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Potentialausgleich auch in diesem Fall notwendig?  
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Autor Nachricht
Copperfield
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 25.07.2013
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: Do Jul 25, 2013 11:53 am    Titel: Potentialausgleich auch in diesem Fall notwendig?

Hallo,

man liest ja im Zusammenhang mit der Installation von Patchfeldern häufiger davon, das der Anschluss eines Erdungskabels für den Potentialausgleich wichtig und nur so VDE konform ist.

Nun ist mein bisheriges, zugegeben bescheidenes Verständnis in der Materie so, das dies deswegen notwendig ist, um den Menschen vor möglichen Stromschlägen zu bewahren wenn er beispielsweise das Metallgehäuse des Patchfelds berührt.

Was ist aber nun wenn man wie ich, eine ganz kleine, überschaubare Installation, Duplexdose auf Duplexdose plant. Da die Aufputzdosen aus Plastik sind entfällt doch die Notwendigkeit des Potentialausgleichs, zumal die Möglichkeit bei dem Anschluss auf Netzwerkdosen doch gar nicht besteht oder versteh ich das falsch?

Ein anderer Fall ist z.B ein Patchfeld von Telegärtner, das noch bei mir rumliegt (MPD Cat6A) Auch dabei handelt es sich um ein Patchfeld dessen Gehäuse komplett aus Plastik ist. In der Bedienungsanleitung wird zwar die Möglichkeit beschrieben ein Erdungskabel für den Potentialausgleich anzuschliessen aber dies wird als optional gekennzeichnet.
Patchi
Kabeltester


Anmeldungsdatum: 13.06.2010
Beiträge: 372
Wohnort: zu Hause

BeitragVerfasst am: Do Jul 25, 2013 7:28 pm    Titel:

Es könnte auch durch ein mit Patchkabel angeschlossenes defektes Gerät
eine gefährliche Berührungsspannung entstehen.
Egal, ob eine Dose oder ein 24er Patchfeld.
Copperfield
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 25.07.2013
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: Do Jul 25, 2013 9:56 pm    Titel:

Aber wenn dieses stromführende Gerät selbst über eine Erdung durch die Steckdose verfügt kann das dennoch passieren oder bring ich da etwas durcheinander?

Deinem Beispiel nach zufolge wäre es dann so, das wenn das von Dir erwähnte defekte Gerät über Netzwerkdose verbunden ist, ein anderer
Mensch, der z.B ein weiteres Netzwerkkabel, das mit an dieser Dose angechlossen ist berührt, einen Stromschlag bekommen könnte?
Patchi
Kabeltester


Anmeldungsdatum: 13.06.2010
Beiträge: 372
Wohnort: zu Hause

BeitragVerfasst am: Fr Jul 26, 2013 6:03 am    Titel:

Es geht allgemein um das Verhindern von Berührungsspannungen
bzw. statischen Aufladungen.
Diese können auch durch Potenzialunterschiede zwischen
Anfangs- und Endort des/der Netzwerkkabel entstehen.
Copperfield
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 25.07.2013
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: So Jul 28, 2013 3:41 pm    Titel:

Danke erstmal soweit.
Der Potentialausgleich müsste bei der Verlegeung von Doppeldose auf Doppeldose aber nur einseitig erfolgen oder etwa beidseitig?

Nun ist es natürlich nicht so einfach den Potentialsausgleich bzw. das entsprechende Kabel bis an die Dose zu führen, grade in Mehrfamilienhäusern wo die Potentialsausgleichsschiene im Keller ist.
Wie läuft das in diesen Fällen in der Praxis ab, kann man sich den Potentialsausgleich immer auch aus dem Sicherungskasten abzweigen oder wie funktioniert sowas?
(Das wird natürlich der elektriker durchführen mir gehts nur datum es zu verstehen und in die Verlegung der Dosen mit einzukalkulieren.)
CT2
Switchaufsteller


Anmeldungsdatum: 10.06.2011
Beiträge: 678

BeitragVerfasst am: So Jul 28, 2013 5:31 pm    Titel:

Hallo Copperfield,


Copperfield hat folgendes geschrieben::
das dies deswegen notwendig ist, um den Menschen vor möglichen Stromschlägen zu bewahren wenn er beispielsweise das Metallgehäuse des Patchfelds berührt.

Grundsätzlich "schirmt" und "erdet" man sämtliche aktiven und passiven Komponenten (vor allem die mit einem Metallgehäuse) aus 2 Gründen, nämlich 1. um ein gemeinsames Potential bei allem Geräten zu erreichen (man verbindet also alle berührbaren leitfähigen Körper für einen Potentialausgleich), und 2. um im Fehlerfall den Strom vom Metallgehäuse über die Erde abzuführen, damit eine Person, die in diesem Moment das Metallgehäuse berührt, nicht einen elektrischen Schlag bekommt.


Copperfield hat folgendes geschrieben::
Aber wenn dieses stromführende Gerät selbst über eine Erdung durch die Steckdose verfügt

Und was, wenn das stromführende Gerät nicht geerdet ist (Eurostecker), oder die evtl. vorhandenen Erdung nicht ordnungsgemäß funktioniert? - Bei der Erdung zum Schutz von Personen geht es doch gerade darum, die Fälle abzudecken, in denen elektrische Geräte nicht ordnungsgemäß arbeiten.


Copperfield hat folgendes geschrieben::
Der Potentialausgleich müsste bei der Verlegeung von Doppeldose auf Doppeldose aber nur einseitig erfolgen oder etwa beidseitig?

Für die meisten Szenarien und Umgebungen hat sich seit Jahren bewährt, dass man ein geschirmtes Cat.7-Kabel (in der Wand) verlegt, den Schirm je Verlegestrecke beidseitig auflegt, und ergänzend einseitig mit dem Potentialausgleich verbindet. Datenleitungen werden einseitig (meist am Patchfeld) geerdet, die Dosenseite (also dort, wo die Netzwerkgeräte dann angeschlossen werden) wird nicht geerdet. Eine geschirmte Verkabelung wird nur mit ordnungsgemäßer Schirmung optimal funktionieren. - Sämtliche Abweichungen davon führen ggfs. zu einem suboptimalen Ergebnis. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.


Copperfield hat folgendes geschrieben::
kann man sich den Potentialsausgleich immer auch aus dem Sicherungskasten abzweigen?

In der Regel ja. - Aber hier darf dann wirklich nur ein Elektriker ran!


Wenn Du Dir übrigens diesen Thread schon intensiv durchgelesen hättest, dann wären die meisten Deiner Fragen im Wesentlichen bereits beantwortet gewesen: FTP Kabel Folie, Draht oder nichts auflegen? Patchpanel Erde


Gruß.
Copperfield
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 25.07.2013
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: So Jul 28, 2013 8:43 pm    Titel:

Den von Dir verlinkten Thread kenne ich bereits und ja ich bin mir natürlich darüber im Klaren, das es lästig sein kann auf immer wiederkehrende Fragen von Laien in diesem Forum treffen zu müssen, allerdings brachte mir der Thread da keine eindeutige Klarheit, da ich von meinem bisherigen Verständnis davon ausgegangen bin, das der Potentialausgleich nur bei leitenden Körpern notwendig ist und deswegen in meinem Fall, von CAT6A Dose auf CAT6A Dose nicht erforderlich wäre.

Danke für die Klarstellung, wieder ein wenig schlauer. icon_smile.gif
CT2
Switchaufsteller


Anmeldungsdatum: 10.06.2011
Beiträge: 678

BeitragVerfasst am: So Jul 28, 2013 10:21 pm    Titel:

Hallo Copperfield,


Copperfield hat folgendes geschrieben::
allerdings brachte mir der Thread da keine eindeutige Klarheit, da ich von meinem bisherigen Verständnis davon ausgegangen bin, das der Potentialausgleich nur bei leitenden Körpern notwendig ist

Wie gesagt, ich habe ja mehrfach in meinen Beitrag geschrieben "In der Regel ...", "Üblicherweise ..." und "für die meisten Szenarien und Umgebungen ...". Vielleicht liegt aber bei Dir genau eine der Außnahmen vor, wo man ggfs. anders verfahren könnte?

Eigentlich ist es am besten, wenn Du Deine Umgebung und Dein Vorhaben neutral und sachlich beschreibst, und dann dazu Deine Fragen stellst. Dann kann man Dir auch einen Rat geben. - In Deinem Eingangsposting hast Du ja schon selbst teilweise Schlussfolgerungen gezogen, und technische Sachverhalte mit Deinem Verständnis interpretiert. Das ist meist nicht zielführend!

Wie groß ist denn bei Dir z. B. "eine ganz kleine, überschaubare Installation" (das ist doch ziemlich relativ!) und warum "Duplexdose auf Duplexdose" und nicht "Duplexdose auf Patchfeld"?


Gruß.
Copperfield
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 25.07.2013
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: So Jul 28, 2013 11:18 pm    Titel:

Ganz konkret kann ich da leider erst werden wenn ich in den nächsten Wochen vor Ort bin. Dann lässt sich auch genau sagen, wieviele Meter Cat7 Verlegekabel notwendig werden. Mir ging es mehr darum die Frage des Potentialausgleichs zu klären, für den hier beschriebenen Installationsfall.
Dankenswerterweise hast Du ja jetzt dahingehend für Aufklärung gesorgt, das - entgegen meiner Annahme, bei Installation von Dose auf Dose - auch für den Potentialausgleich gesorgt werden muss/sollte.

Vielleicht ein paar Worte zu dem was ich mit "kleiner Installation meine":

Ziel der ganzen Aktion ist es zwei Arbeitsplätze in einem Büroraum mit Ethernetanbindung zu versorgen. Das hat den Zweck, das beide Rechner iSCSI LUNs auf einer NAS als Arbeitslaufwerke einbinden können sollen und das mit möglichst hohem Durchsatz.
Im Grunde genommen müssen also beide Rechner, sowie besagte NAS eine Verbindung zum Ethernetswitch haben (HP ProCurve 1810g).
Laut telefonischer Absprache sind das lediglich ein paar Meter die es zu überwinden gilt aber ich war wiegesagt noch nicht vor Ort.
Die Verlegung von Dose auf Dose war lediglich meine persönliche Präferenz, da ich mit der Vermutung rangegangen bin, das der Aufwand dabei etwas geringer ausfällt, das hat sich aber durch deine Erklärungen erledigt.
CT2
Switchaufsteller


Anmeldungsdatum: 10.06.2011
Beiträge: 678

BeitragVerfasst am: Mo Jul 29, 2013 2:27 am    Titel:

Hallo nochmal,


Copperfield hat folgendes geschrieben::
das - entgegen meiner Annahme, bei Installation von Dose auf Dose - auch für den Potentialausgleich gesorgt werden muss/sollte.

Ja! - Insgesamt 2 Arbeitsplätze (also 2 Ports) sind aber in der Tat eine sehr kleine Installation. Hier hätte ich im privaten Umfeld wohl auf die Erdung bzw. den Potentialausgleich verzichtet.


Copperfield hat folgendes geschrieben::
Im Grunde genommen müssen also beide Rechner, sowie besagte NAS eine Verbindung zum Ethernetswitch haben (HP ProCurve 1810g).

Bei ganz kurzen Strecken kann man natürlich auch Cat.6-Patchkabel zur direkten Verbindung einsetzen, und sich so den ganzen Aufwand mit Verlegekabel und Netzwerkdosen sparen.


Copperfield hat folgendes geschrieben::
Ziel der ganzen Aktion ist es zwei Arbeitsplätze in einem Büroraum mit Ethernetanbindung zu versorgen.

Wenn wir aber (plötzlich) von einem Büroraum einer Firma mit z. B. Mitarbeitern sprechen, dann ist das etwas völlig anderes, und all Deine Fragen und Überlegungen stellen sich hier sicherlich nicht mehr. In diesem Fall wirst Du schon 1 Port zwingend erden müssen und sogar eine qualifizierte Messung mit einen Zertifizierer durchführen müssen, da ansonsten viele Versicherungen im Versicherungsfall ihre Leistung verweigern werden.


Viel Erfolg!
So long.
HotWire
Strippenzieher


Anmeldungsdatum: 27.09.2010
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: Mo Jul 29, 2013 2:59 am    Titel:

Zitat:

Wenn wir aber (plötzlich) von einem Büroraum einer Firma mit z. B. Mitarbeitern sprechen, dann ist das etwas völlig anderes, und all Deine Fragen und Überlegungen stellen sich hier sicherlich nicht mehr. In diesem Fall wirst Du schon 1 Port zwingend erden müssen und sogar eine qualifizierte Messung mit einen Zertifizierer durchführen müssen, da ansonsten viele Versicherungen im Versicherungsfall ihre Leistung verweigern werden.


Keine Firma im eigentlichen Sinne sondern zwei Freiberufler die in ihrem Zuhause einen Bürorraum haben.

Danke nochmal für deine Hilfestellungen, je nach Wegstrecke realisiere ich das Ganze vielleicht wirklich über Patchkabel mit ein paar simplen Kabelkanälen. Die Durchführungsdosen aus dem Shop sind dafür ja recht interessant aber "nur" Cat5e zertifiziert, ich hoggle die Dosen mal als Cat6A Modelle icon_smile.gif
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