Verfasst am: Do Feb 23, 2012 5:31 pm Titel: Streaming über IPv6
Ich untersuche die Vorteile von IPv6 im Vergleich zu IPv4 im Bezug auf Audio- und Videostreaming, vor allem im Hinblick auf „Quality of Service“.
Dafür benutze ich den VLC-Player. Streaming sowohl über IPv4 und IPv6 funktioniert einwandfrei. Nun hab ich erfolgreich versucht, die Bandbreite mit Hilfe von „netem“ soweit zu begrenzen, sodass die Streams gerade noch „ruckelfrei“ laufen.
Idee war es nun, parallel zum Stream IPv4 bzw. IPv6-Pakete (z.B. mit „iperf“) zu senden, um den Einfluss dieser auf die Performance des Streams zu testen. Daraus gingen unglücklicherweise – trotz unzähliger Versuche – keine verwertbaren Ergebnisse hervor, da der IPv6-Stream nahezu gleiches Verhalten im Hinblick auf verworfene Pakete und „Ruckler“ wie der IPv4-Stream aufwies.
Ich bin momentan echt am verzweifeln und weiß nicht weiter. Hat sich schon jemand mit dem Thema beschäftigt und kann eventuell weiterhelfen? Habe ich irgendwas übersehen?
Interessant wäre auch ein Tool, mit dem sich die Priorität einzelner Pakete übers Netzwerk einstellen lässt und diese auch erzeugt.
Würde mich über eure Hilfe sehr freuen!
tikay.event Mainframeeinrichter
Anmeldungsdatum: 04.03.2006 Beiträge: 6087 Wohnort: Herne-Bay, UK
Verfasst am: Do Feb 23, 2012 10:52 pm Titel:
QoS bringt nur was, wenn sämtliche Kommunikation auf dem jeweiligen Protokolltyp läuft. Also nur IPv6 oder nur IPv4. Übergreifend können die im IPv6 verbauten QoS-Mechanismen nicht arbeiten. In dem Moment, wo es eine "Fremdkommunikation" gibt kann das QoS nicht mehr sauber arbeiten.
Ethernet selbst sieht kein QoS vor, weswegen es da keinen Lösungsweg gibt.
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