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Windows 7 als Server traffic auf 2 Netzwerkkarte aufteilen  
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Autor Nachricht
d2kk
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 01.04.2013
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Mo Apr 01, 2013 5:17 pm    Titel: Windows 7 als Server traffic auf 2 Netzwerkkarte aufteilen

Guten Tag, ich bin gerade dabei das Heimnetzwerk bei mir neu aufzubauen bzw auf 1000 Mbit umzurüsten und einen Windows 7 pc als datei und tv server einzurichten. Ich wollt den server mit einen raid 0 system ausrüsten aber dann kam mir der gedanke auf das 1000 mbit ja nur 125 mbyte sind und das eine festplatte die transferrate schon ohne raid schafft zu dem sollen da mehrere pcs drauf zugreifen dann werden die 1000 mbit doch aufgeteilt wenn zb 2 pcs aufm server zugreifen sind es nur noch 500 mbit für jeden pc? jetzt war meine überlegung den traffic durch eine 2. netzwerkkarte aufzuteilen das pc nr 1 die ip der 1. netzwerkkarte als netzwerklaufwerk zugewiesen bekommt und pc nr 2 die ip der 2. netzwerkkarte als netzwerklaufwerk zugewiesen bekommt oder ist meine theorie falsch? hier haben ich eine kleine skizze zu meinem plan

zwischen den beiden routern ist nen switch da die steckplätze ausgehen
CT2
Switchaufsteller


Anmeldungsdatum: 10.06.2011
Beiträge: 678

BeitragVerfasst am: Mo Apr 01, 2013 8:49 pm    Titel: Re: Windows 7 als Server traffic auf 2 Netzwerkkarte aufteil

Hallo d2kk,


d2kk hat folgendes geschrieben::
aber dann kam mir der gedanke auf das 1000 mbit ja nur 125 mbyte sind

Nein, die Netto-Durchsatzrate bei Gigabit-Ethernet beträgt im Optimalfall 940 MBits/s, was dann bestenfalls 117,5 MByte/s entspricht.


d2kk hat folgendes geschrieben::
und das eine festplatte die transferrate schon ohne raid

Die Geschwindigkeit der Festplatte ist nicht die einzige Kenngröße, die den maximalen Datendurchsatz an der Netzwerkschnittstelle Deines Rechners bestimmt. Auch die CPU des Rechner und die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Gigabit-Schnittstelle Deiner Netzwerkkarte sind ausschlaggebend. Denn nicht überall, wenn auf der Netzwerkkarte "Gigabit" draufsteht, kommt im Endeffekt auch Gigabit raus!

Für Deinen Fall ebenfalls ausschlaggebend ist, ob Du Windows 7 zur Client-Nutzung (Leistungsoptionen --> Prozessorzeitplanung --> Optimale Leistung anpassen für: Programme) oder Windows 7 zur "Pseudo-Servernutzung" (Leistungsoptionen --> Prozessorzeitplanung --> Optimale Leistung anpassen für: Hintergrunddienste) konfiguriert hast. Eigentlich sind erst die richtigen Server-Betriebssysteme (z. B. Microsoft Windows Server 2008 R2) in der Lage, Filetransfers eine so hohe Prozessorpriorität einzuräumen, dass ein wirklich hoher Datendurchsatz erreicht werden kann.


d2kk hat folgendes geschrieben::
schafft zu dem sollen da mehrere pcs drauf zugreifen dann werden die 1000 mbit doch aufgeteilt
wenn zb 2 pcs aufm server zugreifen sind es nur noch 500 mbit für jeden pc?

Ja, aber nur wenn die Zugriffe absolut gleichzeitig erfolgen. Ferner erfolgt die "Aufteilung" nicht 50:50, sondern bei den aktuellen Betriebssystemen nach einer Vielzahl von unterschiedlichsten Kriterien. - Diese Thematik ist im Detail erheblich komplexer, als Du es Dir derzeit vorstellst. Da wir genau dieses Thema bereits einmal sehr ausführlich besprochen hatten, verweise ich Dich mal auf diesen Thread: 2ter Filetransfer über Switch immer sehr langsam


d2kk hat folgendes geschrieben::
zwischen den beiden routern ist nen switch da die steckplätze ausgehen

Grundsätzlich sollten alle Netzwerkgeräte immer an einem Switch dranhängen. In Deinem Fall möchtest Du sogar Traffic-intensive Anwendungen fahren, und teilst dann Deine Netzwerkclients einmal auf einen Switch und einmal auf einen Router auf (der Switch im Router ist ja gar kein richtiger Switch) ... das verstehe ich nicht, denn das ist auch bei normalem Standard-Betriebsvorhaben von allen möglichen Lösungen mit großem Abstand die aller schlechteste!


d2kk hat folgendes geschrieben::
jetzt war meine überlegung den traffic durch eine 2. netzwerkkarte aufzuteilen das pc nr 1 die ip der 1. netzwerkkarte als netzwerklaufwerk zugewiesen bekommt und pc nr 2 die ip der 2. netzwerkkarte als netzwerklaufwerk zugewiesen bekommt oder ist meine theorie falsch?

Das löst man in der Praxis aus vielen Gründen aber ganz anders, und zwar über Port-Trunking (für Lastausgleich und Failover), also um den "Flaschenhals" auf einer Leitung etwas zu verringern, und so den Datendurchsatz dauerhaft zu erhöhen. - Für vorgenannte Konfiguration benötigst Du allerdings mindestens einen Websmart-Switche (also welche, die über eine Weboberfläche administrierbar sind).

Nähere Infos zu diesem Thema gibt es u. a. auch hier:
- Wikipedia: Port Trunking / Link Aggregation
- Wikipedia: LACP (Link Aggregation Control Protocol)


Gruß.
d2kk
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 01.04.2013
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Mo Apr 01, 2013 11:49 pm    Titel:

danke für die ausführliche antwort
Zitat:
Die Geschwindigkeit der Festplatte ist nicht die einzige Kenngröße, die den maximalen Datendurchsatz an der Netzwerkschnittstelle Deines Rechners bestimmt. Auch die CPU des Rechner und die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Gigabit-Schnittstelle Deiner Netzwerkkarte ist ausschlaggebend.

der server soll ein intel c2d mit 2,66 ghz bekommen oder reicht der nicht aus?
Zitat:
Grundsätzlich sollten alle Netzwerkgeräte immer an einem Switch dranhängen. In Deinem Fall möchtest Du sogar Traffic-intensive Anwendungen fahren, und teilst dann Deine Netzwerkclients einmal auf einen Switch und einmal auf einen Router auf (der Switch im Router ist ja gar kein richtiger Switch) ... das verstehe ich nicht, denn das ist auch bei normalem Standard-Betriebsvorhaben von allen möglichen Lösungen mit großem Abstand die aller schlechteste!

gut dann wird das 2. netzwerkkabel zum server und das von mein pc auch ans switch gehen
Zitat:
Das löst man in der Praxis aus vielen Gründen aber ganz anders, und zwar über Port-Trunking (für Lastausgleich und Failover), also um den "Flaschenhals" auf einer Leitung etwas zu verringern, und so den Datendurchsatz dauerhaft zu erhöhen. - Für vorgenannte Konfiguration benötigst Du allerdings mindestens einen Websmart-Switche (also welche, die über eine Weboberfläche administrierbar sind).

klingt interessant aber diese lösung scheint leider zu teuer zu sein ich hab bis jetzt kein switch das sowas kann für unter 100e gefunden
schmockolaus
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 17.05.2011
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: Di Apr 02, 2013 12:52 pm    Titel:

d2kk hat folgendes geschrieben::
ich hab bis jetzt kein switch das sowas kann für unter 100e gefunden


Na, da gibts aber schon welche, z.B. den in diesem Forum oft empfohlenen HP1810er, wenn auch in der kleineren 8-Port-Variante...
d2kk
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 01.04.2013
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Mi Apr 03, 2013 4:01 pm    Titel:

danke für den tip aber ich bräuchte schon mehr als 8x leider hab mir folgenden raus gesucht ein EasySmart-Switch D-Link DGS-1100-16 und würde dann netzwerkkarten von typ Intel EXPI9301CTBLK PRO1000 verbauen im server damit sollte port tunking klappen oder?
was ist eigentlich an meiner lösung des problemes falsch?
CT2
Switchaufsteller


Anmeldungsdatum: 10.06.2011
Beiträge: 678

BeitragVerfasst am: Sa Apr 06, 2013 1:18 am    Titel:

Hallo,


d2kk hat folgendes geschrieben::
EasySmart-Switch D-Link DGS-1100-16 und würde dann netzwerkkarten von typ Intel EXPI9301CTBLK PRO1000 verbauen im server damit sollte port tunking klappen oder?

Ja, das sollte gehen. - Trunking läuft bei Intel unter dem Begriff Teaming. Bei den Intel-NICs ist es ganz wichtig, dass Du einen aktuellen Treiber für die Netzwerkkarte installierst (da gibt es manchmal nämlich verschiedene Treiber mit unterschiedlichen Funktionalitäten für die selbe Intel NIC), die das Trunking bzw. Teaming explizit unterstützt.


d2kk hat folgendes geschrieben::
was ist eigentlich an meiner lösung des problemes falsch?

Vieles, 2 Gründe hatte ich auch schon genannt, wovon Du zumindest einen offensichtlich nicht gelesen oder eben nicht verstanden hast ("Ferner erfolgt die "Aufteilung" nicht 50:50, sondern bei den aktuellen Betriebssystemen nach einer Vielzahl von unterschiedlichsten Kriterien."). - Der Hauptgrund ist aber, dass man auf IP-Ebene eben keine Netzlaufwerke zuordnen kann. Zum anderen skaliert Deine Lösung weder horizontal noch vertikal (geht also schon bei einem dritten Client-Rechner nicht mehr).


Gruß.
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