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Zu enger Steckerkontakt verschiebt Spektrum?  
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Autor Nachricht
JasonVorhees
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 07.10.2011
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: Mi Mai 09, 2012 9:38 am    Titel: Zu enger Steckerkontakt verschiebt Spektrum?

Hallo,

also ich habe gestern eine kleine Messung gemacht, und zwar geh ich dafür mit einem Patchkabel auf eine (SC/SC)Kupplung und am anderen Ende mit einem FSMA-Stecker auf ein Spektrometer.

Nun war ich sehr verwundert über das Spektrum. Es wird ein 850nm-Laser genutzt aber das Spektrum zeichnet 3 Plataeus ab. Einmal bei ca. 250nm, dann wieder bei 450 und dann bei ca. 750nm.
Das geht dann an den Stellen fast wie ein digitales Signal steil rauf, bleibt auf der Höhe für ca. 50nm und fällt dann steil wieder ab.

Wenn ich den Stecker an der Kupplung, oder am Spektrometer nun nicht ganz reinstecke (bei der Kupplung klickt es ja, und den FSMA muss ich "fest" schrauben), sondern etwas löse, dann habe ich mein schönes Spektrum um die 850nm herum.

Kann mir das jemand erklären? Hat es was mit zu engem Steckerkontakt zu tun, oder kann das evtl. an den Kontakten selbst liegen?
Ich werde heute mal die Kupplung tauschen und ein anderes Patchkabel nehmen, aber interessieren würde mich hier schon eine Erklärung.

Danke im Voraus.

LG
JasonVorhees
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 07.10.2011
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: Fr Mai 11, 2012 3:07 pm    Titel:

Also ich habe jetzt mal ein Foto des Spektrums gemacht.
Ich habe auch mal ein anderes Patchkabel und eine andere Kupplung genutzt, Stecker gereinigt, keine Veränderung.
Immer wenn ich die Stecker richtig in die Kupplung reinstecke sieht das Spektrum so aus:


Habe es mal testweise an ein größeres und wesentlich teureres Scope angeschlossen, da ist das Spektrum i.O.

Hat jemand eine Ahnung? Tippe nicht darauf, dass das Gerät kaputt ist, da es ja bei losen Stecker ein gutes Spektrum anzeigt.
kekswurst
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 29.05.2012
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: Di Mai 29, 2012 6:55 pm    Titel:

Hallo,
deine Stecker verschieben das Spektrum nicht.

Die "Plateaus" in deinem Spektrum, die sogar bei schwächeren Emissionsbanden z.b. bei 350-400nm auftreten zeigen, daß das Lichtsignal um etliche Zehnerpotenzen über den Meßbereich deines Spektrometers hinausreicht. Das Signal steht praktisch am "Anschlag".

Diese Bereiche habe ich grün markiert.
Die schwarze Linie stellt eine freihand-Schätzung des Spektrums dar.


Wenn du die Stecker auseinanderziehst dämpfst du das Signal, ähnlich wie es eine lange Faser tun würde. Dadurch wird der Meßbereich nicht mehr überschritten und du siehst das Maximum bei 850nm.

Daß das Signal beim Maximum von 850nm auf Null geht stimmt mich etwas bedenklich. Entweder eine Schutzschaltung in deinem Spektrometer schlägt an und schaltet die Messzelle ab (hoffentlich), oder die Photodiode bzw. der A/D-wandler gehen wegen der Überbeanspruchung in die Knie (der schlechtere Fall).


Beste Grüße

Edit: Die richtige Grafik angehängt...

Edit#2: Mir fällt gerade auf, daß das Gerät sogar am unteren Fensterrand in roter Fettschrift warnt: "Saturated" dt.: Messzelle gesättigt

Edit#3: Ich habe gerade das Datenblatt zu deinem Spektrometer gefunden. Erstmal Korrektur: Keine Messzelle/Photodiode, sondern CCD mit festem Monochromator.
Bei 1ms Integrationszeit entsprechen 5000 counts 1µW. Du hast eine integrationszeit von 100ms, d.h. die obere Messbereichsgrenze liegt bei 10nW (nano Watt) in der jeweiligen Wellenlänge. Da du einen Laser verwendest dessen Energie zum größten Teil bei einer bestimmten Wellenlänge bzw. in einem bestimmten Band frei wird führt das zu einer hoffnungslosen Überbelichtung des Sensors. Die Lichtstärke scheint in diesem Bereich groß genug zu sein um die betroffenen CCD-Zellen vollständig leitfähig zu machen, was eine mögliche Erklärung für die beobachtete Lücke beim Wellenlängenmaximum ist.

Vermutlich ist die eingestrahlte Energie auch bei minimaler integrationszeit zu hoch, daher rate ich zu einer schwächeren Lichtquelle.

Im Übrigen: Warum versuchst du das Spektrum eines Lasers zu vermessen? Wenn du es auf das Kabel abgesehen hast empfehle ich eine breitbandige Lichtquelle (Glühbirnen aller Art, vorzugsweise Halogen), da diese über das gesamte Spektrum Licht zur Verfügung stellen. Die (Rest-)Lichtstärke eines Lasers misst man besser mit einem Dämpfungsmessgerät.
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