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tobiash Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 25.11.2011 Beiträge: 3
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Verfasst am: Fr Nov 25, 2011 11:10 am Titel: OM2 Patch Kabel an OM3 Festverkabelung? |
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Hallo zusammen,
folgende Situation: Die Gehäuseverkabelung ist durchgängig OM3. Patchkabel wurden jedoch immer OM2 Fasern bestellt. Bisher hatten wir keine Probleme.
Aber dennoch die Frage:
Kann das negative Auswirkungen haben, wenn man an einem OM3 Patchfeld ein OM2 Kabel zum Switch anschließt?
Allein von der Theorie her müsste das Lichtsignal doch auf einem Weg z.B. Switch<-->OM2(Patch)<-->OM3(Festverkabelung)<-->OM2(Patch)<-->Switch unterschiedlich gebrochen werden?
Grüße, Tobias |
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admin Regenerator

Anmeldungsdatum: 01.01.2001 Beiträge: 2427 Wohnort: St. Ingbert
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tobiash Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 25.11.2011 Beiträge: 3
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Verfasst am: Fr Nov 25, 2011 12:20 pm Titel: |
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OK, danke für die Antwort.
Wie wirkt sich das denn auf die Reichweite aus?
Sind durch die Verwendung der OM2 Patchkabel bei 10G auf dem gesamten Weg nur 80m möglich oder verrechnet sich das?
Gruß, Tobias |
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admin Regenerator

Anmeldungsdatum: 01.01.2001 Beiträge: 2427 Wohnort: St. Ingbert
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Verfasst am: Fr Nov 25, 2011 12:31 pm Titel: |
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es dürfte nur ein minimal erhöhter Dämpfungswert geben. Habe es selbst nicht nachgemessen, würde mich aber auch mal interessieren. Vielleicht wissen unsere "LWL-Spezialisten" dazu mehr? _________________ Gruß
Thorsten
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meisterdausi Schrankhinsteller
Anmeldungsdatum: 03.03.2007 Beiträge: 172
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Verfasst am: Fr Nov 25, 2011 2:53 pm Titel: |
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Hi,
das Thema hatte ich mit einem Hersteller von Glasfaserkabeln, allerdings habe ich die Versprochene Powerpoint nicht bekommen.
Mir wurde erklärt, dass man die Länge der OM2-Patchkabel von der gesamten Linklänge abziehen muss.
Aber: von einem anderen Spezialisten habe ich folgende Aussage bekommen:
OM3 Fasern sind Laser-Optimierte Fasern im Fenster um 850nm. Somit ergibt sich bei einer Mischung zwischen OM2 und OM3 "nur" eine erhöhte Dämpfung in dem Bereichn.
Das würde nur dann stören, wenn man ohnehin schon eine sehr große Dämpfung hat, da auch SFPs mit der Zeit Altern, und sich dadurch keine so hohe Reichweite mehr Überbrücken lässt.
Viele Grüße,
meisterdausi |
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Hanswurst123 Schrankhinsteller
Anmeldungsdatum: 13.04.2006 Beiträge: 152
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Verfasst am: Sa Nov 26, 2011 12:55 am Titel: |
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Hallo!
Hier meine Gedanken...
Die reine Fasereigendämpfung wird -je nach Hersteller- zwischen 2,5db und 3,5 db / km ( bei 850nm) liegen.
Was soll da an an Mehrdämpfung beim Einsatz eines 2m-Patchkabel entstehen?
Ob ich nun eine Linklänge von 80m oder 76m realisiert bekomme - wer agiert schon in diesem Grenzbereich?
Auf der anderen Seite - wozu soll ich mir die teuren OM3-Spleissboxen nehmen?
Wenn ein OM2-Patchkabel keine nennenswerte Qualitätseinbuße zur Folge hat, wird ein 2m OM2-Pigtail innerhalb der Box auch nichts machen?
Ich kann mir vorstellen, dass es mit dem Bandbreitenlängenprodukt zu tun haben könnte, bin aber auch nicht wirklich in Kenntniss!
Vlt kommt auch das "das schwächste Glied bestimmt die Leistung" zum Tragen und das OM2-Patchkabel zerschießt das ganze OM3-Backbone?!?
Abschließend: Wenn schon die "Spezialisten" unterschiedliche Aussagen treffen, wie soll da der gemeine Spleisse oder Anwender einen Durchblick haben?
Gruß,
Hans |
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expert007 Schrankhinsteller
Anmeldungsdatum: 24.08.2010 Beiträge: 209
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Verfasst am: Sa Nov 26, 2011 11:34 pm Titel: |
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Hallo,
wie schon von Hanswurst123 vermutet wird die Linklänge für 1Gig bzw. 10Gig durch das Bandbreitenlängenprodukt der Fasern bestimmt. Der richtige Begriff heißt „effektive modale Bandbreite“ (Effective Modal Bandwidth), der speziell die Ausleuchtung des Kerns mit Lasern berücksichtigt.
Die Dämpfung spielt für die maximal erreichbare Linklänge bei Multimodeübertragung eine deutlich untergeordnete Rolle. Die Multimodefaser hat durch ihre Struktur und Art der Signalübertragung eine „Tiefpass“ Funktion, die durch das Bandbreitenlängen Produkt charakterisiert wird.
OM2 Faser hat einen MinWert von 500MHz*km (bei 850nm)
OM3 Faser hat einen MinWert von 1500MHz*km (bei 850nm)
Deswegen ist auch die Übertragungslänge bei OM3 mindestens 3 Mal länger.
Allerdings sind diese (MIN) Werte genauso wie die Linklängen als Worst Case zu verstehen. Da die Faserhersteller auf Grund der Konkurrenz deutlich bessere Fasern anbieten.
@tobiash: deine Aussage zu 80m bezieht sich wahrscheinlich auf die Begrenzung bei Nutzung 10GBASE-SR (850 nm) Standards. Es gibt allerdings auch 10GBASE-LR(M) Standard, der die Wellenlänge 1310 nm nutzt. Bei Verwendung von diesem Standard liegt die MinLänge bei beiden Fasern, OM2 und OM3, bei 220m.
Für dein Beispiel (OM2(Patch)<-->OM3(Festverkabelung)<-->OM2(Patch) )
sehe ich keine Probleme (vorausgesetzt: die OM2 Strecken sind wirklich kurz, wie es für Patchkabel üblich ist).
Die Länge der OM2 Patchkabel würde ich mit dem Faktor 4 in die Berechnung der Linklänge übernehmen.
Z.B. 2m OM2(Patch)<-->100m OM3(Festverkabelung)<--> 2m OM2(Patch)
= 4m OM2 + 100m OM3 = 116 m OM3
Allerdings hast du mit deinem Beispiel einen deutlichen Vorteil. Denn meistens ist es in der Praxis umgekehrt: man hat eine OM2 Festverkabelung. In deinem Fall würde ich bei dem Einsatz der 10Gig Technik einfach die Patchkabel tauschen, denn der Preis des Patchkabels im Vergleich zur Übertragungstechnik absolut gering ist.
Mfg |
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tobiash Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 25.11.2011 Beiträge: 3
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Verfasst am: Di Nov 29, 2011 9:09 am Titel: |
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Hallo,
vielen Dank für die Antworten!
@expert007: Ja genau, ich bin beim Einlesen in 10GBASE-SR über die 80m(bei OM2) bzw. zuerst über das Bandbreiten-Längenprodukt gestoßen. Der LWL-Patchkabelzulieferer konnte mir das für die von uns bestellten Patch-Kabel allerdings nicht genau beantworten und nannte nur OM2.
Die Patchkabel in unserem RZ können schon mal ne Länge von 10-15m haben.
OK, also hat die Qualität bzw. Kategorie einer Faser nichts mit dem Verlauf des Lichts zu tun? Beides werden ja gradientenfasern sein.
Grüße, Tobias |
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expert007 Schrankhinsteller
Anmeldungsdatum: 24.08.2010 Beiträge: 209
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Verfasst am: Fr Dez 02, 2011 1:19 am Titel: |
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Hallo tobiash,
Es hat schon mit dem Verlauf des Lichts zu tun. Die Kernstruktur der OM2 und OM3 unterscheiden sich. Bei OM3 erfolgt „Lichtfluss“ unmittelbar im Zentrum, ähnlich der Singlemodefaser. Deswegen auch höheres Bandbreitenlängenprodukt (da geringes DELAY/Jitter) und höherer Preis durch aufwendigere Herstellung.
Mfg |
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