergehen zu meinem zweiten Notebook.
Evtl. Fehler welche mit dem Netwok Analyzer gefunden wurden, werden aber wohl weitergereicht ... gehen dann leider wieder auf einen Konverter und dann zum PC. Dort kann ich mit Wireshark natürlich recht wenig machen, aber das wäre ja egal, da mir ja der Networkanalyzer die Fehler die ich brauche ausgibt.

Kann mir jemand was zu dieser Variante mit dem Networkanalyzer sagen? Oder mir auch solche Geräte nennen?

Oder hat evtl. jemand einen anderen Vorschlag wie ich das noch realisieren kann?

Vielen lieben Dank schonmal icon_smile.gif
JasonVorhees
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 07.10.2011
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: So Nov 13, 2011 12:43 pm    Titel:

Also ich habe nochmal mit meinem Kollegen gesprochen, welcher angeblich einen Transceiver hat bei dem Vorn die Glasfaser reingeht und er dieses Transceiver dann einfach in einen normalen RJ-45 Slot stecken kann:
http://bit.ly/urqCTC
Das ist dieser Transceiver.
Kann mir jemand von euch was dazu sagen?
Hat dieser Transceiver nicht trotzdem einen PHY Chip oder eine Fehlerverwerfung?
Wäre echt super wenn mir jemand was dazu sagen kann.

Dankeschön icon_smile.gif
expert007
Schrankhinsteller


Anmeldungsdatum: 24.08.2010
Beiträge: 209

BeitragVerfasst am: So Nov 13, 2011 8:49 pm    Titel:

Hallo JasonVorhees,
zum Transceiver (Finisar):
diesen kannst du bestimmt nicht in einen normalen RJ45 Slot stecken. Geht physikalisch und datentechnisch nicht. Unabhängig davon müsste dann der RJ-Slot eine PHY besitzen um den Transceiver „zu verstehen“. SFP Transceiver können nur von SFP Slot angenommen werden.

Zu deiner Zeichnung:
Mit diesem Aufbau kannst du nur die Abhängigkeit der übertragenen Datenmenge zum Signalpegel darstellen. OSA wird dir nur die Signalstärke bei einer bestimmten Wellenlänge anzeigen. Visuell wäre es vielleicht besser wenn du LAN-Speedtest durchführen lässt. Z.B mit so einem Tool: http://www.totusoft.com/lanspeed2.html. Auf Grund der schlechteren Streckenwerte müsste man dann auch Verschlechterung in den Übertragungsmengen feststellen können. (Wäre nichts Anderes als DSL Speedtester für DSL Leitungen aus dem Internet)

Ich denke die Werte aus dem Wireshark wären nur sehr schwer interpretierbar. Da die Konverter dazwischen wirklich ein Problem für die echte Darstellung verursachen werden.

Mfg
JasonVorhees
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 07.10.2011
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: Mo Nov 14, 2011 2:10 pm    Titel:

@expert007
Ich selbst konnte auch nicht verstehen, wie mein Kollege diese SFP-Module (Transceiver) von Finisar einfach in einem RJ45-Port nutzen kann, aber er ist der festen Überzeugung, dass es funktioniert.
Ich habe ihn jetzt gebeten mir ein solches Modul mitzubringen, damit wir das testen können.

Zitat:
Ich denke die Werte aus dem Wireshark wären nur sehr schwer interpretierbar. Da die Konverter dazwischen wirklich ein Problem für die echte Darstellung verursachen werden.

Das ist eben genau das Problem, was ich habe. (Fast alle) Konverter korriegieren die Fehler auf der LWL und somit auch die Fehler im Protokoll, und somit kann ich diese im WireShark nicht mehr darstellen bzw. protokollieren.


Zitat:
OSA wird dir nur die Signalstärke bei einer bestimmten Wellenlänge anzeigen. Visuell wäre es vielleicht besser wenn du LAN-Speedtest durchführen lässt. Z.B mit so einem Tool: http://www.totusoft.com/lanspeed2.html.

Den OSA würde ich nur nutzen wollen um mir das Spektrum des Lichtes anzuschauen, speziell wie stark das Rauschen evtl. zunehmen würde, oder eben der Pegel gesunken ist (Dämpfung) oder das Signal verformt wurde (Dispersion). Und diese Veränderungen des Signals würde ich dann eben gern in ein (veranschaulichtes) Verhältnis von Übertragungsfehler (Protokolleben) setzen. Dazu wollte ich dann eigentlich bspw. WireShark nutzen.
Was aber nun zu einem zunehmen unlösbarem Problem wird.
Die Alternative mit dem Lan-Speedtest bringt mir natürlich eine gewisse Hilfe, dass ich Fehler in der Übertragungsstrecke wenigstens ins Verhältnis zur Übertragungsgeschwindigkeit setzen kann.


Wie schon erwähnt wäre (scheinbar) ein Network Analyzer eine Alternative für mich. Den könnte ich wohl einfach auf LWL packen, Protokolle mitschneiden, Bitfehler usw. und am anderen Ende einfach weiter Richtung zweiten PC. Wie das allerdings funktioniert und wie der genaue Aufbau aussehen müsste bzw. welches Gerät ich benötigen würde ist noch offen. Habe da einen Kollegen, welcher sich bisher aber noch nicht gemeldet hat.

Die Frage wär ob sich jemand von euch evtl. mit Networkanalyzern auskennt und / oder evtl. welche empfehlen kann für meinen Aufbau / meinen Zweck?
JasonVorhees
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 07.10.2011
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: Mi Nov 16, 2011 9:40 am    Titel:

Also ich hoffe die Lösung meiner Probleme gefunden zu haben:
http://de.level1.com/prod/7007/FVT-6001.htm

Dieser Konverter hat einen DIP-Switch für verschiedene Betriebsmodi.
Darunter ein Modus "Pure Converter Mode"
Dabei soll wohl eben nicht darauf gewartet werden, dass die Datenpakete sauber ankommen sondern sofort alles weitergeschickt werden ohne Korrektur.
Das wäre ja genau was ich haben möchte.

Seh ich das denn so richtig, bzw. versteh ich denn diesen Pure Converter Mode richtig? Kann mir jemand etwas dazu sagen?

Vielen Dank icon_smile.gif
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