Verfasst am: Di Mai 08, 2012 6:34 pm Titel: Ethernet über Telefonleitungen
Hi,
wir haben das Problem, eine Nebengebäude in einem Park an unser Firmennetz anzubinden.
Richtfunk geht nicht, WLAN auch nicht, LAN (Erdkabel zu weit) und LWL wäre technisch zwar machbar, ist aber außerhalb des finanziellen Rahmens (Erdarbeiten, etc.).
Bei uns im Keller hängt aber ein alter KVz der Telekom und aus dem Schaltplan geht hervor das 100x2x0,6² von unserem Gebäude in das alte Nebengebäude gehen.
Mein Gedanke war 1 Doppelader für unser Netzwerk zu "missbrauchen". Allerdings bräuchten wir dazu eine Art Wandler der unser 100Base-TX LAN auf die Doppelader konvertiert. Also quasi ein Gerät das ein DSL zwischen den beiden Punkten herstellt.
Es gibt sicher Geräte dafür, nur habe ich auf die Schnelle nichts gefunden und weiß auch nicht genau nach was ich suchen soll..? Hat sowas schon mal wer gemacht?
Verfasst am: Di Mai 08, 2012 7:14 pm Titel: Re: Ethernet über Telefonleitungen
Hallo,
Guschtl hat folgendes geschrieben::
Richtfunk geht nicht, WLAN auch nicht
Warum? - Warum?
Guschtl hat folgendes geschrieben::
Mein Gedanke war 1 Doppelader für unser Netzwerk zu "missbrauchen". Allerdings bräuchten wir dazu eine Art Wandler der unser 100Base-TX LAN auf die Doppelader konvertiert. Also quasi ein Gerät das ein DSL zwischen den beiden Punkten herstellt.
Bitte suche in diesem Forum nach den Begriffen "VDSL-Modem", "VDSL-Bridge", "SDSL-Modem", "SDSL-Bridge", "Ethernet über Telefonleitung", "LAN über Telefonleitung", "Ethernet über Doppelader", "LAN über Doppelader", etc. ... es gibt hier dazu etliche Threads, die Du mit ein wenig Mühe sicherlich auch selbst gefunden hättest.
Verfasst am: Di Mai 08, 2012 7:31 pm Titel: Re: Ethernet über Telefonleitungen
CT2 hat folgendes geschrieben::
,
Guschtl hat folgendes geschrieben::
Richtfunk geht nicht, WLAN auch nicht
Warum? - Warum?
Das Nebengebäude ist ca. 200 Meter entfernt in einem Park. WLAN bekommt keine Verbindung, Richtfunkt bricht ab, da vermutlich zu viele Bäume im Weg sind. Es besteht aufgrund der "exzessiven" Bepflanzung keine Sichtverbindung (und ich werde das Gärtner-Team nicht davon überzeugen können eine Schneise für uns zu schlagen ).
Das Projekt "Anbindung Nebenstelle" existiert schon ca. 10 Jahre und diverse meiner Vorgänger sind daran gescheitert. Ich will es nun mit der Tel-Leitung probieren. LWL wäre auch möglich, ist aber aufgrund des schönen Parks extrem kostenintensiv (~25.000 Euro für die Arbeiten, alles Vorkriegsbauten ohne Verkableung....).
Vielen Dank für deine Geräte, jetzt weiß ich nach was ich suchen muss
Wer Erfahrung damit hat, bitte posten
CT2 Kabeltester
Anmeldungsdatum: 10.06.2011 Beiträge: 396
Verfasst am: Di Mai 08, 2012 7:51 pm Titel: Re: Ethernet über Telefonleitungen
Hallo,
Guschtl hat folgendes geschrieben::
WLAN bekommt keine Verbindung, Richtfunkt bricht ab, da vermutlich zu viele Bäume im Weg sind.
Okay, ich hatte nur deshalb nochmal nachgefragt, da man heutzutage hierfür natürlich weder das klasssische Standard-WLAN (das ist ja klar, das hier bei einem normalen AP keine Verbindung mehr möglich ist) noch den klassischen Richtfunk einsetzt, sondern meist Richtantennen an geeigneten WLAN-APs im 5 GHz-Bereich zum Einsatz kommen. Das ganze wird natürlich auf dem höchsten Punkt des Gebäudedachs montiert, wo ggfs. auch noch Montagemasten zur weiteren Erhöhung zum Einsatz kommen. Der Begriff "Standortvernetzung auf Basis einer Punkt-zu-Punkt WLAN-Richtfunkstrecke" beschreibt das Verfahren also etwas besser.
Es besteht aufgrund der "exzessiven" Bepflanzung keine Sichtverbindung
Beim vorgenannten Vorgehen ist aber nicht nur eine Sichtverbindung notwendig, sondern es muss die ganze Fresnel-Zone (das ist praktisch eine schmale Ellipse um die Sichtstrecke herum) frei sein. Das erreicht man bei den üblichen (mehrstöckigen) Bürogebäuden eigentlich immer. Bei einstöckigen Einfamilienhäusern wird das sicherlich in der Tat schwierig sein.
Gruß.
pesser Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 01.04.2012 Beiträge: 19
Verfasst am: Di Mai 15, 2012 5:37 am Titel: Re: Ethernet über Telefonleitungen
Guschtl hat folgendes geschrieben::
Das Nebengebäude ist ca. 200 Meter entfernt in einem Park.
Hmm, 100m Ethernet über Telefonkabel 0,6 PE-isoliert wären wohl kein Problem, 200m schon.
Theoretisch könnte man auf halber Strecke einen Switch einbauen, der über das eine Doppelader mit Strom versorgt wird.
Wenn die Örtlichkeiten es erlauben z.B. am Erdkabel eine Muffe setzen, ein kurzes Abzweigkabel einspleißen und ein kleines Außengehäuse montieren.
Wenn das ein Profi macht geht das ratzfatz, umsonst ist das natürlich auch nicht.
Strippendomteur Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 13.01.2010 Beiträge: 28
Verfasst am: Mi Mai 16, 2012 3:57 pm Titel: Re: Ethernet über Telefonleitungen
Guschtl hat folgendes geschrieben::
Hi,
.....
Bei uns im Keller hängt aber ein alter KVz der Telekom und aus dem Schaltplan geht hervor das 100x2x0,6² von unserem Gebäude in das alte Nebengebäude gehen.
Mein Gedanke war 1 Doppelader für unser Netzwerk zu "missbrauchen".
......
Habt Ihr euch eigentlich schon mal die Mühe gemacht, diese Idee auf Realismus zu prüfen?
Also ob eure Annahme eigentlich richtig ist, indem man eine Leitungsmessung über die zwei zugänglichen VT durchführt?
Nächste Frage, ist dieser Netzbereich > VzK der Telekom noch aktiv und noch zu deren Netzt gehörig?
Oder meint Ihr da könnte man einfach mal so drin Herumschalten und Walten und das würde niemanden außer euch interessieren?
Und da war dann noch so ein genialer Erfinder, welcher mal so einfach in das T-Netz eine Muffe setzen wollte
pesser BeitragVerfasst am: Di Mai 15, 2012 5:37
Wenn die Örtlichkeiten es erlauben z.B. am Erdkabel eine Muffe setzen, ein kurzes Abzweigkabel einspleißen und ein kleines Außengehäuse montieren.
Wie darf man das denn verstehen, wenn es die Örtlichkeiten erlauben , bei Nacht und Nebel oder wenn kein Telekomer das sieht?
weiter noch dazu der Hinweis:
Wenn das ein Profi macht geht das ratzfatz, umsonst ist das natürlich auch nicht.
Soll das ein Angebot gewesen sein oder erst noch werden, daß der User pesser das wohl so ratzfatz hinbekommen würde?
Einfach nur zum Kopfschütteln, Fachidiotie zum Himmel schreiend!
Oder war es einfach noch zu früh > 5:37 Uhr, um klare Gedanken zu fassen?
pesser Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 01.04.2012 Beiträge: 19
Verfasst am: Fr Mai 18, 2012 2:38 am Titel: Re: Ethernet über Telefonleitungen
Strippendomteur hat folgendes geschrieben::
Und da war dann noch so ein genialer Erfinder, welcher mal so einfach in das T-Netz eine Muffe setzen wollte
Ich als genialer Erfinder habe diesen Satz:
"... Nebengebäude in einem Park an unser [LAN] Firmennetz anzubinden"
so verstanden, daß es sich und um ein privates Erdkabel in einem Betriebsgelände handelt.
"ein alter KVz der Telekom" hab ich interpretiert als "wie einer von der Telekom".
An solchen Privatnetzen habe ich ehedem ausreichend oft gearbeitet um mir das lebhaft vorstellen zu können.
Wenn das ein „KVz” (im Keller?) von Post/Telekom sein sollte, ginge wahrscheinlich kein Erdkabel 100×2 direkt zu irgendeinem Nebengebäude.
Auch 0,6 mm ø ist für mich eher ein Indiz für ein Privatkabel. Die Telekom war früher mit 0,4 unterwegs, seit 1993 mit 0,35 und 0,5 mm.
Zitat:
Einfach nur zum Kopfschütteln, Fachidiotie zum Himmel schreiend!
Laß mal gut sein. Einer von uns hat die Ausgangssituation mißverstanden, kein Grund zur Panik!
ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Wenn es ein privates Kabel ist, sollte es mit der VDSL Bridge von Allnet am schnellsten und billigsten zu lösen sein. Soweit ich es mit bekommen habe scheinen die Leute welche eine VDSl Bridge im Einsatz haben damit recht zufrieden zu sein. Eventuell kann man sogar da du ja noch mehr Adern hast, mehrere dieser Strecken parralel schalten um mehr Bandbreite zu erreichen.
Erfahrungen findest du in diesem Tread!
http://www.glasfaserinfo.de/board/topic,7235.html
Wenn es ein Kabel der Telekom ist, sollte ein Anruf bei T-Systems helfen können. Eventuell können die euch ein Angebot machen.
Wieso hier eine Diskussion über WLan geführt wird, erschließt sich mir nicht. Zumal oben schon von der Fresnel Zone gesprochen wurde und somit der TO dieses problemlos googlen kann. Wenn die Zone eben laut seinen Aussagen nicht frei ist, bzw WLan nicht geht, geht es eben nicht. _________________ Erwarte nicht das jemand mehr Arbeit in des Beantworten einer Frage investiert, als du für das Ausdenken und Formulieren der Frage verwendet hast...
Zuletzt bearbeitet von Joe am Fr Mai 18, 2012 5:30 pm, insgesamt 2-mal bearbeitet
JoJo-Action Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 18.10.2011 Beiträge: 38
Verfasst am: Fr Mai 18, 2012 11:17 am Titel:
Wie ist denn das mit dem Potentialausgleich bei einer VDSL-Bridge?
timsta Switchaufsteller
Anmeldungsdatum: 11.07.2007 Beiträge: 533
Verfasst am: Do Mai 31, 2012 12:14 pm Titel:
Bei einer VDSL Bridge ist meines Wissens nach kien Pot. Ausgleich nötig da es eh ungeschirmte Kabel sind. Hast du schon mal bei einem DSL Modem einen Potentialausgleich gesehen ?
Meistens wird der einzelne Draht ( Unisoliert ) genommen und auf die Pot Schinen ( auf beiden Seiten ) aufgelegt.
Mann möge mich in der Luft zerreisen wenn dem nicht so ist. _________________ www.timsta.net LAN Party Eventmanagement. Strom, Netzwerk, Catering und Internetzugang alles aus einer Hand.
Besorg dir 2x dieses Modem, lässt sich dann als Master und Slave konfigurieren.
Gut ist hier, dass man bei diesen Geräten nicht blind arbeitet, sie haben eine Weboberfläche, wo sich Sync usw. einsehen lassen. _________________ Mit freundlichen Grüßen
Simon
Guschtl Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 08.05.2012 Beiträge: 3
Verfasst am: So Jun 10, 2012 10:11 am Titel: Re: Ethernet über Telefonleitungen
Strippendomteur hat folgendes geschrieben::
Habt Ihr euch eigentlich schon mal die Mühe gemacht, diese Idee auf Realismus zu prüfen?
Also ob eure Annahme eigentlich richtig ist, indem man eine Leitungsmessung über die zwei zugänglichen VT durchführt?
Nächste Frage, ist dieser Netzbereich > VzK der Telekom noch aktiv und noch zu deren Netzt gehörig?
Oder meint Ihr da könnte man einfach mal so drin Herumschalten und Walten und das würde niemanden außer euch interessieren?
Hallo, der Grundgedanke kam von einem Telekomiker.
In dem Netz hängen nur unsere Betriebsgebäude. Bei uns im Keller ist quasi für jedes Gebäude ein KVz aufgestellt worden, darüber läuft auch unsere Telefonanlage. Das Nebengebäude ist mit einem 100x2x0,6 Kabel angebunden und der KVz dort versorgt auch einzig dieses Gebäude.
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