Verfasst am: Mi Jun 06, 2012 3:55 pm Titel: Welcher 48 Port Gigabitswitch für Heimnetzwerk?
Hallo!
Ich bin auf der Suche nach einem 48 Port Gigabitswitch für das Heimnetzwerk. Ich wollte maximal 470,00 € investieren. Die Internetrecherche hat letztlich drei Produkte zu Tage gefördert. Beim Durchschauen der Datenblätter sind mir einige Funktionen aufgefallen, die ich jetzt und in naher Zukunft nicht benötige (z.Bsp. Trunking, VLAN).
Von daher die Frage ob die gefunden Switches overpowered sind. Wenn ja, bin ich für Alternativvorschläge sehr dankbar.
1. Netgear ProSafe 48-Port Gigabit Smart Switch GS748T - circa 380,00 €
2. TP-Link TL-SG1048 - circa 390,00 €
3. HP V1910-48G Switch - circa 460,00 €
Besten Dank für Euer Feedback.
Gruß
thantos
CT2 Kabeltester
Anmeldungsdatum: 10.06.2011 Beiträge: 395
Verfasst am: Mi Jun 06, 2012 6:18 pm Titel: Re: Welcher 48 Port Gigabitswitch für Heimnetzwerk?
Hallo thantos,
niemand kann Dir Deine Frage professionell oder sinnvoll beantworten, wenn Du uns nicht zuvor umfangeich Hintergrunddetails zu Deinem Vorhaben lieferst. - Also:
- Was hast Du denn genau vor?
- WOfür benötigst Du 48-Ports im Heimnetzwerk?
- Wie sieht denn Deine strukturierte Verkabelung derzeit aus?
- Wiviele Etagen hat Dein Haus?
- Wieviel Netzerkgeräte und welche sollen angeschlossen werden?
- Welche zentrale Netzwerk-Hardware (Server. NAS, WLAN-AP, Router, etc.) ist vorgesehen?
Gruß.
thantos Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 4
Verfasst am: Mi Jun 06, 2012 9:19 pm Titel:
Hallo CT2,
wir haben letzte Woche ein Fertighaus gestellt bekommen und demnächst soll die Verkabelung durch den Elektriker durchgeführt werden. Geplant bwz. gewünscht ist CAT 7 Verkabelung. Fast jedes Zimmer bekommt ein TWIN-Datenanschluß. Im Schlafzimmer sind es 2 Twin-Datenanschlüße und im Wohnzimmer 3 Twin-Datenanschlüße. Im Wohnzimmer kommt hinzu das meine Frau an zwei Wänden 3 Twin-Datenanschlüße haben möchte. Frauen dekorieren ja mal gerne um.
Ferner sollen die Telefone über das Netzwerk laufen.
In der Summe komme ich dann auf 35 Ports die benötigt werden. Ich möchte gleich alle Ports aufs Patchpanel auflegen lassen und von dort in den Switch stecken, obwohl nicht sofort alle Datenanschlüße genutzt werden. Wenn es aber mal soweit sein sollte, ist alles fertig und kann sofort, quasi out of the box, genutzt werden.
Das Haus besteht aus Erdgeschoß und Obergeschoss. Eine Keller gibt es nicht. Im HWR-/Technikraum ist nicht viel Platz. Ich kann höchstens einen
Wandschrank mit vielleicht 12 HE (Triton Delta BS4), oberhalb des WW-Speichers installieren. Genaue Maße habe ich erst, wenn der WW-Speicher steht. Von daher wollte ich keine HE verschenken und habe an einen 48-Port Switch gedacht, wobei dieser nicht voll belegt wird.
ja, Deine Infos sind jetzt sehr gut. Ferner lässt sich daran ablesen, dass das Meiste schon gut verstanden, durchdacht und auch geplant wurde. Vorallem die große Anzahl an Ports im Wohnzimmer (und auch den anderen Räumen) ist sehr weitsichtig, und wird so auch immer von den meisten Experten dieses Forums empfohlen. Sehr gut!
thantos hat folgendes geschrieben::
2 Twin-Datenanschlüße
Ja, die nennt man dann "Duplex-Datendosen", "2-Port Anschlussdosen" oder "Anschlussdosen 2-fach".
thantos hat folgendes geschrieben::
Ferner sollen die Telefone über das Netzwerk laufen.
Okay, VoIP im internen LAN ist ein sehr guter Ansatz, und entspricht auch im wesentlichen den aktuellen Standards. Dafür wir aber schon ein VLAN-fähiger Switch benötigt, um die Telefone (VoIP) und die anderen LAN-Teilnehmer (Data) jeweils in ein eigenes VLAN stecken zu können. Das ist ebenfalls standard. Hierfür wäre ergänzend dann aber auch ein Router notwendig, der mehrere separate Netzwerkdienste (z.B. DHCP bzw. BOOTP) in Verbindung mit VLANs anbieten/verwalten kann.
VoIP-Telefone werden zudem gerne via PoE mit Strom versorgt, was einen PoE-Switch voraussetzen würde. 48-Port PoE-Switche sind aber relativ teuer, so dass man hierfür auf PoE-Injektoren zurückgreifen könnte, oder eben die Telefone klassisch per Netzkabel anschließt. Lezteres ist aber nicht bei jedem VoIP-Telefon möglich.
thantos hat folgendes geschrieben::
In der Summe komme ich dann auf 35 Ports die benötigt werden. Ich möchte gleich alle Ports aufs Patchpanel auflegen lassen
Das ist Standard. Es werden immer alle Ports der Datendosen jeweils komplett 8-adrig am Patchpanel angelegt.
thantos hat folgendes geschrieben::
und von dort in den Switch stecken, obwohl nicht sofort alle Datenanschlüße genutzt werden.
Das kann man schon so machen, wenn es auch (aus mehreren Gründen) nicht üblich ist.
thantos hat folgendes geschrieben::
Von daher wollte ich keine HE verschenken und habe an einen 48-Port Switch gedacht, wobei dieser nicht voll belegt wird.
Ja, bei dieser Anzahl an Ports zuzüglich der (nicht zu vergessenden!) zentralen Komponenten, wie Router, NAS, VoIP-TK-Anlage, etc.), die dann direkt im Rack an den Switch angeschlossen werden, wird in der Tat ein 48-Port-Switch benötigt.
thantos hat folgendes geschrieben::
1. Netgear ProSafe 48-Port Gigabit Smart Switch GS748T - circa 380,00 €
2. TP-Link TL-SG1048 - circa 390,00 €
3. HP V1910-48G Switch - circa 460,00 €
Für mich käme von den o. a. Switches nur der Netgear GS748T in Frage. Das ist ein solides Gerät mit 5 Jahren Garantie, wenn auch das Webinterface etwas langsam ist.
TP-Link finde ich schrecklich und der HP V1910-48G ist von Haus aus eigentlich ein 3Com-Switch.
Daher würde ich Dir eher einen richtigen HP Switch empfehlen, wie z. B. den HP 1810-48G Switch (J9660A). Dieser Switch ist ab ca. 400,- EUR zu bekommen und (u. a. mit 30 Jahren Garantie) besser, als alle 3 von Dir aufgelisteten Modelle.
Puh, stop mal, da kann ich meinem Vorredner so nicht zustimmen.
1. Bitte kein Netgear.
2. Bitte kein TPLink.
3. Wenn es nicht lüfterlos sein muss, dann nimm den V1910. Der hat gegenüber den anderen eine um Welten bessere Unterstützung was Protokolle/Features betriff, siehe Datenblatt: http://h20195.www2.hp.com/v2/GetPDF.aspx/4AA1-7808ENW.pdf und verfügt ebenfalls über eine "lebenslange" Garantie seitens HP. Was noch viel wichtiger ist: Bei HP gibt es Softwaresupport und regelmäßig Updates: https://h10145.www1.hp.com/downloads/SoftwareReleases.aspx?ProductNumber=JE009A
Ja, die 1910er sind gelabelte 3Com-Produkte. Und? In diesem Switch ist H3C-Technik drin und als Software Comware in der Version 5.2.
4. Der 1810 als 48 Port hat einen leiseren Lüfter, aber wie bereits erwähnt liegen Welten zwischen dem und einem V1910 was die Software angeht. Das OS der 1810er Series basiert nicht einmal auf der üblichen Software, welche bei einem HP 3500/3800/6200/6600/5400/8200 eingesetzt wird. Das ist irgendetwas anderes. Kein Vergleich zu den vorher genannten.
Frage in die Runde. Bislang habe ich noch nirgendwo einen lüfterlosen 48-Port GbE-Switch entdeckt. Kennt jemand von Euch was passendes? (außer irgendwelchen Industrieswitches...)
CT2 Kabeltester
Anmeldungsdatum: 10.06.2011 Beiträge: 395
Verfasst am: Sa Jun 09, 2012 1:21 am Titel:
Hallo,
@Kimm: Okay, dann widerspreche ich mal Deinem Widerspruch!
Ja, ich verstehe schon was Du meinst, aber bitte nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen ... der TE thantos ist Heimanwender und plant ca. 15 Clients im Niedriglastbereich anzubinden. Das ist die Anforderung, und damit sind wir also weit entfernt von dem Niveau einer Geräteklasse wie "HP 3500/3800/6200/6600/5400/8200" oder gar von "Industrieswitches".
Kimm hat folgendes geschrieben::
1. Bitte kein Netgear.
Ja, Netgear (hier ist nur von der blauen Business-Reihe die Rede) ist natürlich nicht mit HP-Geräten zu vergleichen, das ist klar, für den Heimbereich aber durchaus okay. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. (Der Netgear GS748T hat übrigens auch eine "Limited Lifetime Warranty", also ebenfalls 30 Jahre Garantie.)
Kimm hat folgendes geschrieben::
dann nimm den V1910. Der hat gegenüber den anderen eine um Welten bessere Unterstützung was Protokolle/Features betriffft
Und ... braucht denn der TE diese all diese "Features"?
Kimm hat folgendes geschrieben::
aber wie bereits erwähnt liegen Welten zwischen dem und einem V1910 was die Software angeht. Das OS der 1810er Series basiert nicht einmal auf der üblichen Software, welche bei einem HP 3500/3800/6200/6600/5400/8200 eingesetzt wird.
Genau, und eben mit diesem "einfacheren" OS wird der TE als Nicht-Profi sicherlich besser zurecht kommen, da dieses etwas eingängiger ist.
Aber unabhängig vom Featuresatz und den sonstigen Unterschieden bzw. Vor- und Nachteilen der Switche HP 1810-48G und HP 1910-48G ist es vielleicht auch ein bisschen "Geschmackssache", welches Gerät man eher bevorzugt. - In einem Punkt sind wir uns aber sicherlich einig: Beides sind Geräte, die vom Niveau her über dem der Switche von Netgear oder TP-Link liegen. Der TE kann sich demzufolge also zwischen einem der beiden Geräte entscheiden ...
Gruß.
Kimm Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 23.08.2009 Beiträge: 43
Verfasst am: Sa Jun 09, 2012 9:43 am Titel:
@CT2 Widerspruch gegen Deinen Widerspruch
Puh, wo fange ich an.
Back to Netgear: Netgear kauft sich hier und da Switchhardware ein und pusht sein "Netgear OS" drauf, oder erhält vom eigentlichen Hersteller die Netgear gelabelte (auch teilweise eingeschränkte) Software drauf.
Beispiel: Ein Netgear WFS709TP ist zu einem Aruba 800 WLAN-Controller baugleich. Softwareupdates gibt es für den Netgear nicht mehr. Aruba pflegt aktuell immer noch die Version 5.x für den 800er. Im Gegensatz zum Original ist beim Netgear der CLI-Zugang gesperrt. Dafür hat er aber im Vergleich zum Original einen Bruchteil gekostet, das gleiche gilt für die eigentlichen Access-Points.
Netgear XCM8810 (ein modularer Switch) ist auch von einem namhaften Hersteller (irgendwo auf der Netgear Homepage war dort einmal etwas erwähnt)
Je nach Serie gibt es ein paar größere oder auch kleinere Updates. Langfristige Versorgung kannst Du bei Netgear dabei vergessen.
Vergiss bitte die "blaue Serie", das hat nichts mit einer blauen Serie von Bosch zu tun...
Was passierte mit einem GS724T in den letzten Jahren? Ich hatte den selbst schon im Einsatz, dann gab es noch einen GS724T in einer Version 2 und aktuell in einer Version 3. Gleiches Modell, verschiedene Hardware mit der Konsequenz, dass nur das aktuellste gepflegt wird.
Ich mag Netgear, aber aktuell nur bei den NAS-Systemen. Ich mag die ReadyNASen. Die neue ReadyData-Serie schaut auch interessant aus.
TPLink ist bei mir deutlich unter Netgear angesiedelt. Das fällt bei mir nun wirklich unter Noname. Und hier sind wir uns sicherlich einig. Kauf Dir dieses Ding nicht.
Lebenslange Garantie ist kein alleiniger Kaufgrund mehr heutzutage, sondern nur eines von vielen Argumenten. Liftetime bekommst Du bei vielen Herstellern von Switches. Und bei einem HP V1910 bedeutet dies lebenslang mit Vorabaustauschservice, im Gegensatz zu den "großen" modularen Geräten, wo der Hard- und Softwareservice für 5 Jahre gleich ein Vielfaches vom Kaufpreis ausmachen kann. Damit machen die wirklich ihr Geld...
Für ein wenig mehr als einen Netgear/TPLink oder sonstiges, bekommt man eben momentan auch einen HP V1910. Bei diesem kannst Du alles über die Weboberfläche einstellen. "Musst" ist wohl das bessere Wort. (vgl. Handbuch unter: http://bizsupport2.austin.hp.com/bc/docs/support/SupportManual/c02965327/c02965327.pdf ). Da waren die "alten" 3Coms ala 2924 (Vorgänger zum 2928, keine H3C-Technik, "Mini-"Firmware) wirklich nichts dagegen.
Features: Vielleicht sollen ja einmal Access Listen für bestimmte IPs/Ports erstellt werden, damit die Kinder nicht überall hinsurfen sollen? Wie wäre es mit ACLs für IPv6? Auch als Nichtprofi kann er dies alles auf der "bunten" Weboberfläche einstellen...
Der HP 1810 spielt bei mir in der Liga des alten 3Com 2924, allein schon von der Firmwaregröße. Ja, die 24er Version ist lüfterlos und die 48er hat einen "extra leisen" Lüfter verbaut. Ach und er hat ja auch noch "Lifetime" Garantie. Wow.
soll heißen, beim 1910 steckt deutlich mehr an Funktionalität drin, oder es wurde schlampig programmiert...
So genug gelästert für heute, muss Essen kochen...
Zuletzt bearbeitet von Kimm am Mi Jun 13, 2012 8:21 pm, insgesamt 2-mal bearbeitet
thantos Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 4
Verfasst am: So Jun 10, 2012 10:09 pm Titel:
Hallo CT2, hallo Kimm,
vielen Dank für Euer ausführliches und sehr fachliches Feedback. Netgear und TP-Link sind definitiv von meiner Liste gestrichen.
Betreffend der von Euch genannten HP-Switche hätte ich noch zwei Fragen. Muß ich bei HP eine extra Garantieverlängerung, sogennanntes HP Carepack erwerben oder habe ich im Standard bereits die Lifetimegarantie bzw. welchen SLA-Umfang?
Benötige ich für die Montage des Switches im Wandverteiler noch ein HP-Einbaukit oder ist das im Lieferumfang des Switches enthalten?
Welche Patchkabel und Patchkabellängen, gibt es Kabellängen unter 50 cm?, sollten für die Verbindung vom HP-Switch zum Patchpanel verwandt werden? Ist Cat-6a geschirmt das Mittel der Wahl? Welche Patchkabel sind zu empfehlen? Baumarktware wollte ich nicht einsetzen.
Gruß
NurSoMal Schrankhinsteller
Anmeldungsdatum: 08.02.2006 Beiträge: 165
Verfasst am: Mo Jun 11, 2012 11:23 am Titel:
Hallo thantos
zu Patchkabel:
Wenn Du eine geschirmte Installation hast, sollten die Patch- und Anschlusskabel auch geschirmt sein.
Für 1Gbit/s würde Cat.5e-Material reichen.
preisliche und umgebungstechnische Aspekte:
Kabelmantel PVC = flexibel, nicht halogenfrei (korrosive Dämpfe im Brandfall), nicht selbstverlöschend im Brandfall, günstiger Preis.
Kabelmantel halogenfrei = nicht so flexibel, halogenfrei (keine korrosiven Dämpfe im Brandfall), selbstverlöschend im Brandfall, teurer Preis.
Länge im Rack:
Eigentlich ist's ja gedacht, dass man mit den Patchkabel von Switchport - horizontal nach links/rechts ausserhalb der 19"-Befestigungsebene fährt, dann rauf zum Patchfeld - wieder nach innen zum Patchport fährt. Somit reicht 0,5m eh nur an den äussersten Ports. Kürzere wirst Du wohl anfertigen lassen müssen.
Grüsse
CT2 Kabeltester
Anmeldungsdatum: 10.06.2011 Beiträge: 395
Verfasst am: Di Jun 12, 2012 4:08 pm Titel:
Hallo allerseits,
nur ganz kurz nochmal: Die letzten Ausführungen von Kimm sind interessant (ist wirklich so gemeint), tragen aber nichts zur Sache bei. Ich sehe keinerlei Argumente für oder gegen den einen oder anderen Switch. - Zu guter Letzt wird auch noch die Firmwaregröße als Qualitätsmerkmal für ein Produkt angeführt ... jeder der Software für Embedded Sytems entwickelt hat, weiß, dass die Firmwaregröße kein eindeutiges Kriterium für "Güte" ist. Ohne nähere Details und Infos zu der Entwicklungsplattform, den verbauten Chipsätze, der Generik und Modularität der Firmware zu Besitzen, ist eine abschließende Beurteilung hierzu schlichtweg nicht möglich. Man könnte ja auch argumentieren, dass die Firmware nur deshalb einen solchen Umfang hat, da hier schlecht oder umständlich programmiert wurde ...
NurSoMal hat folgendes geschrieben::
Eigentlich ist's ja gedacht, dass man mit den Patchkabel von Switchport - horizontal nach links/rechts ausserhalb der 19"-Befestigungsebene fährt, dann rauf zum Patchfeld - wieder nach innen zum Patchport fährt.
So ist es! Eine direkte vertikale Verbindung vom Patchfeld zum Switch sollte vermieden werden.
Ich benutze solche Kurzstrecken nur, um schnell mal zu patchen, z. B. um zu Testen o. ä. Wenn die Verbindung in dieser Form dauerhaft bestand haben soll, dann führe ich selbstverständlich ein längeres Patchkabel horizontal über das Kabelführungspanel/Rangierpanel nach außen, dann im Schrankaußenbereich nach oben bzw. unten, und dann wieder nach innen zurück.
NurSoMal hat folgendes geschrieben::
Kürzere wirst Du wohl anfertigen lassen müssen.
Es gibt eine Reihe von Netzwerkkabel/Patchkabel Online-Shops (einfach mal googeln) wo man auch diese Längen industriell fertig konfektioniert bekommt ... mögliche Längen sind dann z. B.: 0,15 m / 0,25 m / 0,5 m / 1 m / 1,5 m / 2 m / 3 m / 5 m / 7,5 m / 10 m.
thantos hat folgendes geschrieben::
Hallo CT2,
Du hast im Beitrag "Dimensionierung des Netzwerkschrankes" einen möglichen Aufbau für die Installation der Komponenten im Schrank beschrieben. Hättest Du eventuell auch ein Bild von so einem Schrank?
@thantos: Bitte keine PMs zu allgemein relevanten Themen eines vorhandenen aktiven Threads. Sorry, aber davon hat dann niemand was, außer Dir, und genau das widerspricht dem Foren-Prinzip!
Welche Kabellängen sollte ich in einem Wandschrank der Baureihe "Triton RUA-12-AS4–CAX–A1 oder RUA-15-AS4–CAX–A1 vorsehen?
Das wirst Du im Einzelfall ausprobieren bzw. "ausmessen" müssen, nachdem Du die ganzen Einheiten eingebaut hast ... zwischen Patchkabellängen von 0,5 m bis 2,0 m ist theoretisch alles möglich.
Gruß.
thantos Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 4
Verfasst am: Di Jun 12, 2012 4:19 pm Titel:
Servus CT2,
bin in einem anderen Thread über Deinen Beitrag zur korrekten Auslegung eines Wandverteilers gestoßen. Daher die PM an Dich. Dachte das Thema wäre hier zu off topic. Entschuldige bitte.
Gruß
thantos
CT2 Kabeltester
Anmeldungsdatum: 10.06.2011 Beiträge: 395
Verfasst am: Di Jun 12, 2012 8:17 pm Titel: Re: Welcher 48 Port Gigabitswitch für Heimnetzwerk?
Hallo thantos,
thantos hat folgendes geschrieben::
bin in einem anderen Thread über Deinen Beitrag zur korrekten Auslegung eines Wandverteilers gestoßen.
Also eine "korrekte Auslegung eines Wandverteilers" gibt es so jetzt nicht ... ich habe dort lediglich beschrieben, wie ich es meistens mache. D. h., dass ich unter bestimmten Voraussetzungen von dieser Aufteilung/Reihenfolge auch mal abweiche, und ferner, dass es andere Leute eben (etwas) anders machen, was demzufolge natürlich auch "richtig" ist. Wie man das jetzt jeweils und im Detail genau macht, ist ein stückweit natürlich auch "Geschmackssache".
Häufig befinden sich die Patchpanels eben oben, da die Kabel von Kabelpritschen (oder da sich das Rack eben im Keller befindet) von oben in den Schrank eingeführt werden. Dann geht man mit den gesammelten Cat.7-Verlegekabeln an der Rückwand etwas nach unten (oder bis ganz zum Boden), um so die Kabelführung in einer "kleinen" Schlaufe in dem Schrank zu verlegen, und dann eben wieder nach oben zu den Patchfeldern. - Ferner findet man häufig die USV-/UPS-Einheiten aus Gewichts- und Stabilitätsgründen ganz unten im Rack montiert.
Ich habe aber auch schon Racks gesehen, wo die Patchpanel ganz unten montiert waren und die USV dann in der Mitte ...
Schau Dir doch mal die ersten 100 Fotos der oben verlinkten Google-Suche an. Dann bekommst Du schon einen ganz guten Eindruck von den Möglichkeiten der Realisierung, und wie sich diese Möglichkeiten ändern, wenn der Schrank z. B. 2 Meter hoch ist, anstatt nur 60 cm.
Wenn Du ein Patchfeld in den Schrank hinein verbauen möchtest, ist eine Schranktiefe von 395 mm definitiv zu wenig. Du benötigst mind. 600 mm Schranktiefe (Außenmaß).
thantos hat folgendes geschrieben::
Muß ich bei HP eine extra Garantieverlängerung, sogennanntes HP Carepack erwerben oder habe ich im Standard bereits die Lifetimegarantie bzw. welchen SLA-Umfang?
Die HP Lifetime-Garantie erwirbst Du automatisch durch den Kauf des Gerätes (Rechnung). Wenn Du mehr möchtest, dann kannst Du die gewünschte Option für jedes Gerät einzeln dazu kaufen. Bitte sieh Dir von den HP-Switchen doch mal die Datenblätter (die letzten Seiten) genau an ... dort sind alle angebotenen SLA-Optionen aufgelistet:
- HP 1910 Switch Serie - Datenblatt
- HP 1810 Switch Serie - Datenblatt
Du hast jetzt ziemlich viele Informationen von uns erhalten. Diese solltest Du erstmal in Ruhe sichten und verarbeiten. - Wenn Du eine perfektes Ergebnis anstrebst, dann wirst Du nicht umhin kommen, hierfür einen Profi zu beauftragen, der damit Erfahrung hat. Wenn Du alles selbst machen möchtest, und machst es zum ersten Mal, dann wirst Du es im besten Fall "okay" bis "gut" hinbekommen. Mehr ist nicht drin ... der Teufel steckt wie immer im Detail.
Erfahrung kannst Du Dir entweder über Jahre hinweg selbst aneignen, oder Du musst Dir diese eben einkaufen. Übers Forum kann aber nur Grundsätzliches und "Hilfe zur Selbsthilfe" vermittelt werden.
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