Lichtwellenleiter (Glasfaser) und Twisted Pair im Ethernet Netzwerk sowie Hardware

Home | Lichtwellenleiter | Twisted Pair | Hardware | Netzwerk | Belegung | Heimnetzwerk | Shop | Forum

Cu vs LWL | Glasfaserkabel | Herstellung | Spleissen | LWL Stecker | Funktion | Dioden | Spezifikation | Prüfung | Verlegetipps | Hersteller

Lichtwellenleiter - Aufbau von Glasfaserkabel

Online Shop Netzwerkprodukte

Aufbau und Material der Glasfaser:

GlasfaserkabelDie Glasfaser selbst wird aus hochreinem Quarzglas hergestellt. Der Glaskern ist von einem Glasmantel (Cladding) umgeben und wird mit einer Kunststoffschicht überzogen, dem sogenannten Primär Coating. Der Glasmantel ist für die Führung der Lichtwellen zuständig. Der Kunststoffüberzug verleiht der Faser Biegsamkeit und Robustheit. Ohne diesen Überzug würde das Glas beim Biegen zerbrechen.

 

Faserstärken- und Arten:

Der Faserkern weist einen Querschnitt von 9µm, 50µm oder 62,5µm auf. Die Stärke der Beschichtung liegt bei 125/250µm und wird bei der Bezeichnung der Glasfaserkabel mit angegeben, z.B. “9/125µm”.

9/125µm sind Singlemode (Monomode) Fasern und werden für lange Distanzen eingesetzt, 50µm und 62,5µm hingegen in Gebäuden und für Kurzstrecken, bei diesen Faserstärken spricht man von Multimode. Die 62,5µm Glasfaser ist in Europa seltener anzutreffen, kommt aber in Nordamerika noch häufiger zum Einsatz.
Als Multimodefaser sollte man die 50/125µm Faser bei Neuverkabelung vorziehen, diese ist auf heutige Netzwerke hin optimiert und erzielen eine höhere Reichweite.

Neben der Faserstärke spielt auch die Faserqualität eine wichtige Rolle hinsichtlich der maximal möglichen Reichweite. Die Bezeichnungen und deren Eigenschaften sind nach DIN EN 50173-1 und IEC/ISO 11801 genormt.
Die Multimode-Faser trägt die Zusatzbezeichnung OM1, OM2 oder OM3, Singlemode OS1 und OS2

 

OM1 (62,5µm)

OM2 (50µm)

OM3 (50µm)

100 MBit FX/SX

2000/300m

2000/300m

2000/300m

1 GBit

275m

550m

900m

10 GBit

33m

84m

300m

 

Kabelaufbau:

Kabelhersteller wie Draka, Dätwyler oder Corning stellen den eigentlichen Lichtwellenleiter (Faser inkl. Primär Coating) nicht selbst her, sondern wird zur Weiterverarbeitung zugekauft. Je nach Einsatzzweck und Faseranzahl wird die Glasfaser mit unterschiedlichen Kabelumhüllungen versehen.

Pigtail:
Kurzes Stück Lichtwellenleiter ohne Hülle mit einseitig LWL-Stecker. Nur zum Spleißen an Verlegekabel und zur Ablage in einer Spleißbox geeignet.

Patchkabel (Rangier- Adapterkabel):
sind sehr flexibel, weisen jedoch nur eine geringe Zugentlastung auf.

Innenkabel:
mit guter Zugentlastung (Aramidgarn), flexibel und halogenfrei. Dieses Kabel ist für den Steigbereich und die Etagenverkabelung geeignet.

Aussenkabel:
sind sehr robust und mit witterungsbeständigem PE-Aussenmantel versehen. Zudem muß der Faserkern gegen Eindringen von Wasser und gegen Nagetiere geschützt sein.

Mantel (Hülle):

Vollader:

Die Glasfaser liegt fest in der Hülle. Dieses Glasfaserkabel ist kompakt und flexibel, jedoch wird durch den direkten Kontakt zwischen Hülle und Faser das Kabel empfindlich gegen Zugbelastung und Temperaturschwankungen.
Vollader

Hohlader:

Faser liegt lose in einer Hülle ohne Füllmaterial. Im Gegensatz zur Vollader ist hier die Faser von der Hülle entkoppelt, so können die unterschiedlichen Materialien Temperaturschwankungen besser ausgleichen und die Zugentlastung wird verbessert.
Hohlader

Kompaktader:

Kombination aus Hohlader und Vollader, jedoch ist der Hohlraum zwischen Faser und Hülle geringer und mit einer Gleitschicht gefüllt.
Kompaktader

Bündelader gefüllt/ungefüllt:

Mehrere Fasern in einer Hülle, die Hülle ist meist mit einem wasserabweisenden Gel gefüllt. Dieses Glasfaserkabel wird in rauer Umgebung (z.B. den Aussenbereich) eingesetzt.
Bündelader

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen - Diese Seite zu Del.icio.us hinzufügen - Diese Seite zu digg.com hinzufügen
Suchen | Sitemap
© glasfaserinfo.de