Verfasst am: Fr Aug 03, 2012 9:51 am Titel: Planung für Verkabelung EFH
Hallo Leute,
bei der Suche nach Informationen zum Thema Netzwerk, bin ich auf euer Forum gestoßen. Ich habe hier schon viele Dinge gelesen, aber das Thema ist ja mehr als komplex und ich glaube man kann hier vieles falsch machen.
Aber zunächst mal ein herzliches "Hallo" an euch alle. Ich hoffe, dass ihr mir hier genauso helfen könnt, wie den vielen anderen vor mir. Ich selbst bin gerade in der Planungsphase für den Hausbau angekommen. Informationstechnologie ist für mich zwar kein Fremdwort, aber ehr die Softwareentwicklung. Das Thema Netzwerk habe ich bisher immer den Kollegen von der Infrastruktur überlassen
Ursprünglich wollte ich die ganze Installation einem Fachmann überlassen, aber wie das so ist, das Geld ist beim Hausbau eben meist knapp. Also habe ich mir hier zur Eigenleistung entschlossen.
Ich will mal versuchen so gut ich kann zu beschreiben, was ich erreichen möchte, was ich mir schon überlegt habe und wo ich unsicher bin. Falls dann noch etwas fehlt müsst ihr bitte nachfragen.
Wir haben im Haus ingesamt sechs Räume, die einen Netzwerk-Anschluss bekommen sollen. Die genaue Lage im Grundriss ist noch nicht ganz sicher, aber ich habe folgendes überlegt. Im Wohnzimmer soll es drei Doppeldosen geben (also 3 Duplex-Adern). In die Diele möchte ich eine einzelne Dose für einen WLAN-AP legen (dieser soll das ganze Haus versorgen). In den zwei Kinderzimmern und dem Schlafzimmer soll jeweils eine Doppeldose (also 3 Duplex-Adern). In das Arbeitszimmer im DG möchte ich zwei Doppeldosen legen (2 Duplex-Adern).
Damit komme ich dann auf 8 Doppeldosen und eine einfache Dose (in der Diele). Die Verkabelung soll Cat7 sein, um zukunftssicherheit zu gewährleisten.
Über die Verkabelung möchte ich sowohl Netzwerk als auch Telefonie betreiben. In den Anschlussraum kämen also ein Schrank oder Wandgehäuse, ein Switch (24er?), eine Telefonanlage, ein Patchpanel, ein NAS (Synology DS411 is vorhanden). Fehlt hier noch etwas?
Bei der Telefonanlage bin ich am unsichersten. Ich habe mich noch nicht für die Telefontechnologie entschieden (Analog, ISDN, VoIP oder über Kabel). Am liebsten wäre mir, wenn ich da eine sehr flexible Telefonanlage fände, die alles unterstützt. Ich hoffe, das macht Sinn.
Ich habe mal versuicht in meinen Grundriss (noch nicht final) die geplanten Kabel einzuzeichnen. Die Kabelführung habe ich dabei noch nicht beachtet, es geht nur um die Anzahl und die Positionierung der Dosen.
Bin ich mit meiner Planung soweit auf einem guten Weg? Fehlt noch etwas oder habe ich einen Fehler gemacht? Welche Komponenten wären in meinem Fall geeignet und sinnvoll?
ich würde in der Diele mehr Anschlüsse vorsehen. Ich habe bei mir @ Home an ähnlicher Stelle 2 Dreifachdosen montiert. Heute ärger ich mich und würde sogar 3 Dreifachdosen setzen und eine Kabelanschlussdose. Der Grund dafür ist recht einfach, so kann man aus dem Keller den Internetanschluss bzw. Telefonanschluss bis an diese Stelle verlängern. Dort setzt man den Router welcher für WLan zuständig ist und hat dann noch genug Kabel frei, um die LAN Anschlüsse des Routers wieder in den Keller zu führen. Ein Beispiel wären hier die aktuellen FritzBoxen (7390 bzw 6360 für Kabel).
Diese bieten 2 analoge Telefonsteckplätze und einen ISDN S0. Diese drei Teile brauchen schon mal ein Kabel in den Keller um dann im Keller die Anschlüsse an die entsprechenden Stellen weiter zu leiten. Dazu kommen 4 Lan Ports, welche dann auch in den Keller geführt werden können. Entweder kommt dann dort ein Switch hin (dann bräuchte man natürlich nur einen Port), oder man kommt mit 4 kabelgebundenen Geräten aus und bindet alles weitere über WLan an. Letzteres ist bei mir der Fall. So kann ich mir die Stromkosten für den Switch sparen. Habe aber nun schon 5 Leitungen voll (4 Lan und 1 für die Telefonports). Dann kann man noch die 2 USB Ports über das Netzwerk verteilen, um einen USB-Drucker ins Netzwerk zu bringen und einen Speicher an belieber Stelle aufstellen zu können. Dazu braucht man nochmals 2 Ports. Macht dann schon 7. Plus die Zuleitung aus dem Keller sind es dann 8.
Somit fehlen mir mit meinen 6 Ports schon 2 Ports um alle Funktionen nutzen zu können. Ich habe das nun mit einem USB Hub und einem Switch gelöst aber im Nachhinein ärgert man sich. Übrigens habe ich die Kabeldose erwähnt, damit man eventuell eine FritzBox 6360 an gleicher Stelle nutzen kann.
Damit will ich nicht sagen, dass es keine anderen Lösungen gibt, aber für mich ist die FritzBox aufgrund ihrer Funktionsvielfalt für Privatnutzer derzeit die erste Wahl (Die 7390 erhält man übrigens bei 1&1 derzeit, sofern man 50€ zuzahlt).
LG Joe _________________ Erwarte nicht das jemand mehr Arbeit in des Beantworten einer Frage investiert, als du für das Ausdenken und Formulieren der Frage verwendet hast...
CT2 Kabeltester
Anmeldungsdatum: 10.06.2011 Beiträge: 396
Verfasst am: Sa Aug 04, 2012 3:09 am Titel: Re: Planung für Verkabelung EFH
Hallo Matthias,
Matthias182 hat folgendes geschrieben::
Bin ich mit meiner Planung soweit auf einem guten Weg?
Ja, ich finde schon. Das Grundlegende hört sich auf den ersten Blick ganz gut an. Natürlich kann man da jetzt noch ein wenig Feintuning betreiben ...
Matthias182 hat folgendes geschrieben::
Im Wohnzimmer soll es drei Doppeldosen geben (also 3 Duplex-Adern).
Okay, Du meinst sicherlich 3 Duplex-Kabel (oder 6 Simplex-Kabelstrecken) ... und 1 Netzwerkkabel enthält (üblicherweise) 8 Adern.
Matthias182 hat folgendes geschrieben::
In die Diele möchte ich eine einzelne Dose für einen WLAN-AP legen (dieser soll das ganze Haus versorgen).
Es ist wirklich äußerst selten möglich, dass man ein gesamtes Haus mit nur einem AP komplett ausleuchten kann, selbst wenn dieser optimal (d. h. ziemlich zentral im EG oder 1. OG) platziert ist. Ich war diesbezüglich schon in vielen Häusern, und habe mit einem AP noch nie eine komplette Ausleuchtung (also rechte Ecke Kellergeschoss bis linke Ecke Gegenseite Dachgeschoss) hinbekommen, so dass eine stabile WLAN-Verbindung überall möglich war. Dafür braucht man dann schon 2 bis 3 APs ...
Matthias182 hat folgendes geschrieben::
Über die Verkabelung möchte ich sowohl Netzwerk als auch Telefonie betreiben.
[...]
Ich habe mich noch nicht für die Telefontechnologie entschieden (Analog, ISDN, VoIP oder über Kabel).
Na ja, wenn Du die Telefonie über das Netzwerk realisieren möchtest, dann benötigst Du zumindest eine TK-Anlage, die intern VoIP-fähig ist. - Ich finde, dass die COMpact 5010 VoIP bzw. COMpact 5020 VoIP von Auerswald hier relativ flexibel ist, und so ziemlich alles unterstützt, was Du zuvor angesprochen hast.
Matthias182 hat folgendes geschrieben::
ein Switch (24er?),
Ja, ein 24-Port-Switch ist standard.
Matthias182 hat folgendes geschrieben::
Fehlt noch etwas oder habe ich einen Fehler gemacht? Welche Komponenten wären in meinem Fall geeignet und sinnvoll?
Sieh Dir doch mal die anderen Threads zu dieser Thematik an ... vielleicht kommen Dir hier auch noch ein paar Ideen, da es von der Planung, Vorgehensweise und der Auswahl der Hardwarekomponenten im Prinzip immer das gleiche ist:
erstmal vielen Dank für eure Kommentare. Leider frist der Hausbau insgesamt viel Zeit und ich komme erst jetzt wieder dazu, alles zu beantworten und weitere Fragen zu stellen.
Die Idee mit mehreren WLAN-APs ist sicherlich sinnvoll. Allerdings möchte ich dafür keine zusätzliche Dose in OG installieren. Den WLAN-AP würde ich dann im Arbeitszimmer platzieren. Das sollte dann hoffentlich ausreichen um beide Geschosse auszuleuchten. Oder nicht?
Ich habe mir außerdem etwas konkretere Gedanken zu den benötigten Materialien gemacht. Für die Verkabelung würde ich gerne folgendes verwenden:
Nach meiner Schätzung benötige ich 10 Doppeldosen und etwa 150m Duplex-Kabel. Ich hoffe, also, dass es so ausreichend ist.
Dann benötige ich noch ein Wandgehäuse (ein Schrank wäre mir zu groß). Da ich dies lieber etwas günstiger hätte, habe ich an dieses gedacht:
Edit: Admin
Bei der Telefonanlage wird es dann wohl die Auerswald COMpact 5010 werden. Wir beabsichtigen nun zunächst Telefon über Kabel Deutschland zu nehmen. Als Endgeräte habe ich sowohl analoge als auch ISDN Telefone. Lässt sich dies dann alles mit der Anlage kombinieren?
Zuletzt bleibt noch die Frage nach dem richtigen Switch. Am liebsten wäre mir im moment dieser:
Hewlett-Packard HP V1910-24G
Alternativ könnte aber auch der V1810 von HP sinnvoll sein. Was meint ihr?
Lässt sich das Ganze damit insgesamt sinnvoll realisieren?
bitte Poste keine Links zu Mitbewerbern. Such das Produkt beim Hersteller heraus und verlinke auf die Seite des Herstellers. Dieses Forum hat einen eigenen Shop und wird durch die Einnahmen aus diesem Shop finanziert. Deshalb ist es nur fair, wenn du hier schon hilfe bekommst, nicht Fremde zu unterstützen.
Die Auswahl deiner Komponenten schaut soweit schon mal sehr gut aus. Leider hat Kabel Deutschland, soweit mir bekannt, kein Modem im Programm welches über einen S0 Anschluss verfügt. Dieser wäre aber für die Auerswald sehr vorteilhaft. Wenn du bei der Auerswald bleiben möchtest, müsstest du noch ein 2POTS Modul mitbestellen. Damit du zwei analoge Eingänge (vom Kabelmodem) an der Auerswald hast. Außerdem brauchst du noch einen Router.
Ich habe das gerade mal überschlagen:
ComPakt 5010 kostet ca. 300€
2 Pots Modul kostet ca. 100€
Router kostet ca. 80€
sind zusammen 480€.
Du könntest auch einfach die Fritz!Box 6360 von Kabel Deutschland für 5€/Monat extra nehmen und diese als Router und Telefonanlage benutzen.
Das wären also 96 Monate wenn man für 5€ im Monat die 6360 bestellen würde. Also würde sich deine Anschaffung in genau 8 Jahren rentiert haben. (Den mehr Stromverbrauch durch die 3 Geräte gegenüber dem einen Gerät man nicht mit eingerechnet).
Bei dem Patchfeld würde ich zu einem CAT6a Patchfeld greifen. Sonst hast du die teuren CAT6a Dosen verbaut und die ganze Anlage ist aufgrund des Patchfeldes doch wieder nur CAT6.
LG Joe _________________ Erwarte nicht das jemand mehr Arbeit in des Beantworten einer Frage investiert, als du für das Ausdenken und Formulieren der Frage verwendet hast...
Matthias182 Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 03.08.2012 Beiträge: 10
Verfasst am: Do Aug 23, 2012 12:40 pm Titel:
Joe hat folgendes geschrieben::
Hallo,
bitte Poste keine Links zu Mitbewerbern. Such das Produkt beim Hersteller heraus und verlinke auf die Seite des Herstellers. Dieses Forum hat einen eigenen Shop und wird durch die Einnahmen aus diesem Shop finanziert. Deshalb ist es nur fair, wenn du hier schon hilfe bekommst, nicht Fremde zu unterstützen.
Das kann ich gut verstehen. Entschuldige bitte, darüber hatte ich nicht nachgedacht.
Joe hat folgendes geschrieben::
Die Auswahl deiner Komponenten schaut soweit schon mal sehr gut aus. Leider hat Kabel Deutschland, soweit mir bekannt, kein Modem im Programm welches über einen S0 Anschluss verfügt. Dieser wäre aber für die Auerswald sehr vorteilhaft. Wenn du bei der Auerswald bleiben möchtest, müsstest du noch ein 2POTS Modul mitbestellen. Damit du zwei analoge Eingänge (vom Kabelmodem) an der Auerswald hast. Außerdem brauchst du noch einen Router.
Ich habe das gerade mal überschlagen:
ComPakt 5010 kostet ca. 300€
2 Pots Modul kostet ca. 100€
Router kostet ca. 80€
sind zusammen 480€.
Du könntest auch einfach die Fritz!Box 6360 von Kabel Deutschland für 5€/Monat extra nehmen und diese als Router und Telefonanlage benutzen.
Das wären also 96 Monate wenn man für 5€ im Monat die 6360 bestellen würde. Also würde sich deine Anschaffung in genau 8 Jahren rentiert haben. (Den mehr Stromverbrauch durch die 3 Geräte gegenüber dem einen Gerät man nicht mit eingerechnet).
Das mit der Telefonanlage verstehe ich ehrlich gesagt noch nicht ganz.
Wenn das Kabel Deutschland Modem keinen S0 Anschluss bietet, ist es also ein Analoganschluss, oder? Das wäre kein Problem, die Auerswald hat ja einen analogen Anschluss integriert. Diesen wmüsste ich also mit dem Modem verbinden. Bleibt die Frage, wie ich die Telefonaanlage mit dem Switch und schlussendlich mit den Telefonen verbinde. Hier komme ich nicht weiter. Was bedeutet POTS?
Das Thema Router hatte ich bisher etwas vernachlässigt. Grundsätzlich hatte ich eher en einen Draytek Router gedacht. So richtig begeistert bin ich von den Fritzboxen nicht. Die Möglichkeiten für verschiedene Konfigurationen sind dort doch meister eher eingeschränkt. Lasse mich aber auch gerne überzeugen.
Joe hat folgendes geschrieben::
Bei dem Patchfeld würde ich zu einem CAT6a Patchfeld greifen. Sonst hast du die teuren CAT6a Dosen verbaut und die ganze Anlage ist aufgrund des Patchfeldes doch wieder nur CAT6.
LG Joe
Dann muss ich noch ein Cat6a Patchfeld finden. Im Shop habe ich leider nur das von BTR gesehen. Ist sicher hochwertig, aber kostet eben auch das Dreifache. Gäbe es hier eine sinnvolle Alternative?
also das Problem ist bei der Telefonanlage folgendes:
Die Kabelmodems der Kabelanbieter haben in der Regel zwei analoge Anschlüsse, damit man auf zwei Leitungen gleichzeitig telefonieren kann. Deine Anlage hat aber nur einen analogen Anschluss. Also fehlt dir dort einer, damit du in den genuss der vollen Futures kommst. Diesen kann man mit einem POTS Modul nachrüsten. Ich wusste nicht, dass die Anlage schon einen analogen Anschluss integriert hat dann bräuchtest du natürlich kein 2POTS Modul sondern ein einfaches würde auch reichen.
Natürlich bietet die Auerswald eine Anschlussvielfalt und Kombination, wovon andere nur täumen können. Auch die Funktionen können sich ungefragt sehen lassen. Nur eben hat das wie alles Gute auch seinen Preis. Etwas schade ist, dass eine so schöne Auerswald Anlage mit der Gesprächsqualität eines analogen Anschlusses betrieben wird. Aber da lässt sich halt aufgrund der Einschränkungen durch den Kabel Anschluss nichts gegen machen.
Also das Fritz!Boxen was die Konfiguration angeht, etwas eingeschränkt sind stimmt. Ein Unternehmen würde niemals auf eine Fritz!Box setzen. Gleichzeitig sind die Fritz!Boxen für private Anwender nichtmal schlecht. Es hängt eben immer etwas davon ab, was man damit machen möchte. Es gibt jedoch bei der 6360 noch einige Besonderheiten, die ich in jedem Fall nennen muss. Das liegt aber nicht an der Box selbst sondern an den Kabelanbietern, da diese die Boxen erheblich kastrieren.
Die kabelanbieter bestimmen über die Firmwareversion. Sie führen Updates durch und können in Problemfällen auch Downgrades durchführen. Du als Nutzer hast keine Möglichkeit eine Firmware einzuspielen oder zu verändern. das liegt daran, dass Kabel ein shared Medium ist. Um sicherzustellen, dass nicht die Bastelei einer Person die ganze Straße lahm legen kann, wird das eben vermieden. Da sind wir auch schon beim zweiten Punkt: Durch das einschränken der Möglichkeit Firmwares einzuspielen, kannst du auch keine Mods an der Box machen. Man muss die halt so nehmen wie man die bekommt. Und man kann keine anderen VoIP Provider einrichten als Kabel Deutschland. Das ist rein aus finanziellen Aspekten so.
Insgesamt bietet also der günstige Kabelanschluss durchaus auch Problempotenzial wie du merkst. Das liegt zum großen Teil an der Firmenpolitik der Kabelanbieter. Das ändert aber nichts daran, dass ich viele Freunde habe die Kabel nutzen und damit sehr zufrieden sind. Sie haben aber eben auch nicht meinen technischen Anspruch. Für mich käme niemals ein Kabel Anschluss in Frage.
Ich nutze allerdings sehr gerne und sehr intensiv die Fritz!Box 7390 welche bei mir noch durch Freetz und viele Erweiterungen wie OpenVPN, vsFTP, uMurmur, Samba und Mediatomb aufgebohrt wurde.
Zitat:
Bleibt die Frage, wie ich die Telefonaanlage mit dem Switch und schlussendlich mit den Telefonen verbinde.
Das wiederum ist recht einfach. Die Auerswald hat einen RJ45 Lan Anschluss mit dem du einfach mittels Patchkabel an den Switch oder Router gehen kannst. Die Telefone verbindest du mit den Klemmanschlüssen in der Auerswald. Dafür kann man z.B. einfache RJ12 Kabel nehmen und in der Mitte durchkneifen. So hat man auf einer Seite Litze und auf der anderen jeweils einen Stecker für das Patchfeld. (ich bin mir mit den RJ12 Anschlüssen nicht sicher. Vielleicht kann das jemand nochmal bestätigen.)
Nun zum Netzwerk:
Das Modem kommt an einen Router mit WAN Anschluss. Der Router stellt dann für alle Geräte Internet zur Verfügung. Das du einen Router von Draytek kaufen möchtest, zeigt, dass du dich wirklich mit dem Thema beschäftigt hast. Die Draytek Geräte bieten meist ein exellentes Preis/Leistungsverhältnis. Wenn du einen Draytek nimmst, würde ich die Auerswald nicht an den Switch sondern an den Draytek hängen und in diesem die Priorität für alle Kommunikation an der Auerswald auf Maximum setzen. So sollten VoIP Gespräche immer astreine Qualität haben.
Wegen dem Patchfeld kann dir bestimmt von einem unserer Hardware Experten geholfen werden.
LG Joe _________________ Erwarte nicht das jemand mehr Arbeit in des Beantworten einer Frage investiert, als du für das Ausdenken und Formulieren der Frage verwendet hast...
Matthias182 Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 03.08.2012 Beiträge: 10
Verfasst am: So Feb 03, 2013 5:42 pm Titel:
Hallo zusammen,
jetzt ist in diesem Thread leider eine Weile nichts passiert, aber jetzt ist es fast soweit, dass wir unser Netzwerk im neuen Haus installieren müssen. Der Rohbau ist zu und demnächst kommt auch der Elektriker und legt seine Kabel.
Danach müssen wir dann ran und das Netzwerk verkabeln. Dabei möchte ich natürlich alles richtig machen und hoffe wieder auf eure Unterstützung.
Der erste Schritt ist die Installation der Kabel. Diese werden größtenteils auf dem Rohfußboden gelegt. Bisher habe ich dafür folgende Teile ausgewählt:
- FRÄNKISCHE FBY-EL-F Leichtes Kunststoffwellrohr Außen D=25mm, schwarz
- KAISER 1055-04 Gerätedose M20/M25 ohne Geräteschrauben
- KAISER 1181-60 Signaldeckel für Einbauöffnung: 60
- Draka UC900 SS23, 900MHz, Cat. 7+, S/FTP, PiMF
Dazu möchte ich mir noch ein Abmantelungswerkzeug kaufen, um die Schirmung der Kabel nicht zu beschädigen. Hat da jemand Erfahrung mit sowas? Bisher bin ich nur auf dieses gestoßen:
Cimco-120036 Kabelentmanteler Rotax 29 für Kabel von 4,5-29mm D Kabelentmanteler
Freue mich über jede Unterstützung, die ich hier bekommen kann. Versuche mich dann auch nach und nach mit Fotos von unserem Vorhaben zu bedanken.
Gruß
Matthias
Dazu noch etwas Werkzeug für die Verlegung.
CT2 Kabeltester
Anmeldungsdatum: 10.06.2011 Beiträge: 396
Verfasst am: So Feb 03, 2013 9:57 pm Titel: Re: Planung für Verkabelung EFH
Hallo Matthias,
Matthias182 hat folgendes geschrieben::
Danach müssen wir dann ran und das Netzwerk verkabeln.
[...]
Dazu noch etwas Werkzeug für die Verlegung.
Das Cimco-Kabelmesser (Cimco 12 0036) kannst Du nehmen, ist aber IMHO für eine handvoll Kabel "zu teuer", zumal der eigentliche Hersteller dieses Kabelmessers vermutlich der Marktführer Jokari sein dürfte. - Schau doch daher mal bei Jokari, die haben in diesem Bereich ein sehr großes Produktangebot, wie z. B. diese Universal-Kabelmesser.
Ich habe in der Vergangenheit recht oft dieses ganz einfache Twisted Pair Abisoliergerät benutzt, in letzter Zeit dann aber häufiger solch einen speziellen Kabel-Entmantler: Jokari PC-Strip bzw. Jokari PC-CAT, und das Jokari No.1-Cat ist ganz neu. (Es gibt zu jedem Jokari-Produkt auch ein anschauliches Anwendungsvideo!)
Matthias182 hat folgendes geschrieben::
Versuche mich dann auch nach und nach mit Fotos von unserem Vorhaben zu bedanken.
Das wäre natürlich schön, da Fotos immer sehr gerne gesehen werden!
Gruß.
Matthias182 Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 03.08.2012 Beiträge: 10
Verfasst am: Mo Feb 04, 2013 10:35 am Titel:
Hallo,
danke für deine Rückmeldung. die übrigen Werkzeuge habe ich bereits, auch eine Abisolierzange. Was mir eben fehlt ist ein Hilfsmittel zum Abmanteln. Bisher habe ich das mit einem Messer gemacht. Bei Mantelleitungen geht das gut, aber bei den Datenkabeln finde ich das nicht so praktisch. Ich werde mal sehen, ob ich etwas von Jokari finde. Am liebsten wäre mir so ein Rundschneider mit einstellbarer Tiefe. Dann bin ich wenigstens sicher, dass ich darunter nichts beschädige.
Es bleiben aber noch ein paar andere Fragen für mich.
1. Ist das Installationsrohr für meine Zwecke ausreichend? Verlegung auf dem Rohfußoden in der Dämmung unter dem Estrich?
2. Macht der Durchmesser von 25mm Sinn? nach meiner Rechnung müssten dann insgesamt 3 Kabel in das Rohr passen. Sehe ich das richtig?
3. Wenn ich in das 25mm Installationsrohr nur 2 Kabel lege, ist es dann später noch möglich ein drittes zu ziehen (falls mal notwendig)?
Außerdem habe ich noch eine praktische Frage zur Verkabelung. in den einzelnen Räumen kommen die Kabel ja auf dem Boden an und werden dann in einem kurzen Schlitz bis zur Dose geführt. Nur wie mache ich das im Hausanschlussraum? Dieser ist im Erdgeschoss, es kommen also Kabel vom Boden hoch und von oben runter.
1. Lässt man diese Kabel einfach aus der Wand hängen bevor der Putz darauf kommt oder führt man diese außerhalb der Wand?
2. Wie werden diese später in den Wandverteiler geführt? Habt davob vielleicht man jemand Fotos gemacht, die er zeigen könnte?
Danke und Gruß
Matthias
CT2 Kabeltester
Anmeldungsdatum: 10.06.2011 Beiträge: 396
Verfasst am: Mo Feb 04, 2013 8:27 pm Titel:
Hallo nochmal,
sorry, aber aufgrund Deiner weiteren Fragen habe ich so das Gefühl, dass Du Dir noch nicht alle bisherigen Links intensiv angesehen hast, und ferner, bisher zu Deinen aktuellen Themen noch gar nicht eigenständig hier im Forum gesucht hast. Die meisten Deiner letzten Fragen hättest Du dann schon beantwortet bekommen, und müsstest so nicht explizit danach fragen!
Matthias182 hat folgendes geschrieben::
auch eine Abisolierzange.
Diese wird bei einer Netzwerkkabel-Installation aber nicht benötigt.
Matthias182 hat folgendes geschrieben::
Am liebsten wäre mir so ein Rundschneider mit einstellbarer Tiefe. Dann bin ich wenigstens sicher, dass ich darunter nichts beschädige.
Und ganz genau für diesen Zweck sind z. B. die bereits von mir verlinkten "sich automatisch an den Kabeldurchmesser anpassenden" Kabelentmantler von Jokari (gibt es auch von anderen Marken), mit eben dieser länglichen Bauform mit 2 Schalen: Jokari PC-Strip, Jokari PC-CAT, Jokari No.1-Cat (Zitat: "Keine Einstellung der Klingen auf die Schnitttiefe erforderlich.")
Matthias182 hat folgendes geschrieben::
1. Ist das Installationsrohr für meine Zwecke ausreichend? Verlegung auf dem Rohfußoden in der Dämmung unter dem Estrich?
Ich würde sagen ja. Die Verlegung unter dem Estrich ist bei Rohbauten so eigentlich Standard. Hier kann man dann zuerst die Verlegekabel in das Leerohr an einem festen Ort einziehen (hier wäre dann die Duplex-Variante des Verlegekabels zu bevorzugen), dann verlegt man die bestückten Leerrohre innerhalb der Etagen mittig durch die Räume und Türschwellen, und führt diese abschließend von der Raummitte ausgehend dann zu den einzelnen Verwendungsstellen (zur Wand).
Matthias182 hat folgendes geschrieben::
2. Macht der Durchmesser von 25mm Sinn? nach meiner Rechnung müssten dann insgesamt 3 Kabel in das Rohr passen. Sehe ich das richtig?
Vielleicht gehen 3 Kabel durch (einfach ausprobieren!), 2 aber auf jeden Fall. Da es Standard ist, an jeder Verwendungsstelle eine Duplex-Netzwerkdose zu setzen, entzieht sich mir derzeit der Sinn, 3 Kabel einziehen zu wollen. Dann lieber ein weiteres Leerrohr zu einer weiteren Verwendungsstelle (z. B. zur gegenüberliegenden Wandseite) mit 2 Kabeln darin verlegen. Davon wirst Du langfristig definitiv mehr haben!
Matthias182 hat folgendes geschrieben::
3. Wenn ich in das 25mm Installationsrohr nur 2 Kabel lege, ist es dann später noch möglich ein drittes zu ziehen (falls mal notwendig)?
In der Regel nicht, es sei denn, man führt das Leerrohr überall derart "gerade" und sieht zusätzliche Zugöffnungen/Zugdosen vor, dass es ggfs. funktionieren könnte. Das geht dann aber auf Kosten des Materials und es ist Mehraufwand beim Verlegen. Wenn Du jetzt wirklich unbedingt 3 Kabel pro Leerrohr einziehen möchtest, dann mache das am besten sofort. - Aktuell nicht benötigte Kabelstrecken kann man dann einfach in Unterputz-Leerdosen mit Federdeckel als Reserve nicht angeschlossen für die Zukunft liegen lassen.
Nur wie mache ich das im Hausanschlussraum? Dieser ist im Erdgeschoss, es kommen also Kabel vom Boden hoch und von oben runter.
4. Lässt man diese Kabel einfach aus der Wand hängen bevor der Putz darauf kommt oder führt man diese außerhalb der Wand?
Der HWR ist ja in der Regel im KG, so dass hier die Kabel dann, allesamt von oben Überputz eingeführt werden, und dort nicht sonderlich stören. Der Netzwerkschrank kommt dann in den Keller an die Wand, direkt unter den Kabelschacht. Dadurch kann man die Kabel auf direktem Wege in den Schrank hineinführen.
Ggfs. kann man in Deinem Fall die Verlegekabel in einem großen weißen Kabelkanal unterbringen (Aufputz ist einfacher zu installieren oder Unterputz ist optisch schöner, je nach Gegebenheiten), sowohl die von unten kommenden als auch die von oben kommenden.
Matthias182 hat folgendes geschrieben::
5. Wie werden diese später in den Wandverteiler geführt? Habt davob vielleicht man jemand Fotos gemacht, die er zeigen könnte?
Ansonsten kann man sich auch via Google einen sehr guten Eindruck von dem Aufbau und den Details von Netzwerkschränken verschaffen:
- Google Bilder: Netzwerkschrank
Gruß.
Matthias182 Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 03.08.2012 Beiträge: 10
Verfasst am: Do März 14, 2013 9:35 am Titel:
Hallo zusammen,
das Thema Verkabelung konnte ich weitestgehend zu Ende bringen, allerdings sind jetzt bei der Detailplanung Doch noch Fragen aufgekommen, welche die aktiven Komponenten des Netzwerks betrifft.
Wir wollen in der Diele (EG) und im Flur (OG) jeweils einen WLAN-AP anschließen, um das gesamte Haus mit WLAN zu versorgen.
Im Normalfall müssten wir dafür irgendwo im Deckenbereich beider Räume eine Netzwerkdose und eine Steckdose vorsehen. Das finde ich optisch nicht ganz so schön und darum habe ich mich mal mit dem Thema PoE beschäftigt, das ich sehr interessant finde. Allerdings benötige ich nun wieder etwas Hilfe welche Geräte dabei in Frage kämen.
Grundsätzlich möchte ich das Netzwerk erst mal nur für die Versorgung der Rechner mit Internet und dem Austausch von Daten nutzen. VoIP wäre auch schön, aber da bin ich noch nicht sicher, da ich gerne den Telefonanschluss von Kabel Deutschland nutzen möchte. Da müsste dann eine bereits angesprochene VoIP-Telefonanlage her, die das kann.
Am unschlüssigsten bin ich aber im Moment beim WLAN-AP. Den Anforderungen nach soll dieser PoE und Dual-Band unterstützen. Die Verwaltung mehrerer SSIDs zur Einrichtung eines Gastnetzes wäre mir auch sehr recht. Sicherlich gibt es so was am Markt, aber die Geräte erschienen mir doch recht teuer. Ich würde hier gerne pro AP bei <100,00 Euro landen. Ist das überhaupt möglich und wenn ja, habt ihr Vorschläge welche Geräte solide sind und für meinen Zweck ausreichen würden.
Zuletzt noch kurz etwas zum Switch. Hier würde ich gerne entweder den HP V1910 oder den Cisco (Linksys) SG-200 (beide in der PoE Ausführung). Den HP V1810 gibt es ja leider nicht mit PoE. Habt ihr Vorschläge welches Gerät hier die bessere Wahl darstellt?
Vielen Dank und Gruß
Matthias
schmockolaus Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 17.05.2011 Beiträge: 29
Verfasst am: Do März 14, 2013 4:48 pm Titel:
Matthias182 hat folgendes geschrieben::
Den Anforderungen nach soll dieser PoE und Dual-Band unterstützen. ... Ich würde hier gerne pro AP bei <100,00 Euro landen.
Das ist in der Tat bei dem Preis wahrscheinlich nicht drin.
PoE kannst du aber auch günstiger haben: es gibt günstige PoE Injektoren/Splitter, z.B. von Digitus oder in der Bucht. Auf den Injektor kannst du verzichten, wenn du einen PoE fähigen Switch hast, und mit dem Splitter kannst du einen herkömlichen Access Point mit Strom versorgen. Ein Kandidat wäre da evtl. ein Linksys E4200, der kann nämlich simultan Dualband - alles andere ist meiner Meinung unpraktisch. Aber ich hab ehrlich gesagt mit diesem AP keine Erfahrungen - ich kenn mich nur sehr gut mit LANCOMs aus, aber die sprengen deinen finanziellen Rahmen deutlich.
Grüße
Schmock
Matthias182 Strippenzieher
Anmeldungsdatum: 03.08.2012 Beiträge: 10
Verfasst am: Do März 14, 2013 5:12 pm Titel:
Ja, ich hatte schon gesehen, dass diese Geräte doch sehr teuer sind.
Wo liegt der Vorteil von simultan Dual-Band? Was wäre, wenn ich darauf verzichten würde der Nachteil? Gerade dieses Feature macht einen erheblichen Unterschied beim Preis.
Der E4200 bzw. die Nachfolger sehen interessant aus, allerdings scheinen diese kein PoE zu bieten, was mir prinzipiell wichtiger wäre.
Ob Injektor oder PoE-Switch ist prinzipiell erst mal egal. Oder würdest du einen günstigeren Switch ohne PoE und zwei Injektoren kaufen? Das wird aber wahrscheinlich später teurer, wenn wirklich noch VoIP-Telefone dazu kommen.
Die Aussage <100,00 Euro war das Ziel, wenn mehr sein muss um etwas Vernünftiges zu bekommen, dann kann man darüber nachdenken. Allerdings ist LANCOM einfach zu teuer.
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