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Lichtwellenleiter - Verlegehinweise für LWL-Kabel

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Die Verlegung von LWL-Außen- und Innenkabel muß unter strikter Einhaltung der Hinweise nach DIN VDE 0899 Teil 3 erfolgen. Bei Stauchung oder Überdehnung der Fasern können sonst außer Sofortschäden auch Langzeitschäden auftreten.

Außenkabel

  • Außenkabel sind für ortsfestes Verlegen im Erdreich, in Kabelröhren, in Kabelkanälen sowie auch im Freien geeignet. Sie werden weiterhin an Außenwänden von Gebäuden, an Tunnelwänden, auf Kabelpritschen und Kabelbühnen eingesetzt.
  • Vor, während und nach dem Verlegen sind sämtliche Kabelenden von eindringender Feuchtigkeit zu schützen.
  • Beim Verlegen ist darauf zu achten, daß Abschlußkappen und Korrosionsschutz an den Kabelenden nicht beschädigt werden.
  • Spulen mit Kabel sollen nur in angezeigter Pfeilrichtung, wie auf den Spulenflanschen markiert, gerollt werden.
  • Beim Einziehen der Länge müssen die maximal zulässige Zugkraft und der minimale Biegeradius eingehalten werden. Siehe auch entsprechende Kabeltypentabelle.
  • Die mechanischen Eigenschaften der Kabel sind je nach ihrem Konstruktionsaufbau temperaturabhängig.
  • Bei Verwendung einer Ziehöse ist auf das Ziehende des Kabels ein mindestens 1 m langer engmaschiger Ziehstrumpf aufzubringen, wenn der Außenmantel innig mit den Zugentlastungselementen verbunden ist. Kabeltype mit nichtmetallischen Zugentlastungselementen, die vom PE-Außenmantel entkoppelt sind, müssen bei höheren Einziehkräften mit einem zugfesten Verschluß versehen werden.
  • Gegen mechanische oder thermische Beschädigungen müssen LWL-Kabel insbesondere beim Zusammentreffen mit anderen Anlagen, z. B. bei Kreuzungen usw. besonders geschützt sein.
  • Bei Verlegung im Erdbereich muß die Grabensohle aus tragfähigem oder nachträglich verfestigtem Boden bestehen und steinfrei sein.
  • Ein korrosionsbeständiges Warnband muß bei der Verlegung des Kabels in einem Abstand von ca. 30 bis 40 cm über dem Kabel mitverlegt werden.
  • Zur Vermeidung von Zugkräften, die bei Krümmungen stärker ansteigen, soll nur in geraden Linien abgezogen werden. Es wird empfohlen, das gezogene Kabel in Form von 8er-Schlingen als Zwischenlager zu legen, Bei diesem Verfahren ist die Verdrillungsgefahr weitgehendst gering.

lnnenkabel

Innenkabel werden innerhalb von Gebäuden, aber auch zur festen Verlegung an Außenwänden von Gebäuden verwendet. Sie sind für die Verlegung in und unter Putz, jedoch nicht für Erdverlegung zugelassen.

  • LWL-Innenkabel sind beim Verlegen von der Spule oder vom Ring so abzuwickeln, daß keine Knicke oder Verdrehungen auftreten können.
  • Die zulässigen minimalen Werte für Umlenk- und Biegeradien dürfen nicht überschritten werden.
  • Die maximal zulässigen Zugbelastungswerte haben sich nach entsprechenden Kabeltypentabellen zu richten.
  • LWL-Kabel/Leitungen sind mit besonderer Sorgfalt zu verlegen. Es ist darauf zu achten, daß die Fasern weder überdehnt noch gestaucht werden, da sonst neben sofort auftretenden Schäden auch im Langzeitverhalten Probleme entstehen können.
  • Kabelwege sind so zu wählen, daß mechanische Beeinflussungen weitgehendst vermieden werden und auch spätere Belastungen minimiert bleiben.
  • LWL-Kabel/Leitungen sind ohne Schleifen, z.B. von der Trommel, gleichmäßig ruck- und drallfrei abzuziehen.
  • Bei Verlegung in Schutzrohren ist darauf zu achten, daß diese keine scharfen Kanten aufweisen und Abknickungen vermieden werden.
  • Grundsätzlich sind, die jeweils gültigen Verlegevorschriften wie VDE etc. zu berücksichtigen.
  • Im Bereich von Verteilerschränken / Spleiß- und Übergangsstellen sollte eine entsprechende Kabelreserve vorgesehen werden.

Die Verlegung/Montage von LWL-Kabel/Leitungen ist unter Berücksichtigung der vorgenannten Fakten unproblematisch.

Anwendbare Normen:

DIN VDE 0899 Teil 2 - für Fasern, Einzeladern und Bündeladern
DIN VDE 0899 Teil 3 - für Außenkabel
DIN VDE 0899 Teil 4 - für Innenkabel mit einem Innenleiter
 

 
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